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Vereinsservice  

Frauenforum in Bad Gögging

Tischtennisfrauen stärken ihre Kompetenzen

V.l.n.r: Winnie Pape, Arnold Lindner, Monika Wiesenmüller, Heike Kerner, Christine Zenz, Gabriele Huber, Cornelia Gebert-Scholl, Barbara Knapp, Christiane Pape, Ulrike Sanchez. Foto: Zenz

Die Verbandsfrauenvertreterin des Bayerischen Tischtennisverbands (BTTV), Christine Zenz, hat zum ersten Forum deieser Art nach Bad Gögging geladen. Kreis- und Bezirksfrauenvertreterinnen sowie die Verbandsmädelwartin sind gekommen. Als Referent konnte Zenz den im BLSV an verschiedenen Positionen aktiven und erfahrenen Dozenten Arnold Lindner gewinnen. »Wir haben damit Neuland betreten. Normalerweise treffen sich Funktionäre zu klassischen Sitzungen. Hier haben wir ein Treffen mit Seminarcharakter erprobt«, erklärt Christine Zenz. Der Versuch ist gelungen. Es gab durchweg positives Echo von den Teilnehmern. Mehr noch: sie wünschten sich eine Fortsetzung.

Die Inhalte waren auf die Frauen zugeschnitten. Die Aufgabe im Kontext der BTTV-Organisation wurde beleuchtet. Ein Entwurf eines Funktionsprofils für die Kreisfrauenvertreterin wurde erstellt. Hier bediente man sich auch der Vorlage des BLSV. »Die Frauen im BLSV haben eine Vorreiterrolle. Sie sind die einzigen, die über die verschiedenen Hierarchien ein Funktionsprofil definiert haben«, sagt Dozent Arnold Lindner. Da wollen die Frauen im Tischtennisverband nicht nachstehen. Die Aufgabe der Bezirksfrauenvertreterin wurde vom Vorstand des BTTV bereits im Frühjahr dieses Jahres ratifiziert. In Bad Gögging wurde nun die Basis für die Beschreibung der Kreisfrauenvertreterin und der Kreis- und Bezirksmädelwartin gelegt. 

Bei den Neuwahlen im letzten Jahr sind viele erst zu ihrem Amt gekommen. Somit war der Informationsbedarf groß. »Die Teilnehmerinnen saugten die Infos förmlich auf. Das zeigt, dass sie auch ein unbezahltes Ehrenamt wertschätzen und ihre Aufgabe mit höchster Kompetenz ausüben wollen«, so Zenz. »In der Zeit der Fitness-Studios und hochpreisigen Zumba-Kurse ist es immer schwieriger kompetente Personen für ein Ehrenamt oder für eine Aufgabe im Verein zu gewinnen. So darf man erst recht nicht vergessen, diese wenigen zu fördern und somit an den Verein und den Verband zu binden.« sagt sie weiter.

Die Möglichkeiten der Mitgliedergewinnung wurden im zweiten Themenblock vorgestellt. Hier steht in diesem Jahr die Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein im Fokus. »Gerade im Kontext der verschiedenen Formen der Ganztagsschule bietet sich für die Vereine eine ganz bedeutende Möglichkeit Kinder zum Sport zu bringen«, erklärt der ehemalige Lehrer Lindner. Er erläutert die Aktionen »Sport nach 1« und »SAG« und deren Fördermöglichkeiten. Die Verbandsfrauenvertreterin informiert über die sportartspezifische Aktion »TISCHTENNIS Spiel mit!«, die vom DTTB und BTTV in diesem Jahr forciert wird.

 »Ich habe mir sehr viele neue Anregungen holen können. Ich hoffe, dass der Bayerische Tischtennis-Verband solche Treffen weiter anbietet.« so das Resümee einer Teilnehmerin. Das nächste Treffen in der Art ist im Mai 2013 geplant – nach der gerade erst gestarteten Saison. Hier will man tiefer auf die Reflektion der Kompetenzen eingehen. Da bietet die Methodik der Professoren Heyse und Erpenbeck einen guten Anhaltspunkt. Mit den positiven Eindrücken aus dem fünf Stunden dauernden Seminar gehen die Tischtennisfrauen gestärkt in die nächste Saison.

Christine Zenz

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