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Einzelsport Jugend  

Endlich den Bann gebrochen

Sarah Mantz spricht im Interview über ihren Erfolg beim DTTB Top 24-Turnier und ihre nächsten Ziele

Sarah Mantz bei den Bayerischen Meisterschaften im Januar. Eigentlich ist die 17-Jährige Linkshänderin (Foto: Nils Rack)

Am Tag nach ihrem Triumph beim DTTB Top 24 in Neckarsulm gab ihr Coach Alex Yahmed trainingsfrei; Sarah Mantz konnte bei ihrer Familie in Kolbermoor entspannen und ihren Erfolg etwas genießen. Dienstagfrüh steht die 17-Jährige vom TSV Schwabhausen, wo sie einen Bundesfreiwilligendienst absolviert und in der 2. und 3. Bundesliga zum Einsatz kommt, wieder in der Halle. Die junge Frau mit der feinen Technik und dem Ballgefühl in der rechten Hand – obwohl Sarah eigentlich Linkshänderin ist (!) – hatte in zwei großen Finals (DTTB Top 48 2016 und 2017) jeweils gegen Qian Wan (Düsseldorf) nach 2:0-Führung noch bittere Niederlagen einstecken müssen. Diesmal kam es anders. Warum Sarah der Erfolg beim Top 24 so wichtig ist, erzählt sie im Interview.

Hallo Sarah, herzlichen Glückwunsch zum Sieg beim DTTB Top 24. Was bedeutet dir dieser Erfolg?
Sarah Mantz: Der Erfolg bedeutet mir schon sehr viel, weil ich in den letzten Wochen und Monaten sehr viel trainiert und hart an mir gearbeitet habe. So konnte ich mir und den anderen zeigen, dass sich das Training ausgezahlt hat.

Im Finale des DTTB Top 48 2016 und in diesem Jahr hast du jeweils im Finale 2:0 gegen Qian Wan geführt und verloren. Diesmal hast du sie im Finale mit 3:0 besiegt. Wie bist du mit der vorherigen negativen Erfahrung umgegangen?
Sarah Mantz: Da ich gegen sie sogar die letzten drei Male immer 2:0 geführt und noch 2:3 verloren habe, hatte ich ehrlich gesagt schon ein wenig Angst. Wir sind beim Top 24 am Samstag auch schon in der Vorrundengruppe aufeinandergetroffen, dort habe ich gleich 0:1 hinten gelegen und nicht 2:0 geführt. Da dachte ich mir, dass der Bann gebrochen ist und später hatte ich im Finale bei meiner 2:0-Führung auch nicht mehr so eine Angst.

Du absolvierst einen Bundesfreiwilligendienst beim TSV Schwabhausen und bist gleichzeitig Leistungssportlerin, Mitglied im C-Kader des DTTB. Wie sieht dein Tagesablauf aus?
Sarah Mantz: Ich trainiere jeden Tag zweimal, morgens und abends – außer dienstags und donnerstags, wo ich nur einmal in der Früh trainiere. Für den Bundesfreiwilligendienst mache ich zweimal pro Woche Kindertraining und am Wochenende – wenn ich selber kein Spiel habe – coache ich den Nachwuchs bei Spielen und Turnieren.

Was sind deine kurz- und mittelfristigen Ziele?
Sarah Mantz: Mit diesem Erfolg beim Top 24 hoffe ich, dass ich demnächst auch internationale Turniere spielen darf. Im Dezember möchte ich meinen Titel bei den Bayerischen Jugendmeisterschaften zum dritten Mal verteidigen und 2018 die Europameisterschaften spielen.

Sarah, vielen Dank für das Gespräch!

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