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Personal/Hintergrund  

BTTV-Delegation saß am Stockholmer Flughafen fest

Starker Schneefall schränkte den Flugverkehr ein / Abflug 30 Stunden später als geplant

Warten, warten, warten: links im Bild Sarah Mantz, Franzi Schreiner, Cornel Borsos (Foto: privat)

Nach Anreise und mehreren Turniertagen bei den ITTF Swedish Junior & Cadet Open und Safir Internationals in Örebro freuten sich Spieler und Trainer auf Zuhause. Doch die Abreise gestaltete sich als, gelinde gesagt, schwierig. 

Am Montagmorgen um 9.05 Uhr hätte der Flieger nach Frankfurt abheben sollen, starker Schneefall machte aber einen dicken Strich durch diese Rechnung. Fortune hatten Laura Tiefenbrunner und Sarah Mantz, deren Flieger gegen 11 Uhr direkt nach München ging und nur gut eine Stunde Verspätung hatte. "Die beiden hatten echt Glück. Das war einer der ganz, ganz wenigen Flüge, die an dem Tag überhaupt aus Stockholm losgekommen sind", berichtet BTTV-Verbandstrainer Cornel Borsos, der die deutsche Delegation als Trainer und Betreuer mit begleitet hatte. 

Ganzen Tag am Flughafen verbracht

Borsos sowie die Bayern Franziska Schreiner, Naomi Pranjkovic, Mike Hollo, Hannes Hörmann hingegen hatten weniger Glück und mussten am Montag warten. Sehr lange warten. Von morgens, kurz vor 7 Uhr, bis abends um 21 Uhr verbrachte die Gruppe am Flughafen; stets mit der Hoffnung, vielleicht noch in die Heimat zu kommen. Letztlich vergebens.

"Wir hatten erst die Info, dass der Flug um 9.05 Uhr nicht startet. Bis du dann bei so vielen Flugausfällen und hunderten Leuten, die etwas wissen wollen, weitere Infos bekommst, hat es sich auch gezogen. Dann war die nächste Info: Flug um 18.45 Uhr. Problem war auch, dass wir mit ca. 30 Leuten eine ziemlich große Gruppe waren, die schwer in ein Flugzeug untergebracht werden konnte. Am späten Nachmittag haben wir erfahren, dass dieser Flieger auch nicht geht", so Borsos.

Danach habe es wieder knapp zwei Stunden gedauert, bis weitere Infos kamen und die Flüge für den Dienstag geregelt werden konnten. Ein Hotel für die Übernachtung war auch nicht mehr frei. "Gegen 20.30 Uhr haben wir dann die Info erhalten, dass wir doch noch in ein Hotel kommen. Bis dahin waren wir auf eine Übernachtung am Flughafen eingestellt. Gegen 22 Uhr am Abend waren wir dann im Hotel. Die Übernachtung am Flughafen ist glücklicherweise an uns vorübergegangen, die Schülerinnen hatten sich lustigerweise schon drauf eingestellt und sich gefreut, waren dann sogar enttäuscht, dass wir noch einen Hotelplatz gekriegt haben", erzählt Borsos. Am Dienstag um 14.40 Uhr war es dann endlich soweit - und der Flieger hob Richtung Deutschland ab.

Schul-Ausfall, Abhol-Pläne kommen durcheinander

Die Flugverspätungen und die zwischenzeitliche Unwissenheit hatte sich auf die weitere Reiseplanung und die Angehörigen ausgewirkt. "Da ist für einige Familien der Plan komplett durcheinander gekommen", erzählt Cornel Borsos. Naomi Pranjkovic hätte beispielsweise am Montagmittag einen Zug von Frankfurt nach Hause nehmen sollen. Als die Info kam, dass der Flieger erst am Abend startet, machte sich Papa Pranjkovic schon mit dem Auto auf nach Frankfurt. Weil auch der Abend-Flug gecancelt wurde, war diese Fahrt quasi umsonst, Boris Pranjkovic - bereits unterwegs - musste kurzerhand übernachten. "Auch andere Eltern haben teilweise den ganzen Tag am Flughafen verbracht und gewartet", schildert Borsos.

Franziska Schreiner verpasste am Dienstag eine Schulaufgabe, worüber sie, so Borsos, "nur so mittelmäßig traurig war". Mike Hollo und Hannes Hörmann reisten gleich weiter nach Heidelberg zum Bundeskader-Lehrgang. "Die haben einen Lehrgangs-Tag verpassst, was nicht ganz so schlimm war."

Die Swedish Open 2018 werden Spieler und Trainer so schnell nicht vergessen.

Menschenauflauf am Flughafen in Stockholm. Die Informationen von den Airlines kamen sehr spät
Starker Schneefall verhinderte ein Starten der Flugzeuge

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