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Mannschaftssport Erwachsene  

Kolbermoors Damen müssen etwas abgezockter werden

Trotz Punktverlust im zweiten Heimspiel kann der TT-Bundesligist mit dem 5:5-Unentschieden leben

Svetlana Ganina – hier im Spiel gegen Jenny Wolf – brachte die Gastgeberinnen zweimal in Führung. Foto: Gerhard Erlich

Kolbermoor – Als am Sonntag die Erstligabegegnung in der Tischtennis-Bundesliga der Damen zwischen dem SV DJK Kolbermoor und dem TTC Weinheim nach fast vier Stunden ein Ende fand, konnten sich die Gastgeberinnen nicht unbedingt freuen.
Das erhoffte Erfolgserlebnis, nämlich ein voller Erfolg trat mit dem 5:5-Unentschieden nur teilweise ein.

Man wusste, dass Weinheims Quartett auf alle Fälle eine ausgeglichene Mannschaft besitzt und man kannte auch das Ergebnis des Aufsteigers, der am Vortag mit viel Pech beim TSV Schwabhausen unterlag.
Dass man aber bereits in den beiden Eingangsdoppeln nicht so richtig ins Spiel kam und beide Begegnungen abgeben musste, das konnte man schon gar nicht glauben.
Dabei hätte das Duo Ganina/Wan durchaus die Möglichkeit gehabt, zumindest ihr Duell gegen Daria Trigolov und Sophia Klee zu gewinnen. Im ersten Durchgang vergaben sie – nachdem sie bis in die Schlussphase führten – drei Satzbälle und unterlagen noch mit 11:13 in der Verlängerung. Auch wenn sie die beiden nächsten Sätze gewannen, so ging man doch in den Entscheidungssatz und da lief dann fast nichts mehr zusammen, was am Rückstand von 2:5 beim Seitenwechsel deutlich bestätigte.
Während sich Weinheims Coach Andreas Dorner über die 2:0 Führung seines Teams freute und meinte: „Ich wäre mit einem 1:1 zufrieden gewesen, aber wir haben unsere Abwehrspielerin richtig postiert“, gab es aufseiten der Gastgeberinnen doch das eine oder andere lange Gesicht zu sehen.

„Es wäre gut gewesen, wenn Svetlana Ganina und Yuan Wan gewonnen hätten. Aber zum Schluss sind ein paar kleine Fehler passiert, die das Spiel ausgemacht haben“, so Günther Lodes. Das heimische Quartett riss sich dann doch am Riemen und hatte auch vorübergehend Erfolg.

So gelang es beispielsweise Kristin Lang, Weinheims weißrussische Spielerin Daria Trigolos im Entscheidungssatz – nachdem man noch bei 5:3 die Seiten wechselte – mit 11:7 niederzuringen.
Auch Yuan Wan hatte das notwendige Glück, die Brasilianerin Caroline Kumahara – obwohl sie im dritten Satz beim Stand von 9:10, bei dem ihre Gegnerin auch noch ein Timeout nahm, diesen aber in der Verlängerung mit 14:12 gewann – in insgesamt vier Durchgängen in die Schranken zu weisen.
Als dann Svetlana Ganina einen klaren 3:0 Sieg gegen Jenny Wolf landete und die Hausherrinnen mit 3:2 in Führung gingen, schien doch noch alles seinen geregelten Weg zu gehen.
Aber man hatte die Rechnung ohne den Gegner gemacht, was besonders Naomi Pranjkovic zu spüren bekam.
Gegen Weinheims 18-jährigen Neuzugang Sophia Klee musste sie die ersten beiden Sätze abgeben. Als sie im dritten Durchgang in der Mitte des Satzes ein Timeout nahm und am Ende beim 11:6 Sieg ihre Satzbälle nutzen konnte, dachte auch sie, auf dem richtigen Weg zu sein. Von diesem kam sie aber im vierten Durchgang trotz einer zwischenzeitlichen 5:2 Führung ab, verlor mit 9:11 und sorgte dafür, dass die Begegnung mit dem Punkt zum 3:3 wieder ausgeglichen verlief.

Der zweite Einzeldurchgang war zunächst durch eine herausragende Leistung von Kristin Lang, besonders im ersten Satz gegen Caroline Kumahara, als sie eine kleine Serie startete, 10:5 führte und den zweiten Satzball zum 11:6 Sieg nutzte, geprägt.
Als dann auch noch Svetlana Ganina im Schnelldurchgang Sophia Klee in drei Sätzen abfertigte benötigte man nach der 5:3 Führung eigentlich nur noch einen Punkt.

Doch weder Yuan Wan gelang dies – sie verlor im Entscheidungssatz gegen Daria Trigolos mit 8:11 – noch Naomi Pranjkovic. Die 16-jährige vergab dabei gegen Jenny Wolf nach einem 1:1 Satzgleichstand in Durchgang Nummer drei beim Stand von 10:5 bis zur 14:16 Niederlage nicht weniger als sieben Satzbälle. Im vierten Satz lag sie wiederum knapp mit 7:6 in Front, geriet dann aber mit 8:10 in Rückstand. Einen Zähler machte sie noch gut, ehe sie nach dem Punkt zum 9:11 ihrer Gegnerin zum Sieg gratulieren musste.

„Nach den Doppeln sind wir eigentlich recht gut zurückgekommen. Bei Yuan Wan habe ich im zweiten Spiel gedacht, sie könnte zumachen. Weinheim hat sich den Punkt sicherlich verdient. Wir müssen vielleicht noch etwas abgezockter werden. Aber grundsätzlich sind wir mit dem Unentschieden zufrieden“, erläuterte Kolbermoors Trainer und Abteilungsleiter Michael Fuchs nach Spielende das Ergebnis.

Für den SV DJK Kolbermoor punkteten:
Doppel: Fehlanzeige; Einzel: Lang, Ganina (je 2), Wan (1).  

Bericht und Fotos: Gerhard Erlich

Außerhalb der Spielboxen tauschten sich die diesmal nicht spielende Laura Tiefenbrunner (links) und Sophia Klee aus. Foto: Gerhard Erlich

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