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Mannschaftssport Erwachsene  

Ein Fußballer unterstützt Zweitligist Bad Königshofen

Bernd Knahn unterstützt den Zweitliga-Spitzenreiter TSV Bad Königshofen im Bereich Marketing. Der aus dem Fußball stammende Knahn hat seine Leidenschaft für Tischtennis entdeckt und gibt Einblick in die Arbeit bei den Unterfranken.

So sieht es aus, wenn der TSV Bad Königshofen ein Heimspiel ausrichtet. Am Samstag geht's gegen den 1. FC Köln (Foto: Zacher)

Der Mann kommt eigentlich aus dem Fußball, hat früher in der dritthöchsten Spielklasse gekickt, in Studienzeiten sogar mal für AJ Auxerre in der zweiten Liga Frankreichs. Für seinen Heimatclub Bad Königshofen und Traditionsclubs wie die Würzburger Kickers und Schweinfurt 05 schnürte er die Fußballschuhe und ist momentan noch als Trainer unterwegs. Zur großen Leidenschaft Fußball ist eine zweite, mindestens gleichwertige hinzugekommen: Tischtennis. Seit Bernd Knahn vor gut fünf Jahren bei einem Heimspiel des TSV vorbeischaute, fasziniert ihn der Sport. Die Begeisterung geht soweit, dass Knahn – der Sport studierte, als Sportlehrer arbeitete und ein Sportgeschäft führte – begann, die Tischtennis-Abteilung im Bereich Marketing zu unterstützen.

"Kann nicht verstehen, warum Tischtennis so ein Schattendasein fristet"

„Mich hat Tischtennis von Anfang an begeistert. Der Sport ist faszinierend und glaubwürdig, die Spieler sehr sympathisch. Wir haben mit unserem Eigengewächs Kilian Ort einen Vorzeigeathleten, der mich schon als jugendlicher Sportler vor allem mit seiner mentalen Stärke beeindruckt hat. Ich kann nicht verstehen, warum Tischtennis so ein Schattendasein fristet. Da müsste meiner Meinung nach mehr herauszuholen sein. Immer wenn ich mal jemand zum Tischtennis mitgenommen habe, war er danach begeistert“, erzählt Knahn. In Bad Königshofen sieht sich der Marketingmann eher im Hintergrund, sein Hauptaufgabenfeld sei die Entwicklung neuer Ideen, "um die Außendarstellung der Sportart zu verbessern".

Auch die Zuschauer „als Kunden“ sind ihm wichtig. Knahn: „Wir haben eine Befragung gemacht, die natürlich nicht repräsentativ ist, aber eben sehr interessant war.“ Bei der Umfrage kam heraus, dass ein nicht unerheblicher Teil des Publikums eine beträchtliche Kilometer-Anzahl fährt, um zum Heimspiel des TSV zu kommen. Der Zuschauerschnitt lag in der vergangenen Saison bei der erstligareifen Zahl von 350. „Wir müssen wissen, was der Kunde will, wenn man den Sport weiter entwickeln möchte“, sagt Knahn und fügt an: „Meine Erfahrung ist: Bis eine Sache wirklich bei den Leuten ankommt, dauert es. Wir müssen an allen Fronten kämpfen. Bereits den Status Quo aufrecht zu erhalten, erfordert für uns schon sehr viel Engagement.“

Anzeigenkampgane als Win-Win-Situation

Der Verein ist zwar gut aufgestellt, was etwa die Präsentation der Heimspiele, das Live-Streaming aus der Halle oder die Öffentlichkeitsarbeit zeigt. "Trotzdem sind wir in der Marketingabteilung stets auf der Suche nach neuen Ideen und haben dabei die uneingeschränkte Rückendeckung von Manager Andreas Albert, der im übrigen hervorragende Arbeit leistet", betont Knahn. Eine Neuerung: In dieser Saison werden sämtliche Heimspiele mit einer großflächigen Anzeige in drei Anzeigenblättern beworben. Dazu erscheint jeweils ein PR-Text der Geschäftspartner, für die eine zusätzliche, personalisierte Plattform geschaffen wurde. Es ist eine klassische Win-Win-Situation: Die Partner können sich öffentlich darstellen, und der TSV weist prominent auf seine Heimspiele hin. Zur Partie gegen Köln am Samstag (19 Uhr) erreicht der Club im Raum Rhön-Grabfeld, Südthüringen und den Hassbergkreis knapp 120.000 Haushalte.

Die TTBL könnte wieder Thema werden

Sportlich könnte es derzeit nicht besser laufen. Nach bisher vier Spieltagen grüßt Bad Königshofen ohne Punktverlust von der Spitze. Beim amtierenden Meister ist das 20-jährige Aushängeschild Kilian Ort nach überstandener Schulterverletzung auf dem Weg zur alten Stärke und im zweiten Paarkreuz eine absolute Bank. Am Samstag gegen Köln soll die Siegesserie fortgesetzt werden. Bei drei Punkten Vorsprung in der Tabelle zu diesem frühen Saisonzeitpunkt dürfte das Thema TTBL bald wieder akut werden. „Noch ist die Saison jung. Aber sollten wir nach der Hinrunde einen gewissen Vorsprung haben, muss man sich sicher intensiv mit dem Thema Aufsteig beschäftigen“, sagt Bernd Knahn. Bad Königshofen, das vergangene Saison auf den Aufstieg verzichtete, ist weiterhin das Spielsystem im Oberhaus ein Dorn im Auge. „Klar hätte die TTBL auch aus Marketinggründen einen Reiz, aber es lässt sich unseren Zuschauern und Sponsoren mit dem Dreier-System leider nur sehr schwer verkaufen“, so Knahn.

2. Bundesliga Herren:
Samstag (19 Uhr): TSV Bad Königshofen – 1. FC Köln
Zum Live-Streaming auf sportdeutschland.tv

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