Zum Inhalt springen

Einzelsport Erwachsene  

65. Bayerische Meisterschaften Damen/Herren

Meisterschafts-Cocktail

Der größte Turnierteilnehmer, Marc Seidler, bekam einen Korb ...(Fotos: Nils Rack)

Korb: Einen Korb erteilte Turnier-Jüngste Sarah Mantz (11, SV DJK Kolbermoor) dem Goliath der Titelkämpfe, Marc Seidler. »Ich habe sie gefragt, ob sie mit mir Mixed spielen will, aber eine klare Absage erhalten«, schmunzelte der Zwei-Meter-Mann vom TTC Wohlbach. 

Sister-Act: Gleich vier Schwesternpaare bot das Teilnehmerfeld in Burglengenfeld: Julia und Lena Berchtold (TTC Birkland), Julia und Maike Janitzek (TV Hofstetten), Regina und Eva-Maria Maier (TSV Schwabhausen) sowie Chantal und Sarah Mantz (SV DJK Kolbermoor). Während die Janitzeks und Berchtolds im Doppel getrennte Wege gingen, schlugen die Schwestern Maier und Mantz Seite an Seite auf: Regina (18) und Eva-Maria (16) gewannen Bronze, für Sarah (11) und Chantal (15) kam im Viertelfinale das Aus.

Familientreffen: Eine Art Familientreffen waren die Bayerischen Meisterschaften für die Regensburger "Tischtennis-Dynastie" Petz/Dietrich. Gertrud »Gerti« Dietrich - zusammen mit Gaby Keppler (heute Kotter) 1982, 1985 und 1986 Bayerische Meisterin im Damen-Doppel sowie amtierende Einzel-Meisterin der Ü 40 Seniorinnen - schaffte es im Einzel bis ins Achtelfinale. Tochter Johanna schied als Gruppendritte in der Vorrunde aus, landete dabei jedoch einen Überraschungserfolg über Patricia Heiß (TSV Schwabhausen). Gottfried Petz, der als Spartenleiter von 1979 bis 1999 die Geschicke der TT-Abteilung des DJK SB Regensburg lenkte, versorgte Tochter und Enkelin als Betreuer mit wertvollen Tipps. Günter Dietrich, der für den Sportbund in der Bezirksliga aktiv ist, unterstützte Frau und Tochter von der Tribüne aus. Applaus für Tochter und Enkelin gab es auch von Gertrud Petz, die bei den Bayerischen Meisterschaften 1973 in Eisenfeld im Damen-Doppel zu Titelehren kam. 

Mammutprogramm und »Autsch«: Einen Spagat hatte Alexander Yahmed im Rahmen der Titelkämpfe zu bewältigen. Als Cheftrainer des TSV Schwabhausen, der mit sieben Damen und drei Herren das größte Teilnehmerkontingent aller Vereine stellte, war er am Vorabend der Titelkämpfe noch mit seinen Bundesligadamen beim saarländischen TTSV Saarlouis-Fraulautern im Einsatz. Bei der »Bayerischen« hetzte er in Doppelfunktion als Spieler und Betreuer von Tisch zu Tisch. Als Spieler gelang ihm mit dem Gruppensieg der Einzug ins Hauptfeld, ehe er sich eine Verletzung am Oberschenkel zuzog. Sein Match der ersten Hauptrunde gegen Stephan Pache (SC Fürstenfeldbruck) musste er deshalb kampflos abgeben. Seine Damen beschertem ihm dafür einen reichen Medaillensegen. 

Pechvogel Marius Zaus: Verletzungen von Partnerin und Bezwinger machten Nachwuchsakteur Marius Zaus (DJK-SpVgg Effeltrich) zum doppelten Pechvogel des Turniers. Erst brachte ihn die verletzungsbedingte Turnierabsage seiner planmäßigen Mixed-Partnerin Julia Drummer (TTC Langweid) um einen Start im gemischten Doppel, dann musste er zusehen wie Alexander Yahmed in der ersten Hauptrunde verletzt passen musste. Bitter für Zaus, der gegen Yahmed im Kampf um den Endrunden-Einzug zuvor hauchdünn und unglücklich 9:11 im »Fünften« das Nachsehen hatte. Bei seiner Gelb-Roten Karte traf ihn dabei zumal die einzig umstrittene Schiedsrichterentscheidung des Turniers. 

Noppenmacht: Christina Feierabend (TSV Schwabhausen) war in den Halbfinals des Damen-Einzels die »glatte« Ausnahme. Die mit 25 Jahren älteste der vier Offensivspielerinnen in den Medaillenrängen agierte als Einzige ausschließlich mit Noppen-innen-Belägen. Teamkollegin und Co-Bronzemedaillengewinnerin Eva-Maria Maier spielt beidseitig kurze Noppenbeläge, Vizemeisterin Julia Janitzek (TV Hofstetten) hat wie Meisterin Kathrin Mühlbach (TSV Schwabhausen) einen auf der Rückhand kleben. 

Präsidium: Das Präsidium des Bayerischen Tischtennis-Verbandes war bei den Titelkämpfen durch das Trio Claus Wagner (Präsident), Gunther Czepera (Vizepräsident Sport) und Konrad Grillmeyer (Vizepräsident Finanzen) stark  vertreten. 

Players-Party: Wahlweisen Ausklang des Samstagabends oder Start in die Nacht bildete die Players-Party im Foyer des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums. Bei leckerem Essen vom Buffet sorgte eine Zwei-Mann-Band mit ihrem breiten Repertoire von traditionell bayerisch bis hin zu AC/DC - Highway to »Höll« für musikalisches Amüsement. 

Heinzelmännchen I: Während sich die Spieler das Buffet der Players-Party schmecken ließen, bauten fleißige Helfer in der Halle flux und unbehelligt die Tische für die Finalrunden am Sonntag um. Auch sonst sorgte das Durchführer-Trio »Landesleistungszentrum - ASV Burglengenfeld - TSV Klardorf« um Organisationschef Fritz Haag in souveräner Manier dafür, dass sich die Sportler voll aufs Wesentliche konzentrieren konnten: Essen, Schlafen, Tischtennis. 

Heinzelmännchen II + III: Während die Sportler Schlagzeilen schreiben, gilt ausbleibende Kritik Turnierleitung und Schiedsrichtern gemeinhin als größtes Kompliment. In diesem Sinne an die Adresse von Ulli Schimmel, Sandra Peter und Gerhard Arnold sowie Oberschiedsrichter Joachim Car, Schiedsrichter-Einsatzleiterin Margit Mörtl und ihre Teams: keine Klagen - gut gemacht!


... von Turnier-"Kücken" Sarah Mantz
Die Schwestern Regina und Eva-Maria Maier ergänzten sich zu Bronze.
Für Chantal und Sarah Mantz war im Viertelfinale Endstation.
Verletzte sich in Doppelfunktion: Alexander Yahmed.
Schwarzer Tag für Marius Zaus.
Spielte sich als Einzige im Damen-Einzel "glatt" aufs Podium: Christina Feierabend.

Aktuelle Beiträge