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Personal/Hintergrund  

"Nicht der Anfang vom Ende meiner Karriere"

Nationalspielerin Sabine Winter vom TSV Schwahausen tritt etwas kürzer und macht ihr Fachabi

Saisonvorbereitung mit Schulbüchern: Sabine Winter ist aktuell mit dem TSV Schwabhausen in Lignano (Foto: privat)

Als kürzlich die Nominierung für die anstehenden Team-Europameisterschaften in Nantes (3. - 8. September) bekanntgegeben wurden, rieben sich einige Interessierte verwundert die Augen: Sabine Winter vom TSV Schwabhausen fehlte im fünfköpfigen Damen-Aufgebot des DTTB, und dies, obwohl die 26-jährige zweifache Doppel-Europameisterin nach der Weltrangliste aktuell als 77. (Vormonat: 58) die viertbeste Deutsche ist. Der Grund für ihre Nicht-Teilnahme liegt vor allem darin begründet, dass die Sportsoldatin aus Seefeld-Hechendorf in dieser Saison etwas kürzertritt mit dem Profi-Tischtennis. "Ich werde mein Trainingspensum verringern", sagt Sabine im Interview mit dem DTTB. "Dazu habe ich mich entschlossen, weil ich schon länger Schulterprobleme habe und sie nicht in den Griff bekomme. Ich habe zwischendurch immer mal wieder eine Pause gemacht, habe dann wieder angefangen. Und wenn die Schmerzen zurückkamen, habe ich wieder eine Pause gemacht. Aber weil es nach einer Pause ganz ohne Tischtennis im Anschluss immer schlechter war, aber besser, wenn ich zwischendurch zumindest ein bisschen trainiert habe, probiere ich es jetzt mit einer längeren Phase von durchgehenden, aber reduzierten Trainingsumfängen. Dadurch habe ich auf einmal Zeit, nebenbei etwas anderes zu machen, mein Fachabitur." Sabine will die Fachhochschulreife in einem Jahr erlangen - ein ehrgeiziges Ziel, für das in den meisten Bundesländern zwei Jahre vorgesehen sind. "Am meisten Respekt habe ich vor Mathe und Chemie, und schließlich war ich schon zehn Jahre nicht mehr in der Schule."

"Definitiv nicht der Anfang vom Ende meiner Karriere"

"Ich bin nach wie vor Profisportlerin. Ein Jahr Tischtennis plus Schule ist definitiv nicht der Anfang vom Ende meiner Profikarriere. Wenn du drei Jahre etwas anderes machst, ist es schwierig. Ein Jahr ist kein großes Problem, schon weil ich immer noch einmal am Tag trainieren werde. Ich spiele für Schwabhausen in der Bundesliga, spiele die German Open in Bremen und in den Schulferien ein paar andere internationale Turniere, falls ich mit allem klarkomme", sagt Sabine. 

Ihr neuer, alter Verein TSV Schwabhausen - in dieser Saison wieder zurück im Oberhaus, freut sich über sein nun stets anwesendes Aushängeschild. "Ich werde viel in Schwabhausen trainieren. Sie sind ganz glücklich damit, dass ich wieder vor Ort bin und viel mit der Mannschaft trainieren werde. Am Anfang mache ich weniger Training, danach steigere ich den Umfang, falls es mit der Schulter besser wird. Ich werde mich sicherlich auch in einem Fitnessstudio anmelden und viel Laufen und Radfahren gehen. In erster Linie geht es darum, nicht mehr zweimal am Tag zu trainieren."

Zum ausführlichen Interview mit Sabine Winter auf www.tischtennis.de

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