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Personal/Hintergrund  

"Ich habe mir selber nicht so viel Druck gemacht"

Franziska Schreiner spricht über ihre Qualifikation für die Youth Olympic Games in Buenos Aires

Das Finale der Canadian Open verlor Franzi zwar gegen die Polin Wegrzyn, bei der wichtigeren YOG-Quali aber stand die Bayerin am Ende ganz oben

"Ich bin sehr happy, dass ich das Olympia-Ticket gelöst habe", sagt Franziska Schreiner wenige Tage nach ihrer erfolgreichen Qualifikation für die Youth Olympic Games (YOG, Olympischen Jugendspiele), die vom 6. bis 18. Oktober in Buenos Aires stattfinden. Beim sechsten und letztmöglichen Qualifikationsversuch im kanadischen Markham (nördlich von Toronto) war die 16-jährige Mädchen-Nationalspielerin aus Kleinwallstadt zur Stelle. Am ersten Turniertag unterlag Schreiner im Finale noch der starken Nordkoreanerin Pyon Song Gyong, im zweiten Anlauf tags darauf konnte die Unterfränkin dann keiner mehr stoppen. Das Endspiel gegen die Tschechin Zdena Blaskova gewann Schreiner mit 4:2, zeigte dabei nicht nur eine gute Leistung sondern auch Nervenstärke. "Im sechsten Satz habe ich 0:6 hinten gelegen. Ich habe nicht aufgegeben sondern einfach weitergespielt und um jeden Ball gekämpft", erklärt die Schülerin ihr Rezept. 

Dass es für Franziska Schreiner die allerletzte Chance war, sich für die YOG zu qualifizieren, merkte man ihr kaum an. "Natürlich hat man immer Druck bei solchen einem Quali-Turnier. Olympia gibt es schließlich nur alle vier Jahre. Ich habe mir selber nicht so viel Druck gemacht, habe versucht, die Erfahrung zu genießen und in jedem Match das Beste rauszuholen. Zum Glück habe ich es am zweiten Tag, obwohl ich eine starke Auslosung hatte, es geschafft, in das Finale zu kommen und dort zu gewinnen", berichtet Schreiner. Nur jeweils die Gewinnerin der beiden Turniere löste das YOG-Ticket.

Schulstress nach der erfolgreichen Qualifikation

Vor den beiden Qualifikations-Wettkämpfen hatte Schreiner zur Einstimmung noch die Canadian Junior Open mitgespielt und mit einem sehr guten zweiten Platz beendet. "Das Turnier war sehr, sehr wichtig für mich. Ich hatte einfach mehr Zeit, mich auf die Wettkämpfe der YOG-Qualifikation besser vorzubereiten, habe auch am Ende hochkarätige Gegner gehabt, die ich dann bis zum Finale auch schlagen konnte. Auch im Endspiel hatte ich meine Chancen, habe in einem Satz eine 10:5-Führung vergeben. Der Finaleinzug hat mir aber einen großen Selbstvertrauensschub für die Quali-Turniere gegeben", betont Schreiner. 

Bevor es im Herbst nach Buenos Aires zu den Olympischen Jugendspielen geht, steht im Juli noch die Jugend-EM in Rumänien an, bei der Schreiner wie im vergangenen Jahr Teil der deutschen Mannschaft sein will. "In der nächsten Zeit werde ich mich aber erstmal auf die Schule konzentrieren. Nach den Pfingstferien gibt es immer sehr heiße Prüfungsphasen", erzählt Schreiner, die das Julius-Echter-Gymnasium in Elsenfeld besucht und bis zu dieser Saison beim TV Hofstetten in der 3. Bundesliga Süd auf Punktejagd ging. In der kommenden Spielzeit wechselt die DTTB- und BTTV-Kaderathletin dann zum TV Busenbach in die 1. Bundesliga. Schreiner: "Nach dem Schulstress werde ich den Fokus wieder auf Tischtennis lenken." 

Franzi Schreiner bei der Siegerehrung in Markham (Foto: ITTF)

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