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Einzelsport Jugend  

Nachwuchs-Europameisterschaften in Riva del Garda

Jooooo! Chantal Mantz ist Europameisterin im Mädchen-Einzel!

Überglücklich: Chantal Mantz und ihr Chef-Ausbilder Zsolt Hollo. Fotos: Marco Steinbrenner

Bravo Chanti! (Vierfelfinale) Chantal Mantz vom SV DJK Kolbermoor hat sich bei ihren altersbedingt letzten Jugend-Europameisterschaften einen ganz großen Traum erfüllt: Die 18-jährige Deutsche Meisterin und Nummer zwei der Setzliste sicherte sich im italienischen Riva del Garda den EM-Titel im Mädchen-Einzel! Nach vier Silbermedaillen bei Nachwuchs-"Euros"  klappte es im letzten Anlauf endlich mit Gold. Im Finale entthronte die athletische Blondine ihre topgesetzte Nationalmannschaftskollegin und Titelverteidigerin Nina Mittelham in fünf Sätzen (10:12, 13:11, 11:6, 11:9, 11:9). Zsolt Hollo, der Mantz als Cheftrainer des SV DJK Kolbermoor seit über zehn Jahren trainiert und entsprechend großen Anteil an ihrem Erfolg hat, erlebte den Triumph seiner Meisterschülerin auf der Tribüne: »Wir sind überglücklich. Wir haben so lange auf so einen Titel gewartet. Chanti hat das verdient!« Vergessen macht der Einzel-Titel auch die Enttäuschung über das überraschend verlorene Team-Endspiel gegen Frankreich und das - gemessen an Setzposition zwei - frühe Aus im Mixed mit dem Ungar Adam Szudi (2. Runde) und im Doppel mit Wan Yuan (Viertelfinale). 

Kilian Ort: Abiturstress und Verletzungsprobleme bremsen ihn aus

Während Mantz diese EM noch lange in allerbester Erinnerung behalten wird, gilt es für BTTV-Kollege Kilian Ort (TSV Bad Königshofen) seine ebenfalls letzten Nachwuchs-Europameisterschaften schnell abzuhaken. Nach der verpassten WM-Direktquali im Teambewerb (Platz 6), blieb der Deutsche Meister und Europaranglisten-Vierte auch in den Individualbewerben unter Normalform: Im Doppel mit Dang Qiu und als Titelverteidiger im Mixed mit Nina Mittelham scheiterte Ort im Viertelfinale; im Einzel ereilte ihn bereits in der 3. Runde das Aus gegen den Slowaken Alexander Valuch. »Es lief für mich bei diesem Turnier einfach nicht«, gab Ort zu Protokoll. Typisch für den so fairen und selbstkritischen Sportsmann aus Unterfranken, dass er nicht nach vermeintlichen Ausreden für sein schlechtes Abschneiden suchte, obwohl es der nachvollziehbaren Gründe genügend gab: Erst machten (die Vorbereitungen auf) die Abiturprüfungen ein Training im gewohnten Umfang unmöglich, dann bremsten ihn wiederkehrende Beschwerden im Bereich des 3. Halswirbels aus. »Diese Probleme hatte Kilian im Frühjahr schon einmal. Sie hinderten ihn damals u.a. an der Teilnahme am nationalen Top 12. Nach mehrmaliger Behandlung in Würzburg wurde es besser, doch leider brach die Verletzung gleich zu Beginn des zweiten EM-Vorbereitungslehrgangs beim Balleimertraining wieder aus. Der Nacken machte komplett zu und danach ging zunächst überhaupt nichts mehr. Ich war Anfang Juli bei Kilian und konnte mir am Ende unserer Trainingseinheit eigentlich nicht vorstellen, wie er bei den Euros einigermaßen vernünftig spielen soll. Beim letzten Vorbereitungslehrgang wurde er erneut behandelt und dann ging es ihm eigentlich wieder ganz gut, aber das Handicap war in Riva del Garda doch deutlich zu spüren«, weiß BTTV-Verbandstrainer Cornel Borsos. Bleibt nur zu hoffen, dass es für ihn schnell wieder aufwärts geht, denn schon bald steht für ihn (und Nina Mittelham) das nächste Großereignis auf dem Programm: Am 17. August beginnt das Tischtennisturnier bei den Olympischen Jugendspielen in Nanjing. 

Natalia Mozler bleibt noch viel Zeit

Noch viel Zeit, um bei Nachwuchs-Europameisterschaften erfolgreich zu sein, bleibt Natalia Mozler (TSV Schwabhausen), der dritten bayerischen EM-Teilnehmerin. Bei ihrer Premiere blieb die erst 12-jährige Neu-Schwabhauserin als »Nesthäkchen« im DTTB-Team erwartungsgemäß noch ohne Sieg. Als Ersatzspielerin der drittplatzierten Schülerinnen-Mannschaft bringt sie aber ein motivierendes Souvenir mit nach Hause: Team-Bronze. 

Für Kilian Ort stand die EM unter keinem guten Stern.
Natalia Mozler war zum Lernen da.

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