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Seniorensport  

Starke Schläge bei der Euro

Lothar Fischer/Klaus Lindner Neunte bei der Europameisterschaft

Lother Fischer

Ebersdorf – Mit einem beachtlichen Erfolg kehrten von der Senioren-Europameisterschaft im Tischtennis aus der ungarischen Hauptstadt Budapest Lothar Fischer und Klaus Lindner vom TV 1886 Ebersdorf ins Coburger Land zurück. Im Doppel der Altersklasse über 65 Jahre (AK 65) belegten sie unter 84 gestarteten Formationen den neunten Platz

Als Zweiter ihrer Gruppe zogen sie mit 2:1-Spielen in die Endrunde ein. In dieser Phase hatten sie ein Duo aus Schweden mit 3:1 (11:5, 9:11, 11:9, 11:8) und aus Frankreich mit 3:0 (11:3, 11:3, 11:2) aufs Kreuz gelegt. Lediglich gegen ein russisches Paar mussten sich beide nach dem Gewinn des ersten Satzes mit 1:3 beugen. Vielversprechend starteten Fischer und Lindner in die Hauptrunde, wo zunächst ein Doppel aus Österreich mit 3:1 (11:6, 5:11, 11:5, 11:7) und Spanien mit 3:0 (11:8, 11:9, 11:7) auf die Verliererstraße geschickt wurde.

Ein Kampf auf Biegen und Brechen entwickelte sich aber gegen zwei Franzosen, wo mit viel Willenskraft nach 1:2-Satzrückstand noch die Oberhand behalten wurde (9:11, 11:3, 8:11, 11:7, 11:9). Damit war zugleich das nicht für möglich gehaltene Achtelfinale erreicht.

Auch hier befanden sich die Oberfranken gegen das spätere Europameisterpaar aus Estland und der Ukraine auf Augenhöhe (11:7, 5:11, 8:11, 11:7). Jedoch ließen im entscheidenden fünften Satz die Kräfte merklich nach und das Treffen ging mit 3:11 verloren. Aber immerhin hatten die beiden Ebersdorfer damit als Einzige dem Europasieger zwei Sätze abgenommen.

Im Einzel schaffte Lothar Fischer in der AK 65 und Klaus Lindner in der AK 70 jeweils als Gruppen-Zweiter mit 2:1-Siegen den Einzug in die Endrunde. Hier schaltete Fischer zunächst einen Franzosen mit 3:1 und einen Tschechen mit 3:2 aus. Anerkennen musste er dann aber die Stärke eines Israeli. Dies bedeutete unter 384 Startern immerhin noch den 33. Platz.

Lindner warf in der ersten Runde der AK 70 (368 Teilnehmer) den Mecklenburger Jürgen König aus dem Wettbewerb (11:3, 11.8, 11:7), traf dann aber ausgerechnet auf den mehrmaligen früheren dänischen Meister und Nationalspieler sowie späteren Europameister Niels Ramberg, gegen den ihm fast ein Satzgewinn gelungen wäre (3:11, 9:11, 7:11). Mehr war allerdings gegen den Dänen, der nur im Halbfinale und im Endspiel je einen unbedeutenden Satz während des gesamten Wettbewerbs abgab, nicht drin.

Ein weiterer Teilnehmer vom TV Ebersdorf war Steffen Lindner. Er konnte in der jüngsten und stärksten AK 40 in der Gruppe nichts ausrichten und mussten die Trostrunde, wo er auch gleich im ersten Spiel gegen einen Griechen ausschied.

Im Doppel musste er mit seinem österreichischen Partner nach einem Sieg und zwei knappen Niederlagen ebenfalls in die Trostrunde. Dort überstanden beide zwei Runden und schieden gegen ein Doppel aus Polen aus.

Mit von der Partie waren noch Rolf Eberhardt und Günter Fuhrmann vom TTC Tiefenlauter. Eberhardt trumpfte in seiner Gruppe der AK 65 mit je einem 3:0 gegen einen Tschechen und Lettländer sowie mit 3:1 gegen einen Ungarn auf. In der Hauptrunde kam für ihn aber das Aus nach zwei Paarungen. Unter den insgesamt 383 Teilnehmern hatte er gegen den späteren Fünften aus Ungarn das Nachsehen.

Nahezu ähnlich verlief für Eberhardt der Doppelwettbewerb (mit Dieter Jürgens aus Kiel). Beide dominierten in ihren drei Gruppenspielen gegen Kontrahenten aus der Tschechei und Deutschland sowie einer England/Portugal-Kombination mit insgesamt 9:1-Sätzen. Nach einem Freilos zum Auftakt in der Hauptrunde legten sie ein Duo aus Ungarn aufs Kreuz. Danach mussten sie gegen zwei Ungarn die Segel streichen.

In der AK 60 (388 Teilnehmer) erreichte Günter Fuhrmann mit 2:1-Spielen (Siege gegen einen Spanier und Waliser) als Gruppen-Zweiter das Hauptfeld. Hier kam aber für ihn bereits das Aus gegen einen Gegner aus Russland.  

Der in der vergangenen Bezirksliga-Saison beim TSV Bad Rodach in elf von 18 Punktebegegnungen an Position eins spielende Harald Todt, der inzwischen wieder zurück nach Kiel gewechselt ist, schaffte in der AK 75 die Sensation. Unter den 188 Akteuren kämpfte er sich bis ins Endspiel vor und wurde hier erst vom Sachsen Günter Fraunheim im Entscheidungssatz gestoppt. Dabei hatte er den Europatitel nach der 2:0-Satzführung schon vor den Augen, ehe er doch mit 9:11, 9:11 und 3:11 scheiterte. In seiner Gruppe war Todt gegen Gegner aus Norwegen, Litauen und der Schweiz ohne Satzverlust geblieben. Seine Siegesserie setzte er bis zum Einzug ins Finale gegen jeweils zwei Kontrahenten aus England und Deutschland sowie Dänemark fort.

Alles in allem war es für die Teilnehmer aus den Coburger Vereinen ein tolles Erlebnis von über 3500 Gleichgesinnten in allen Altersklassen der Damen und Herren von 40 bis 85 plus Begleitpersonen in der schönen Weltkulturerbestadt Budapest. Hf

Bild: Lothar Fischer vom TV Ebersdorf. Foto: Hans

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