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Personal/Hintergrund  

"Immer mal was Neues einfallen lassen"

Jürgen Hasenbach, Vorsitzender des TSV Nittenau, nach den DM der Leistungsklassen

Jürgen Hasenbach, Spitzname ''Hasi'', mit dem passenden Motiv, aufgenommen beim 50-jährigen Gründungsjubiläum desKleintierzuchtvereins, wo der TSV Nittenau beim Festzug dabei war.

Der 11. Juni 1988 ist für Jürgen Hasenbach aus zweierlei Gründen ein bedeutender Tag: An dem Tag wurde Hasenbach 18 Jahre jung, und obendrein begann für ihn eine persönliche Ehrenamts-Reise. Am Tag seiner Volljährigkeit legte der Nittenauer seine Bezirksschiedsrichterprüfung ab, die eigentliche Feier zum 18. musste eine Woche später stattfinden. Die Schiedsrichter-Ausbildung war so etwas wie der Startschuss zu einer Funktionärs-Laufbahn, von der Vereins- bis zur Verbandsebene, von Beisitzer über Fachwart bis hin zu Abteilungsleiter und Klubchef. Seit drei Jahren führt Jürgen Hasenbach den TSV Nittenau (1200 Mitglieder) als Vorsitzender, zuvor war er 14 Jahre Abteilungsleiter Tischtennis. Was er in der Funktionärs-Zeit vor allem gelernt hat: „Kritik aufnehmen, aber nie persönlich nehmen.“ Anlass zur Kritik dürfte es zumindest von externer Seite zuletzt kaum gegeben haben.

In den vergangenen Jahren haben sich die Oberpfälzer bayern- und bundesweit einen Namen gemacht, erhielten dafür unter anderem den Michael-Esterl-Gedächtnispreis des BTTV im Jahr 2016. Neben mehreren Verbandsturnieren fungierte der TSV Nittenau als Ausrichter der Deutschen Seniorenmeisterschaften 2012 und organisierte vor zwei Wochen erstmalig die Deutschen Meisterschaften der Leistungsklassen mit annährend 192 Startern. „Im Großen und Ganzen ist es gut gelaufen. Zur Grillparty am Samstagabend hätte es ein bisschen wärmer sein können, aber so etwas können wir eh nicht beeinflussen und nehmen es gelassen hin“, bleibt Hasenbach in seinem Fazit eher bescheiden.

Einmal mehr bewiesen die Nittenauer ihre Erfahrung und ihr Knowhow, wenn es um das Austragen von Veranstaltungen geht, bei denen – so das eigene Credo – „immer die Sportler im Vordergrund stehen“. Eigene Event-Facebook- und Webseite, stets aktuelle Informationen für Teilnehmer und Fans, dazu jede Menge Fotos und Videos – Maßstäbe setzt Nittenau vor allem mit einer professionellen Öffentlichkeitsarbeit. Dass der Vereinsvorsitzende IT-Fachmann ist, hilft vor allem auf dieser Ebene. Ansonsten kann Hasenbach auf die Unterstützung der Tischtennis-Abteilung um deren Leiter Manfred Schiegl zählen. 40 Helfer sorgten für bei den DM Leistungsklassen für das Wohl von Teilnehmern und Zuschauenr. Ein Großteil der Arbeit sei bereits im Vorfeld gelaufen, so Hasenbach. „Das beschränkt sich dann meistens auch auf einen kleineren Kreis.“ In der Woche nach dem Turnier fielen noch einige Aufräumarbeiten an. Manche Teilnehmer machten im Nachgang noch von der Option Gebrauch, sich ein eigenes Veranstaltungs-T-Shirt zu bestellen. Die Shirts konnten individuell beschriftet werden. „Eine Starterin möchte den Schriftzug: ‚Nur ein Versuch‘“, schmunzelt Hasenbach.

Bis 2018 sind die Bayerischen B/C/D Meisterschaften vom BTTV an den TSV Nittenau vergeben worden, in diesem Jahr findet das Turnier zum dritten Mal in Folge in der Oberpfalz statt. „Natürlich leben wir auch von einer gewissen Routine. Aber wenn alles nur zur Routine wird, dann wird es langweilig und wir können es auch gleich sein lassen. Daher versuchen wir, uns auch immer mal was Neues einfallen zu lassen“, betont Hasenbach. Der 47-Jährige verhehlt aber auch nicht, dass eine Turnierpause der Abteilung mal gut zu Gesicht stünde. „Wir werden nach 2018 vorerst eine Pause einlegen und uns nicht aktiv um eine Veranstaltung bewerben.“ Eine Ausnahme könnte es vielleicht geben, dann nämlich, wenn ein Länderspiel zu vergeben ist. Die Nationalmannschaft in Nittenau zu Gast - diese Schlagzeile würde man nicht nur im Landkreis Schwandorf gerne lesen.

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