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Einzelsport Jugend  

Euro Mini Champ`s in Schiltigheim

Pranjkovic, Hollo und Hörmann demonstrieren europäische Konkurrenzfähigkeit

"Das muss man mal gesehen haben!“ BTTV-Verbandstrainer Cornel Borsos hat als Spieler und Trainer schon viele TT-Turniere erlebt, doch wohl nur wenige brachten ihn so wortreich ins Schwärmen wie die Euro Mini Champ`s, die am Wochenende im französischen Schiltigheim in Szene gingen. „Das Turnier genießt den Ruf als inoffizielle Europameisterschaft der unter 12-Jährigen meines Erachtens völlig zurecht. Hier herrscht eine Wahnsinns-Stimmung in der Halle, die Organisation ist super und die Besetzung absolut hochkarätig. Alle großen TT-Nationen Europas sind hier mit ihren Top-Leuten vertreten, dazu kommen etliche Starter aus französischen Regionalkadern, die in ihrer Spielstärke den Nationalmannschaftsmitgliedern vieler anderer Länder mindestens ebenbürtig sind. Ich bin mir sicher, dass ganz viele der hier teilnehmenden Talente in ein paar Jahren bei den offiziellen Nachwuchs-Europameisterschaften der U15 und U18 zu sehen sein werden.“ 

 

Entsprechend groß war Borsos`Freude über das gute Abschneiden der drei BTTV-Starter, die der DTTB für dieses Event nominiert hatte (Coaching, Trikotausstattung, „Fahrerei“, etc. waren jedoch den jeweiligen Landesverbänden überlassen): Naomi Pranjkovic (SV DJK Kolbermoor, Altersklasse Jahrgang 2004 und jünger), Mike Hollo (SV DJK Kolbermoor, AK Jahrgang 2004 und jünger) und Hannes Hörmann (TV Hilpoltstein, AK Jahrgang 2003) schafften über mehrere Gruppenphasen geschlossen den Einzug in die Hauptrunde der Top 32 und stellten mit dem Erreichen der Plätze acht (Pranjkovic), neun (Hollo) und 25 (Hörmann) allesamt ihre Zugehörigkeit zur europäischen Spitze unter Beweis.

 

Pranjkovic präsentiert sich als Noppen-„Killerin“ 

 

Durch drei Gruppenphasen spielte sich Naomi Pranjkovic in die k.O.-Endrunde der besten 32. Dort angekommen freute sich die wieselflinke Angreiferin über eine Auslosung, die bei vielen ihrer Altersgenossen wohl eher Angst und Schrecken ausgelöst hätte: Zweimal in Folge ging es gegen Spielerin, die in ganz unterschiedlicher Weise mit langen Noppen agierten. Pranjkovic indes wusste wie ein „alter Hase“ dagegen vorzugehen. Weder die roh anmutende Herangehensweise der Weißrussin Katsiaryna Ablam, deren Belag - vorsichtig formuliert - nicht über jeden Verdacht einer unerlaubten Nachbehandlung erhaben war, noch die technisch-feinversierte Handhabe der Französin Loa-Line Frete konnten ihr etwas anhaben. In doppeltem Sinne „glatt“ ging für Pranjkovic dann das Viertelfinale gegen die Rumänin Elena Zaharia verloren und in den folgenden Platzierungsspielen um die Ränge fünf bis acht war bei ein wenig die Luft raus.

 

Hollo lässt sich von Achtelfinal-Aus nicht beirren  

 

Klub-Kollege Mike Hollo beschloss das Turnier dagegen mit einer Serie von Siegen. Nachdem er im Achtelfinale, das er im 129 (!) Teilnehmer starken Startfeld der 2004er-Jungs über vier Gruppenphasen und einen „k.O.-Sieg“ erreicht hatte, dem späteren Turnier-Dritten David Bessa aus Portugal vermeidbar unterlegen war, gab er in den Platzierungsspielen kein einziges Spiel mehr verloren und holte den neunten Platz als Optimum heraus. 

 

Für europäisches Top 16 qualifiziert 

Als Lohn für ihre hervorragenden Platzierungen verdienten sich Pranjkovic und Hollo das Startrecht für die Stiga Masters Minimes, das inoffizielle Top 16-Ranglistenturnier der Altersklasse U12. Allerdings ist unsicher, ob sie der Einladung ins belgische Blegny folgen können, denn dessen Austragungstermin am Wochenende 24./25. Oktober kollidiert mit dem Top 48-Bundesranglistenturnier der Schüler/innen U15, dem seitens des DTTB erfahrungsgemäß größere Bedeutung beigemessen wird.  

 

Hörmann im Lospech 

 

Etwas Lospech hatte Hannes Hörmann, der es nach vier überstandenen Gruppenphasen in der 1. Hauptrundem mit Fabio Rakotoarimanana zu tun bekam, der Nummer zwei der im Nachwuchsbereich derzeit so überragend aufgestellten TT-Nation Frankreich. Ihm unterlag der Hilpoltsteiner mit 1:3 und musste sich ein wenig zerknirscht im ersten Platzierungsspiel einem weiteren Franzosen geschlagen geben. Im Kampf um die Plätze 25 bis 32 rappelte sich Hörmann aber wieder auf und beschloss das Turnier mit drei Siegen in Folge auf Rang 25. 

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