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Mannschaftssport Erwachsene  

1. Damen-Bundesliga

Kolbermoor demonstriert Fünfsatz-Stärke

Das Motto „wir wollen uns gut verkaufen“ ging für den TV Busenbach gegen den SV DJK Kolbermoor prompt auf. Der SVB präsentierte sich überhaupt nicht in ehrfürchtiger Haltung, sondern zwang das Top-Duo der Bayerinnen Sabine Winter und Kristin Silbereisen zu erstklassigen Leistungen. Besonders viel Gegenwehr hatte Busenbachs Mannschaftsführerin Jessica Göbel nach einem 0:2-Satzrückstand gegen Winter parat. Bis zum 8:9 war im fünften Durchgang alles möglich, dann machte die SV DJK-Spitzenspielerin den Sack zu. „Auch in Bingen gewannen wir schon Fünf-Satz-Duelle. Unsere Bilanz ist hervorragend. Und auch diesmal waren sie verdient. Jessica spielte gut, und Sabine brachte ihre Vorhand erst in der Schlussphase wieder mehr zum Einsatz. Die Partie bewegte sich auf sehr gutem Niveau“, kommentierte SV DJK-Coach Nicole Hollo-Vaughan. „Beim 8:9 im Entscheidungssatz bekam ich den Ball auf die Schlägerkante. Wenn ich den mache, hätte ich das Spiel gern noch erlebt. Sabine hatte zwar Aufschlag, aber damit besaß ich keine Probleme. Ich baute mein Spiel über die Rückhand auf“, berichtete Göbel. Tanja Krämer verpasste nach einem 10:8 im zweiten Abschnitt, die vielleicht entscheidende Führung gegen Silbereisen, die zum 14:12 und insgesamt 3:1-Erfolg rechtzeitig den Kopf aus der Schlinge zog. Die Doppel verliefen zum 1:1 erwartungsgemäß. TVB-Neuzugang Leonie Hartbrich kam zu ihrer Premiere an der Seite von Jennie Wolf. Die Zwei durften mit ihrer Vorstellung gegen Winter/Silbereisen trotz der 0:3-Niederlage zufrieden sein. „Ich spielte ja selbst und bekam nicht viel mit, aber andere Paarungen verloren schon deutlicher“, so Göbel.  

Im Einzel übernahm die Niederländerin Yana Timina die Position vier, die aber gegen Bernadett Balint unerwartet glatt mit 4:11, 9:11, 9:11 unterlag. „Bernadett war gegen eine neue Konkurrentin hochmotiviert“, sagte Hollo-Vaughan. „Yana kam mit der Spielweise der Rumänin nicht klar, die unter anderem auch von ihrem Aufschlag lebte“, meinte die TVB-Teamführerin. Am Nebentisch entwickelte sich zwischen Wolf und Sibel Remzi ein offener Schlagabtausch. Eine 2:1-Satzführung sorgte bei der Mädchen-Nationalspielerin für Zuversicht, doch auch diese Partie kippte zum 2:3. Im vierten Durchgang lag Wolf mit 6:5 aussichtsreich in Front. „Sibel setzte sich wieder positiv in Szene. Unser Neuzugang passt auch menschlich super zu uns. Im vierten Satz nahmen wir ein Time-out. Der Tipp, fester mit der Vorhand aufzutrumpfen, entpuppte sich als richtig. Sibel traute sich dann auch mehr zu“, lobte Hollo-Vaughan, der aber auch die Fortschritte bei Wolf nicht entgangen waren. „Sibel spielte klug gegen Jennie, bei der die Leistungskurve trotzdem nach oben zeigt. Nach dem 0:2 im fünften Satz schaltete sich bei Jennie wohl der Kopf ein“, meinte Göbel. Doch so nahm die Niederlage für die Gastgeberinnen ihren Lauf, obwohl sich auch Krämer beim 1:3 gegen Winter mehr als achtbar aus der Affäre zog. Die verpasste Möglichkeit kristallisierte gleich im ersten Satz nach einem 10:9 zum 11:13 heraus. „Das Ergebnis ist ein, zwei Punkte zu hoch ausgefallen. Gegen Kolbermoor kann man verlieren, sodass wir nicht enttäuscht sind“, lautete das Fazit von Göbel. 

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