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Mannschaftssport Jugend  

60. Nachwuchs-Europameisterschaften in Guimaraes/Portugal

Schüler landen auf Platz sieben, Mädchen auf Rang neun

Franziska Schreiner und ihre Nationalmannschaftskolleginnen machten das beste aus ihrer Achtelfinalniederlage gegen Russland: Platz neun für die DTTB-Mädchenauswahl. Foto: Steinbrenner

Bei den 60. Nachwuchs-Europameisterschaften in Guimaraes/Portugal sind gestern die Team-Wettbewerbe zu Ende gegangen, heute beginnen die Individualbewerbe. Höchste Zeit für eine kurze Zwischenbilanz. Wie ist den fünf bayerischen Startern im Nationaltrikot bislang ergangen? Angeführt von Felix Wetzel (DJK SB Rosenheim, Einzelbilanz: 6:4) und Daniel Rinderer (FC Bayern München, Einzelbilanz: 3:2) sowie mit „Teamküken“ Mike Hollo (SV DJK Kolbermoor, Einzelbilanz: 0:2), der noch zwei weitere Schülerjahre vor sich hat und in Guimaraes in erster Linie zum Schnuppern dabei ist, beendeten Deutschlands U15-Schüler den Mannschaftswettbewerb auf dem siebten Rang. Den Einzug in die Medaillenränge hatte die DTTB-Auswahl ob einer 0:3-Viertelfinalpleite gegen Ungarn letztlich deutlich verpasst. Zu einem besseren Resultat fehlte es dem DTTB-Team, in dem nur Rinderer bereits über EM-Erfahrung verfügte, vor allem an Erfahrung und Stabilität.
"Es besteht nur dann eine Siegchance, wenn die Jungs ihr bestmögliches Tischtennis zeigen können“, hatte Schüler-Bundestrainerin Eva Jeler vor dem Viertelfinale gegen Ungarn gesagt. Jeler behielt mit dieser Aussage recht, denn bei der 0:3-Niederlage gelang es Rinderer und Wetzel nicht, an ihre Leistungen aus den vorherigen Partien anzuknüpfen. „Wir haben uns unter Preis verkauft", sagte Jeler.

Deutschlands U18-Mädchen mit den beiden erst 15-jährigen BTTV-Assen Franziska Schreiner (TV Hofstetten, Einzelbilanz: 4:1) und Laura Tiefenbrunner (SV DJK Kolbermoor, Einzelbilanz: 3:1) holten nach einer 0:3-Niederlage im Achtelfinale gegen den späteren Titelträger Russland noch das bestmögliche Ergebnis heraus. Durch drei Siege in der Platzierungsrunde reichte es für das Quintett von Bundestrainerin Dana Weber zum neunten Rang.

BTTV-Verbandstrainerin und Leistungssportreferentin Krisztina Toth hat das Geschehen vor Ort von der Tribüne verfolgt. Ihr Eindruck: „Der DTTB-Mädchen Mannschaft hatten wir im Vorfeld etwas mehr zugetraut, aber ich denke, dass Franzi und Laura bei ihren Einsätzen eine gute Leistung gezeigt haben und ich traue den Mädels in den Individualkonkurrenzen schon was zu. Die Schüler haben recht brav gespielt. Wenn Daniel ein bisschen gewackelt hat, hat Felix sehr gut gespielt, wenn Felix ein bisschen unsicher war, hat Dani den Sack zugemacht. Bei der 0:3-Viertelfinalniederlage gegen Ungarn hat man gesehen, dass die deutschen Spieler noch nicht so viel EM Erfahrung haben beziehungsweise die Ungarn einfach besser waren. In diesem Spiel habe ich allerdings ein bisschen mehr von den Jungs erwartet, sie haben zu schnell aufgegeben, wenn es nicht gut lief. Mike hat sich bei seinem Einsatz gegen Schweden auch gut verkauft. Er ist hier vor allem um Erfahrung zu sammeln, kann aber mit mehr Selbstvertrauen in die Individualwettbewerbe gehen.  Insgesamt können wir mit der Leistung zufrieden sein. Ansonsten fällt auf: Russland ist bärenstark, war in allen vier Mannschaft-Finales vertreten und hat drei davon gewonnen, auch Frankreich ist enorm stark. Toll war natürlich der Gold-Triumph der DTTB-U18-Jungs. Es ist schön mal Europas derzeit größte Nachwuchstalente live zu erleben. Man kann viel lernen", so die Bilanz der Team-Wettbewerbe von BTTV-Verbandstrainerin Krisztina Toth.

Ausführliche Infos/Ergebnisse: 

www.tischtennis.de

www.ettu.org

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