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Passau und Versbach retten die bayerische Ehre

Dreifacher Liga-Start bringt nur drei Pünktchen auf weißblaue Konten

Alex Flemming musste sich mit seinem TV Hilpoltstein erstmals in Dortmund geschlagen geben. Foto: Erik Thomas

Der dreifache Liga-Start (3. Damen- sowie 2. und 3. Herren-Bundesliga) hätte aus bayerischer Sicht sicher besser laufen können, doch es gab auch Grund zur Freude: 

Mit einem 5:3-Sieg beim hochgehandelten Nord-Aufsteiger Hertha BSC Berlin hat der TTC Fortuna Passau ein Ausrufezeichen hinter den eigenen Anspruch gesetzt, in dieser Saison ganz vorne mitzuspielen. Zu verdanken war der Erfolg in erster Linie dem hinteren Paarkreuz mit Kapitän Tomislav Kolarek und Abwehr-Ass Jakub Folwarski, die sich gegen die Herthas Altmeister Torben Wosik und Fedor Kuzmin beide schadlos hielten. Der erst 17-jährige ungarische Meister Andras Csaba besorgte mit seinem 3:1 über Jakub Kosowski den weiteren Zähler, während sein englischer Paarkreuzkollege Tom Jarvis unter seinen Möglichkeiten spielte und leer ausging. Auf Seiten der Hertha blieb der gebürtige Bayer Philipp Floritz auf der Spitzenposition unbesiegt. 

Ein „erstes Mal“, auf das man bei den Mittelfranken gerne verzichtet hätte, erlebte der TV Hilpoltstein. Erstmals verloren die Burgstädter auswärts bei der Borussia in Dortmund. Eine durch Siege von Alex Flemming (3:1 gg. Erik Botroff), David Reitspies (3:0 gg. Dennis Klein) und Dennis Dickhardt (3:0 gg. Kirill Fadeev) fein herausgespielte 3:1-Führung sollte nicht reichen. Das Liga-Debüt des Sachsen Herrmann Mühlbach ging komplett daneben und das eingefleischten Triumvirat Reitspies/Flemming/Dickhard konnte in der zweiten Einzelrunde keine weiteren Punkte holen. Endstand damit 3:5 aus TVH-Sicht. 

Gebeutelte Versbacher überraschen 

Für die bayerische Ehrenrettung in den 3. Ligen sorgte „ausgerechnet“ der personell so arg gebeutelte SB Versbach bei den Herren: Ohne Spitzenmann Nico Christ, der nach einem Riss der Achillessehne wohl die komplette Vorrunde ausfällt, und ohne die etatmäßige Nummer zwei, Andreas Ball (Blinddarmoperation) trotzten die Unterfranken dem TTC Weinheim ein 4:4-Unentschieden ab. Dass auch die badischen Gäste nicht in voller Montur antreten konnten, konnte die mehr als respektable Versbacher Leistung nicht schmälern. Als „Goldgriff“ erwies sich Michael Stock, der im Abschlussduell der Ersatzkräfte den Treffer zum Unentschieden markierte.

Davon weit entfernt blieben die Jungspunde vom FC Bayern München: Beim bärenstarken Aufsteiger DJK Sportbund Stuttgart reichte es lediglich zum 1:7-Ehrenpunkt durch Nico Longhino (3:1 gg. Markus Henninger). Führungsspieler Florian Schreiner hatte mit zwei Fünfsatzniederlagen (gg. Andrey Semenov und Dauud Cheaib) einen knapperen Ausgang auf dem Schläger.  

Bei den Damen schrammte der TuS Fürstenfeldbruck, dessen ukrainische Neuverpflichtung  Iryna Motsyk weiter auf Einreisegenehmigung wartet, beim 3:5 gegen den BSC Rapid Chemnitz nur knapp am Remis vorbei. Nach einem Jahr weltreisebedingter Pause, meldete sich Janine Hanslick mit einem leider nur fast perfekten Auftritt zurück: Nach gewonnenem ersten Einzel, verlor die gebürtige Allgäuerin ihr zweites Match mit 9:11 im „Fünften“ denkbar knapp. Maria Yoskova hielt sich „vorne“ schadlos, während Stefanie Felbermeier „vorne“ und Marina Heinrich „hinten“ ohne Sieg für den TuS blieben. Der TV Hofstetten kam vor 114 Zuschauern (!) nicht über ein 2:6 bei Zweitliga-Rückzieher NSU Neckarsulm hinaus. 

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