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Mannschaftssport Erwachsene  

2. Bundesliga Herren

Ein Heimspiel muss nicht immer ein Vorteil sein

Die Nummer eins des Vizemeisters: Daniel Zwickl vom TTC Fortuna Passau. Foto: Theo Neidek

Ein Heimspiel muss nicht immer ein Vorteil sein. Das bewies der letzte Spieltag der wohl spannendsten Zweitliga-Saison aller Zeiten. Von Platz zwei bis acht hielt kein Klub - darunter alle vier bayerischen Vertreter - seinen vor dem Saison-Finale inngehaltenen Tabellenrang und ausnahmslos waren es die in der Fremde aktiven Mannschaften, die sich siegreich verbessern konnten: 

Die prestigeträchtigste Verbesserung gelang dem TTC Fortuna Passau, dem drei Punkte aus zwei Auswärtsspielen zum größten Erfolg der Vereinsgeschichte reichten. Nach einem vergleichsweise mageren 5:5-Remis am Samstag bei der SpVgg Ottenau sicherten sich die Niederbayern, die als Tabellenvierter in`s Saisonfinale gegangen waren, durch einen sonntäglichen 6:3-Triumph beim ASV Grünwettersbach die Vizemeisterschaft hinter dem TTC matec Frickenhausen II. 

TSV Bad Königshofen kann die Liga-Könige nicht gefährden

Dem TSV Bad Königshofen gefiel das am wenigsten, denn der »Aufstieg« des Liga-Dinos ging zu Lasten des Klassen-Neulings, der von Platz zwei auf drei abrutschte und seinen fast die gesamte Saison über gehaltenen Status als beste bayerische Mannschaft verlor. Zum Abschluss ihrer gleichwohl überragenden ersten Zweitliga-Saison hatten die Unterfranken das Spitzenspiel gegen Primus Frickenhausen zu einem echten Happening mit proppenvollem Rahmenprogramm ausgebaut. Allein der Hauptprogrammpunkt, das Tischtennisspiel, fiel kürzer und weniger erfolgreich aus als erhofft. Eingebettet in Handball-Demonstrationen, Ehrungen, die Verabschiedung von Chun-Lin Lee et cetera pp. misslang der Versuch, den Schwaben die einzige Saisonniederlage beizubringen, doch sehr deutlich: 1:6 lautete das klare Verdikt, dessen ungeachtet 430 Zuschauer (Saisonrekord!) ihr Kommen nicht bereuten. 

Fürstenfeldbrucker Berg-und-Talfahrt löst sich in Wohlgefallen auf

Für den SC Fürstenfeldbruck löste sich eine nervenaufreibende Berg-und-Talfahrt durch die Saison 2013/14 zu guter Letzt in absolutes Wohlgefallen auf. Die späte Kunde, dass es ob einer unerwarteten Konstellation in der Nord-Staffel auch der Süd-Sechste ohne den erwarteten Umweg eines Entscheidungsspiels in die »Eingleisigkeit« geschafft hat, brauchte die Oberbayern am Sonntagabend nicht mehr zu interessieren. Denn zu diesem Zeitpunkt waren sie den vermeintlich unliebsamen sechsten Rang bereits an den ASV Grünwettersbach losgeworden. Ein 6:1-Auswärtssieg beim TTC Weinheim kombiniert mit Passauer und Frickenhäuser Schützenhilfe beförderte den SCF vorbei an Weinheim und Grünwettersbach auf Rang vier der Abschlusstabelle. Weil die Nord-Staffel am letzten Spieltag völlig verrückt spielte und mit dem SV Brackwede einen Überraschungssechsten hervorbrachte, der nicht für die 2. Bundesliga gemeldet hat, kommt auch Grünwettersbach um ein Barrage-Spiel gegen den Sechstplatzierten der 2. Bundesliga/Nord herum. 

TV Hilpoltstein: Gute Nachrichten trotz Abstieg und Niederlage

Der Versuch des TV Hilpoltstein eine enttäuschende Saison 2013/14 mit einem Erfolgserlebnis zu beenden, fallierte: Durch eine 3:6-Niederlage gegen den FSV Mainz 05 rutschten die mittelfränkischen Burgstädter hinter die »Nullfünfer« auf Platz acht des Abschlussrankings ab. Die Begegnung hielt aber auch gute Nachrichten parat. Teamchef Bernd Beringer konnte verkünden, dass Alexander Flemming, Nico Christ, Dennis Dickhardt und Felix Bindhammer dem Verein trotz des Abstiegs in die neu-geschaffene 3. Bundesliga/Süd die Treue halten. Lediglich Arne Hölter wird die Mittelfranken verlassen. 

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