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TT-Zentrum München  

Vertreter von DOSB und DTTB besuchen Bundesstützpunkt in München

20 Prozent der Stützpunkte stehen auf dem Prüfstand / Entscheidung im Mai

Ortsbesuch in der Milbertshofener Halle: Manuel Hoffmann (von links), Richard Prause, Peter Kreutzer, Petros Sampakidis, Michael Hagmüller, Krisztina Toth

Hoher Besuch: Peter Kreutzer vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und DTTB-Sportdirektor Richard Prause haben am Dienstag den Bundesstützpunkt in München besucht. Hintergrund ist die Spitzensportreform des DOSB, in derem Zuge sportartübergreifend 20 Prozent der Bundestützpunkte geschlossen werden sollen. Noch nicht gesichert ist auch München mit Tischtennis. Eine Aberkennung des Bundesstützpunktes würde für den BTTV massive Einschnitte im Leistungs- und Hochleistungssport bedeuten. Eine Verlängerung des Status‘ ‚Bundesstützpunkt‘ in den Zyklen bis 2020 oder im besten Fall bis 2024 würde der BTTV daher sehr begrüßen, um weiter handlungsfähig zu bleiben.

Weil der DOSB sich selbst vor Ort ein Bild von den Bundestützpunkten machen möchte, ehe im Mai eine Entscheidung gefällt wird, nahmen Kreutzer und Prause den Standort München unter die Lupe, schauten sich die Rahmenbedingungen an und sprachen mit den Verbandstrainern Krisztina Toth und Manuel Hoffmann sowie mit Michael Hagmüller (Referent für Vereinsservice). Kreutzer selbst ist beim DOSB der stellvertretende Ressortleiter für den Olympischen Sommersport.

DOSB beeindruckt von der Zahl der Bundeskader-Athleten im BTTV

„Wir haben uns zunächst eine Stunde über die derzeitige Situation in Bayern und speziell München unterhalten. Peter Kreutzer war beeindruckt von der Zahl unserer Bundeskader-Athleten und betonte, dass wir mit der Konzentration und Zentralisierung auf dem richtigen Weg sind. Er sieht unsere täglichen Anstrengungen“, berichtet Krisztina Toth. Derzeit hat der BTTV zehn Bundeskader-Athleten in seinen Reihen, die regelmäßig täglich oder in Lehrgängen in München vor- und nachmittags unter Hochleistungssportbedingungen trainieren.

Im Anschluss an das Gespräch besuchten Kreutzer und Prause ein Vormittagstraining in Milbertshofen. Weil der BTTV aktuell keine eigene Halle hat, wird mit dem Training auf verschiedene Hallen ausgewichen. Mit dem TSV Milbertshofen besteht ebenso eine Kooperation wie mit weiteren leistungssportlich orientierten Vereinen in München und der Region. Angetan zeigte sich Kreutzer, der eifrig Bilder machte, von den Trainingszeiten vor- und nachmittags und auch von den kurzen Wegen. Das Haus der Athleten, die Trainingsstätte in Milbertshofen und die Eliteschule des Sports (EdS) liegen in einem Radius von fünf bis zehn Minuten (zu Fuß oder U-Bahn). Kreutzer und Prause waren von den modernen Räumlichkeiten der Eliteschule beeindruckt, der Sportkoordinator der EdS, Sebastian Keil, verwies auf die bisherige konstruktive Zusammenarbeit mit dem BTTV und stellte sogar mögliche Trainingszeiten in Aussicht. Schlussendlich machte sich die Gruppe noch ein Bild von der Sportschule Oberhaching, wo der BTTV regelmäßig Trainingslehrgänge abhält.

„Peter Kreutzer und Richard Prause haben sich einen umfassenden Überblick machen können. In vielen Bereichen war Kreutzer doch überrascht, wie gut wir aufgestellt sind. Der DOSB sieht unsere starken Bemühungen und dass wir – obwohl keine eigene Halle vorhanden – in München gemeinsam mit den Kooperationsvereinen eine gute Arbeit machen“, resümierte Krisztina Toth. Der BTTV versuche derweil mit Nachdruck, mehr Kaderathleten an den Bundesstützpunkt München zu bekommen, um die Trainings-Qualität weiter zu steigern. Die Entscheidung, ob München Bundesstützpunkt bleibt, und wenn ja wie lange, wird im Mai fallen. Um seinen Bundesstützpunkt zu festigen, strebt der BTTV weiterhin ein eigenes Tischtennis-Zentrum in München an, wobei sich insbesondere die Standortfrage als bislang sehr schwierig gestaltet.

Weitere Informationen zum Projekt "TT-Zentrum München 2020"

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