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Sonstiges  

Olympische Spiele in Vancouver

Tischtennisspieler des TSV Murnau fieberten mit der zweifachen Olympiasiegerin Maria Riesch

Große Freude im Familienkreis Riesch nach der Rückkehr aus Vancouver: Maria, Mutter Monika, Oma Josta, Vater Siegfried und Schwester Susanne (von links)

Mit Maria Riesch, der zweifachen Olympiasiegerin von Vancouver, und deren Schwester Susanne haben nicht nur viele Skifans vor dem Fernseher mit gefiebert, sondern auch die Tischtennisspieler vom TSV Murnau. Und die haben einen besonderen Grund: Denn dort spielt der Vater von Maria, Siegfried Riesch, und auch Marias Bruder Matthias. Der 53-Jährige Siefgfried Riesch ist bereits seit 39 Jahren ein aktiver Tischtennisspieler und geht in dieser Saison für den TSV Murnau in der 2. Bezirksliga Ammer/Würm an den Tisch.

Herr Riesch, erst einmal herzlichen Glückwunsch an Ihre Tochter Maria zu ihren beiden Olympiasiegen. Wie fühlt man sich als Vater, wenn seinem Kind so etwas außergewöhnliches gelingt und man das auch noch hautnah miterlebt?

Siegfried Riesch: Olympia in Vancouver war ein sehr schönes emotionales Erlebnis. Schließlich ist es doch außergewöhnlich, wenn man zwei Kinder am Start hat und auch noch persönlich dabei sein kann.

Sie und Ihr Sohn Matthias spielen beim TSV Murnau aktiv Tischtennis. Da gab es bestimmt auch schon etliche Glückwünsche von Mannschafts- und Vereinskollegen...

Siegfried Riesch: Selbstverständlich sind viele Glückwünsche meiner Freunde vom TSV Murnau eingegangen. Teilweise schon in Kanada per SMS und natürlich persönlich, als ich jetzt wieder im Training war.

Sie spielen selbst schon seit langer Zeit Tischtennis - und das recht erfolgreich in der Bezirksliga. Wollten Ihre Töchter Ihrem Papa nicht nacheifern?

Siegfried Riesch: Ich glaube nicht, dass das ein Anreiz für meine Töchter Maria und Susanne war, da sich der Skisport, den sie betreiben, auf einem ganz anderen Leistungslevel abspielt. Der Sport hatte in unserer Familie immer Priorität, wir sind mit den Kindern regelmäßig zum Skifahren gegangen, als die drei Jahre alt waren. Sie haben auch aktiv Tennis gespielt und spielen heute noch in der Damenmannschaft des TC Grainau, wenn es die Zeit erlaubt. Sport war immer ein Bestandteil in unserem und ihrem Leben.

Haben Ihre Töchter Maria und Susanne schon einmal im Kreise der Familie Tischtennis gespielt?

Siegfried Riesch: Früher haben wir im Urlaub öfters Tischtennis gespielt und hatten auch im Garten eine Platte stehen, auf der wir öfters gespielt haben.

Man sieht Sie mit Ihrer Frau oft bei Weltcuprennen oder wie jetzt bei Olympia an der Strecke mit ihren Töchtern fiebern. Ruht in dieser Zeit Ihre Leidenschaft fürs Tischtennis?

Siegfried Riesch: Bis Dezember geht es, da bin ich in der Regel bei allen Mannschaftspielen dabei. Danach ist es manchmal schwierig, da ich öfters bei Weltcup-Rennen unterwegs bin, so dass ich in der Regel nur 50 bis 60 Prozent der Rückrunden-Termine wahrnehmen kann. Und mit dem Training sieht es dann auch nicht so gut aus, dies ist in dieser Zeit nur sporadisch möglich.

Ihre Tochter Maria hat hohe Ziele wie Weltmeisterin oder Olympiasiegerin schon erreicht. Haben Sie denn noch Ziele im Tischtennis?

Siegfried Riesch: Große sportliche Ziele habe ich nicht mehr. Früher habe ich mal Landesliga gespielt, da war ich aber sicher stärker und konnte auch mehr trainieren. Mir ist wichtig, dass ich in einer netten Mannschaft spiele, mit Freunden zusammen bin und wir auch nach den Spielen Spaß haben, zum Beispiel schön essen gehen oder uns auch sonst mal zum Radfahren oder Motorradfahren treffen. 1. oder 2. Bezirksliga ist für mich völlig ausreichend, da habe ich ohnehin zu kämpfen, dass ich der Mannschaft helfen kann und punkte.

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