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Mannschaftssport Erwachsene  

Bad Königshofen nur noch ein Sieg vom Final Four entfernt

TTBL-Aufsteiger gewinnt packendes Pokal-Franken-Derby beim Zweitligisten TV Hilpoltstein

Die Mannschaft des TSV Bad Königshofen (Foto: Verein)

Erstmals in seiner Vereinshistorie hat der TSV Bad Königshofen das Viertelfinale um die Deutsche Pokalmeisterschaft erreicht und ist nur noch ein Sieg vom Final Four am 6. Januar 2018 in Neu-Ulm entfernt. Im Achtelfinale und Franken-Derby beim Zweitligisten TV Hilpoltstein sicherte sich der TTBL-Aufsteiger am Freitagabend das Ticket für die Runde der acht, musste beim 3:1-Erfolg im Hilpoltsteiner Hexenkessel aber alles aufbieten. "Sie haben uns die große Favoritenrolle zugeschoben, obwohl wir nominell vielleicht ein starkes Zweitligateam sind. Wir wussten aber, was auf uns zukommt, waren gewarnt. In Hilpoltstein zu spielen ist generell immer schwer. Die Zuschauer sind nah dran, machen ordentlich Stimmung", sagte Kilian Ort, der aus Sicht der Gäste für die 1:0-Führung sorgte. Kurios dabei: Gegen Alexander Flemming führte der Jung-Nationalspieler mit 7:0 im ersten Satz, verlor diesen dann noch 8:11. "Das kann schon mal passieren. Alex hat einen Ball ums Netz zum 1:7 gespielt und kam dann in seinen 'Flash-Mood', wie mein Teamkollege Filip Zeljko es bezeichnet. Gegen Alex hast du erst gewonnen, wenn du elf Punkte hast, er kämpft eben wie ein Schwein. Am Ende habe ich die Partie aber doch recht sicher nach Hause gebracht", sagte Ort. 

Wer glaubte, damit sei die Vorentscheidung bereits gefallen, hatte nicht Hilpoltsteins Petr David auf dem Schirm. Der Tscheche agierte gegen Königshofens japanischen Topspieler Oikawa - immerhin die Nummer 88 in der Weltrangliste - taktisch geschickt, spielte auf höchstem Level und glich mit einem vor allem in der Höhe unerwarteten 3:0-Sieg für die Hausherren aus.

Im "Hippodrome" nährte sich wieder die Hoffnung auf eine Überraschung. Und beinahe hätte es Nico Christ gegen Sloweniens Rohdiamanten, den 19-jährigen Team-EM-Bronzemedaillengewinner Darko Jorgic, in den Entscheidungssatz geschafft, im vierten umkämpften Durchgang gewann Jorgic in der Verlängerung. 

Mizuki Oikawa machte für Bad Königshofen letztlich den Deckel drauf. Zuvor in zwei Duellen gegen Alexander Flemming sieglos geblieben, triumphierte diesmal der Japaner, auch weil er in den entscheidenden Momenten - Verlängerung von Satz zwei und drei - einen Tick konstanter war. 

Für den TV Hilpoltstein, bei dem die Erinnerungen an das einmalige Erlebnis beim Final Four 2017 noch sehr präsent sind - in der Stadthalle hängen zwei große Foto-Banner von dem Tag - zeigte eine couragierte Leistung,

"Favorit war heute definitiv Bad Königshofen. Wir sind bekannt, dass wir auch mal einen größeren Gegner ärgern können. Dazu muss alles passen. Das hat heute leider nicht funktioniert. Alex hat heute nicht richtig ins Spiel gefunden. Schade. Wenn wir hier mit 1:0 in Führung gehen, dann brennt der Hippodrome. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, aber um so einen Gegner zu ärgern, muss einfach alles mehr als 100 Prozent stimmen", resümierte Hilpoltsteins Dennis Dickhardt. 

Für beide Mannschaften geht es bereits am Sonntag in der Liga weiter. Bad Königshofen muss in Grünwettersbach ran, in Liga zwei empfängt Hilpoltstein die Gäste aus Hamm. Am Montag findet die Auslosung des Pokal-Viertelfinals statt, wo die Unterfranken auf ein machbares Los hoffen. 

TV 1879 Hilpoltstein – TSV Bad Königshofen 1:3
Alexander Flemming – Kilian Ort 1:3 (11:8, 5:11, 6:11, 9:11)
Petr David – Mizuki Oikawa 3:0 (11:8, 11:8, 12:10)
Nico Christ – Darko Jorgic 1:3 (5:11, 8:11, 11:4, 11:13)
Alexander Flemming – Mizuki Oikawa 0:3 (6:11, 10:12, 12:14)
Zuschauer: 210

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