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Seniorensport  

39. Deutsche Senioren-Meisterschaften

Moni Dietrich und Josef Merk auf dem Einzel-Thron, Gastgeber Dillingen erntet großes Lob

We make it short: Moni Dietrich war die erfolgreichste BTTV-Starterin in Dillingen. Fotos: Dieter Gömann (TTV Niedersachsen)

Spieler, Funktionäre und Zuschauer waren sich nach Abschluss der 39. Deutschen Senioren-Meisterschaften einig: Die bayerischen Schwaben vom TV Dillingen machten als Gastgeber des mit knapp 500 Teilnehmern größten, offiziellen Turniers im Bereich des DTTB einen klasse Job. Im sportlichen Wettstreit hörte die weißblaue Gastfreundschaft freilich auf, auch wenn die BTTV Titel- und Medaillenausbeute verglichen mit manch früheren Jahren diesmal nicht ganz so üppig ausfiel: Sechs (Beteiligungen an) Gold, fünf (an) Silber und acht (an) Bronzrängen sind auch stark. 

Moni Dietrich erweitert ihre riesige Sammlung 

Erfolgreichstes Bayern-Ass war wie schon so oft Monika Dietrich (TSV Schwabhausen): Die ehemalige Bundesligaspielerin mit dem feinen linken Händchen fügte ihrer riesigen Titel- und Medaillensammlung Gold im Einzel, Gold im Mixed mit BTTV-Geschäftsführer Dr. Carsten Matthias (TSV Ottobrunn) und Silber im Doppel mit Klubkameradin Beate Greib-Trapp in der AK 50 hinzu. Nicht ganz so gut lief es in der gleichen AK diesmal für die bayerische DM-Königin der Jahre 2016 und 2017: Namensvetterin Gerti Dietrich (DJK SB Regensburg), weder verwandt noch verschwägert, scheiterte als Titelverteidigerin im Einzel unglücklich bereits im Achtelfinale, als Trostpflaster blieb ihr „nur“ der dritte Platz im Doppel mit WTTV-Partnerin Bettina Balfoort. 

Traumergebnis für Josef Merk

Bayerns männlicher Held der Titelkämpfe schlug in der AK 75 auf: Dort erfüllte sich für Josef „Sepp“ Merk (SpVgg Westheim) der Traum von der Thronbesteigung im Einzel. Der agile Topspin-Angereifer stand zudem im Doppel mit Partner Peter Kapitza (TSV Gräfelfing) als Vizemeister auf dem Treppchen. Den Sprung ins Einzelfinale konnte nur einer der beiden schaffen, denn die Wege der Doppelpartner kreuzten sich im Halbfinale; Kapitza blieb Bronze.  

Mit vereinten Kräften zum Titelgewinn 

Die drei bisher noch nicht genannten Titelgewinne bayerischer Sportler kamen allesamt im Doppel zustande: In der AK 50 glückte die Titelverteidigung den Herren Norbert Schölhorn (SpVgg Westheim) und Andy Krämer (TuS Fürstenfeldbruck), der obendrein Dritter im Einzel wurde. Eine Klasse höher (AK 60) konnte Reiner Kürschner (TTC Tiefenlauter) mit WTTV-Dreifachtriumphator Manfred Nieswand seiner Favoritenrolle gerecht werden. Ebenfalls von Setzposition eins auf Platz Nummer eins ging es für Annemarie Häusler (SV Warngau) und die Pfälzerin Christel Diefenbach in der AK 65. Auch im Einzel trumpfte Häusler auf, war hier nur von der ehemaligen Bundesligaspielerin und Abo-Titelgewinnerin Rose Diebold zu bezwingen. 

Weitere bayerische Medaillensammler 

Ebenfalls zweifach dekoriert trat Rosi Berg (TTC Sonthofen) die Heimreise an: Sie holte bei den Damen der AK 75 sowohl im Einzel als auch im Doppel mit BTTV-Kollegin Gisela Fiedler (TSV Katzwang) Bronze. Eine identische Ausbeute verbuchte Rolf Eberhardt (TTC Tiefenlauter), der bei den Herren 65 als Solist sowie im Zusammenspiel mit seinem bayerischen Partner Paul Beisler (1. FC Hösbach) bis ins Halbfinale vordrang. Im Damen-Doppel der höchsten AKs sicherten sich Edeltraut Barth (VfL Neustadt bei Coburg, AK 75) und Christl Rupprecht (TSV Schondorf, AK 80) zusammen mit ihren "auswärtigen" Partnerinnen Lore Eichhorn (BaTTV) bzw. Lita Heinrich (WTTV) jeweils den zweiten Platz. Bleibt noch eine Medaille zu nennen, die einzige in der vermeintlichen Königsdisziplin der AK 40: Katja Bussmann (SB Versbach) und Markus Hummel (TTSC Kümmersbruck) bekamen sie im Mixed in bronzener Farbe umgehängt. 

Alle Ergebnisse auf MKTT Online

Großes Miteinander 

Was aber auch die, die es nicht auf Stockerl geschafft haben, mitnehmen durften, sind viele schöne Erinnerungen an ein echtes Event, bei dem bei allem Ehrgeiz und sportlichen Gegeneinander auch diesmal der Spaß und das Miteinander ganz großgeschrieben wurden. Ob auf der Tribüne, an den Biertischen vor den Hallen oder beim geselligen Abend am Sonntag: Hier wurden teils schon seit vielen Jahren und Jahrzehnten bestehende Freund- und Bekanntschaften gehegt, gepflegt, intensiviert und neue Bande geknüpft.

„Top und schwer zu toppen“  

Selbst nach drei langen und kräftezehrenden Turniertagen herrschte ganz überwiegend noch beste Stimmung. Auch bei Bettina Staudenecker, der DTTB-Ressortleiterin Seniorensport, die sich von Gastgeber TV Dillingen schwer beeindruckt zeigte: „Was das Dillinger Team mit Abteilungsleiter Martin Lodner und Projektleiter Sebastian Erdt an der Spitze und rund 90 unermüdlichen Helfern hier auf die Beine gestellt hat, war von A bis Z absolut top und hat in so mancher Hinsicht neue Maßstäbe gesetzt, die schwer zu toppen sein werden. Ich muss zugeben, dass ich im Vorfeld etwas Bammel hatte, was die Austragung in zwei, etwas über einen Kilometer voneinander entfernt liegenden Spielstätten betrifft, doch auch diese logistische Erschwernis stemmten die Dillinger mit Bravour.“ Und was sagen die Gelobten selbst?Stellvertretend Martin Lodner: „Alle Mühen der rund einjährigen Planung und Vorbereitung haben sich gelohnt. Wir sind mit dem Verlauf in jeder Hinsicht sehr zufrieden und freuen uns natürlich über die vielen positiven Rückmeldungen, die wir bspw. für unsere 6 x 3 große LED-Wall im Außenbereich der Haupthalle bekommen haben.“ (Live-)Bilder aus der Halle waren auf dieser ebenso zu sehen wie die royale Hochzeit und das DFB-Pokalfinale. 

 

 

Josef Merk erfüllte sich in der AK 75 im Westheimer Trikot den Traum von Einzel-Gold.
Andy Krämer und Norbert Schölhorn verteidigten den Dt. Meistertitel im Doppel der AK 50.
Bei der Siegerehrung im Mixed AK 50 standen Moni Dietrich und Carsten Matthias auf dem obersten Siegertreppchen.
Kam gut an: Die große LED-Wall im Außenbereich der Halle.

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