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Scharfe Salate, viel Aufschlag-Rückschlag und Muskelkater

Mike Hollo, Daniel Rinderer und Felix Wetzel kehrten vom Trainingscamp aus China zurück.

Daniel Rinderer, Mike Hollo, Felix Wetzel in der Trainingshalle (Fotos: privat)

Hartes Training, Sightseeing und Einblick in das Tischtennis-Mekka: Bayerns Schüler-Nationalspieler Daniel Rinderer (FC Bayern München), Felix Wetzel (SB DJK Rosenheim) und Mike Hollo (SV DJK Kolbermoor) waren mit dem DTTB-Kader unlängst zwei Wochen in China; das Land, das Olympiasieger und Weltmeister in Serie hervorbringt. Für Hollo war es das erste Mal im Reich der Mitte. Dienstagfrüh kamen die drei zurück. „Da habe ich den Jetlag schon gemerkt, heute geht es wieder ganz gut“, sagt Mike Hollo, der am Mittwoch noch schulfrei hat.

In einer TT-Schule in der Millionenstadt Chengdu absolvierte das Trio mit vier weiteren deutschen Nachwuchsspielern ein Trainingscamp. Als Sparringspartner fungierten chinesische Talente, überwacht wurden die Einheiten von Schüler-Bundestrainerin Eva Jeler und Kollegen aus China. „Die meisten von den chinesischen Spielern waren zwischen 16 und 18 Jahre alt, ein paar auch zwischen 10 und 12. Manche waren besser als wir, ein Teil vom Niveau her ähnlich. Die Kleinen hatten für ihr Alter aber schon ein sehr hohes Niveau“, erzählt Hollo.

Für den 13-Jährigen vom SV DJK Kolbermoor war es der erste Aufenthalt in China überhaupt. Täglich standen bis zu drei Trainingseinheiten auf dem Programm. Vormittags zwischen 9 und 11.30 Uhr und nachmittags zwischen 15 und 17.30 Uhr hieß es: Tischtennis. Abends gab es eine zusätzliche Einheit sowie Aufschlag- oder Krafttraining.

Die chinesischen Trainer gaben die Tischtennis-Übungen vor. „Es war viel Aufschlag-Rückschlag und Beinarbeit dabei. Die Übungen dauern generell länger als bei uns, bis zu 15 Minuten“, erzählt Hollo.  Die sieben deutschen Nachwuchsspieler trainierten jeweils mit chinesischen Sparringspartnern, nicht untereinander. Die Verständigung beschränkte sich auf wenige Vokabeln. „Das war echt schwierig. Mehr als ein paar Brocken Englisch konnten die chinesischen Spieler nicht.“ Der eine oder andere Wettkampf wurde auch absolviert. Einmal durften Hollo und Co gegen ältere Studenten ran, frühere Provinzspieler. „Die waren schon sehr gut. Da hatten wir wenig Chancen“, sagt Hollo. Insgesamt herrschte eine große Disziplin, während des Trainings und danach. Nur fünf Minuten Handynutzung am Tag waren erlaubt.

Zeit, um die fremde Kultur und einige Sehenswürdigkeiten anzuschauen, blieb am Wochenende oder am Abend. „Wir haben Pandas angeschaut, uns eine alte Stadt angesehen, Tempelanlagen oder Chengdu selbst“, so Hollo. Einen Kulturschock habe er nicht bekommen. Auch das Essen war nur anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. „Das ging ganz gut. Wir hatten einen eigenen Koch, der hat meistens Reis oder Nudeln gemacht. Häufig gab es Chicken Wings.“ Nur bei einer Salatbestellung in einem Restaurant wurde der Schüler überrascht. „Der Salat sah nicht so scharf aus, war er dann aber doch - und zwar richtig."

Insgesamt sei China eine wertvolle Erfahrung gewesen. „Wir haben viel gelernt, das Training war sehr gut. Von der Anstrengung war es vergleichbar mit den DTTB-Lehrgängen“, sagt Hollo. Der eine oder anderen Muskelkater musste überwunden werden - für die Nachwuchs-Leistungssportler aber kein Problem. Inwieweit sich das Training auswirkt, sieht man in den kommenden Wochen und Monaten. Nach einem DTTB-Kaderlehrgang in zwei Wochen finden die Spanish Open statt. Rinderer, Wetzel und Hollo haben in diesem Jahr aber vor allem ein Ziel: die Jugend-Euros vom 14.-23. Juli in Guimarães (Portugal).

Bereits 2015 war eine Delegation des BTTV unter Honorartrainerin Yunli Schreiner und Verbandstrainer Cornel Borsos in China gewesen (der BTTV berichtete) und hatte interessante Einblicke von der Tischtennis-Supermacht erhalten. 

Mike Hollo mit Felix Köhler (Kaiserslautern)
Die Millionenstadt Chengdu bei Tag...
...und am Abend
Nudelsuppe als Snack zwischendurch
Sightseeing in Chengdu

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