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Einzelsport Erwachsene  

EM: Doppel-Gold für Kristin Lang

Das Doppel Lang/Mittelham gewinnt EM-Titel/Sabine Winter scheitert zweimal im Viertelfinale

Kristin Lang und Nina Mittelham liegen sich nach verwandeltem Matchball in den Armen (Foto: ETTU)

Europameister! Im Einzel musste sie schon in der ersten Hauptrunde die Segel streichen, im Doppel stand sie dafür am Sonntag ganz oben: Zusammen mit der Berlinerin Nina Mittelham gewann die Kolbermoorer Bundesligaspielerin Kristin Lang nur ein halbes Jahr nach der Geburt ihrer Tochter Carolin sensationell die EM-Goldmedaille im Doppel. Im Finale besiegten die beiden Deutschen in einem packenden Match Sofia Polcanova (Österreich) und Yana Noskova (Russland) mit 4:3 (14:12 im siebten Satz) und lagen sich kurz danach vor Freude in den Armen. Lang verteidigte damit ihren EM-Titel von 2016 in Budapest (mit Sabine Winter) erfolgreich, diesmal jedoch mit der erst 21-jährigen Mittelham. „Am Anfang der EM haben wir nicht daran gedacht, als Europameister nach Hause zu fahren. Aber wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert und ich glaube, dass unser Doppel Potential hat. Es ist einfach fantastisch, wie vor zwei Jahren Gold zu holen“, freute sich Lang gegenüber tischtennis.de. Schon im Viertelfinale hatte die deutsche Kombination die Mitfavoriten Elisabeta Samara/Bernadette Szocs (Rumänien), im Halbfinale die Luxemburgerinnen Ni Xialian/Sarah De Nutte aus dem Rennen geworfen.

Sabine Winter, Teamkollegin von Kristin Lang beim amtierenden Deutschen Meister Kolbermoor, scheiterte zweimal im Viertelfinale: An der Seite von Petrissa Solja, mit der sie schon 2013 Doppel-Europameisterin geworden war, musste die Nationalspielerin aus Seefeld den Topgesetzten Georgina Pota (Ungarn)/Matilda Eckholm (Schweden) zum Sieg gratulieren. Im Einzel durfte Winter nach einem herausragenden 4:2-Achtelfinalerfolg gegen die Niederländerin Li Jie von einer Medaille träumen, doch Katarzyna Grzybowka-Franc (Polen) erwies sich im Spiel um Edelmetall als zu stark. „Sie war die eindeutig bessere Spielerin“, musste Winter nach der 0:4-Niederlage anerkennen. Einen Tag später zeigte sich die Kolbermoorerin jedoch schon wieder positiv: „Ich werde weiter hart arbeiten, sodass ich irgendwann noch mal die Chance auf eine Einzel-Medaille bekomme, schrieb die 25-Jährige auf ihrer Facebook-Seite und postete dazu ein Foto vom Eisessen mit ihrer Doppelpartnerin Peti Solja.

Eine Einzel-Goldmedaille gab es für das deutsche Team trotzdem: Der 37-jährige Timo Boll gewann das Turnier mit einem 4:1-Erfolg gegen Überraschungsfinalist Ovidiu Ionescu (Rumänien) und ist jetzt nicht nur siebenfacher EM-Champion sondern ältester Einzeleuropameister in der Geschichte. Auch der Rest des EM-Aufgebots war in Alicante erfolgreich: Mixed-Gold (Han Ying/Ruwen Filus) oder Bronze im Herren-Einzel (Patrick Franziska) sind nur zwei der insgesamt sieben Treppchenplätze der Deutschen. 

Voller Einsatz beim Vorhandtopspin: Einzel-Viertelfinalistin Sabine Winter (Foto: ETTU)

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