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Bayerische Bundesligisten

Langweid ist Meister, der FC Bayern München muss absteigen

Das Langweider Meisterteam v.l.: Martina Erhardsberger, Katharina Schneider, Maria Krazelova und Barbara Barasso (es fehlt: Krisztina Toth). Foto: Ines Schulze

In den Südstaffeln der 3. Bundesligen sind - zu zweier bayerischer Vereine Wohl, zu eines anderen Übel  - an diesem Spieltag zwei wichtige Entscheidungen gefallen: Bei den Damen „tütete“ der TTC Langweid den zweiten Meistertitel in Folge ein und wird im Gegensatz zum Vorjahr diesmal auch von seinem Aufstiegsrecht in die 2. Bundesliga Gebrauch machen; bei den Herren stand der FC Bayern München über weite Strecken der Saison am Abgrund und ist jetzt leider noch einen Schritt weiter: Nolens volens zementierte der FCB am Wochenende den letzten Tabellenplatz und steht als einziger Absteiger fest. Der oberfränkische Vorletzte TTC Wohlbach ist somit „gerettet“.  

In Langweid sah es am Samstagabend zunächst so aus, als müsse der bereitstehende Meistersekt noch mindesteins einen Tag verschlossen bleiben: Die blendend aufgelegte, junge „Reserve“ des TSV Schwabhausen verwickelte den Primus, der - wie meist in dieser Saison - ohne seine etatmäßige Nummer eins Krisztina Toth antrat, in ein mitreißendes Gefecht auf Augenhöhe. Nach dreistündiger Spielzeit stand ein leistungsgerechtes 5:5-Unentschieden an dessen Ende, das den Langweiderinnen allein (noch) nicht ganz zur meisterlichen Uneinholbarkeit gereicht hätte. Die Kunde von der gleichzeitigen Niederlage der zweitplatzierten TTG Süßen in Chemnitz ließ die Korken dann aber doch noch knallen. Allzu lange konnte das Quartett Katharina Schneider, Maria Krazelova, Martina Erhardsberger und Barbara Barasso allerdings nicht feiern, denn tags darauf gastierte man beim TV Hofstetten in Unterfranken. Und auch der bot dem Meister trotz des krankheitsbedingten Ausfalls seiner Führungsspielerinnen Julia Janitzek und Franziska Schreiner ordentlich Paroli, hatte schlussendlich aber mit 2:6 das Nachsehen und bleibt als Tabellenachter mit 9:25-Punkten und - 30 Spielen zusammen mit dem TB Wilferdingen (9:23-Punkte, - 43 Spiele), dem SV Schott Jena (8:24, - 30) und v.a. der Erstliga-Reserve des SV-DJK Kolbermoor (7:27, - 39) vom Abstieg bedroht. Wie viele Absteiger in  es geben wird, hängt von der Abschlusstabelle der 2. Bundesliga ab: Sollten - wonach es aktuell aber nicht aussieht - der ESV Weil oder der ATSV Saarbrücken deren neunten Platz einnehmen und in die Drittliga-Südstaffel absteigen, müssten dort zwei Teams den Platz räumen und in die Regionalliga „runter“, andernfalls nur eines. 

3. Herren-Bundesliga: FCB blitzt im Badischen ab

In der 3. Herren-Bundesliga/Süd ist die Frage nach dem einen Absteiger - wie eingangs berichtet - unterdessen schon geklärt. Mindestens einen Punkt hätte Schlusslicht FC Bayern München von seinen jüngsten Auswärtsspielen beim ASV Grünwettersbach II und TTC 1946 Weinheim mitbringen müssen, um nicht schon vor der letzten Begegnung, dem Bayernderby am 17. April gegen den Vorletzten TTC Wohlbach, als einziger Absteiger festzustehen. Doch die Landeshauptstädten blitzten im Badischen mit 2:6 bzw. 1:6 deutlich ab.  

2. Herren-Bundesliga: Titelkampf spitzt sich zum Dreikampf zu 

Zu einem Dreikampf mit doppelter, bayerischer Beteiligung hat sich das Titelrennen der 2. Herren-Bundesliga zugespitzt: Der nordrhein-westfälische Traditionsverein TTC indeland Jülich (21:11-Punkte, + 17 Spiele) sowie die Frankenklubs TV Hilpoltstein (21:11, + 11) und TSV Bad Königshofen (21:13, + 22) können noch Meister werden. Vor diesem Hintergrund könnte deren Restprogramme dramaturgisch nicht besser inszenierter sein: Jülich gastiert noch in Hilpoltstein (10. April, 14 Uhr) und Bad Königshofen (17. April, 14 Uhr), Hilpoltstein muss zudem zuletzt noch in Dortmund ran (17. April, 14 Uhr). 

Doch zunächst zurück zum jüngsten Spieltag: Bad Königshofen wahrte seine Titelchance am Sonntagmittag durch einen schwer erkämpften Punktgewinn bei der TTBL-Reserve des 1. FC Saarbrücken TT, nach dem es lange nicht ausgesehen hatte: Nach Punkteteilung in den Doppeln gerieten die Unterfranken, die den verletzten Kilian Ort wieder einmal als Platzhalter an zweiter Position aufstellten, immer wieder in Rückstand (1:3, 2:4, 3:5), doch ihre  tschechischen Hintermänner Richard Vyborny und Marek Klasek bewahrten in den Abschlusseinzeln kühlen Kopf und retteten das 5:5-Remis. Der TV Hilpoltstein hatte es dagegen eilig: Beim glatten 6:0-Derbysieg über den TuS Fürstenfeldbruck, in dessen Reihen Florian Schreiner auf Grund des zeitgleich terminierten Abflugs zu den Chile Open fehlte (für ihn kam Spieltrainer Andras Podpinka an alter Wirkungsstätte zum Einsatz), war allein der fein herausgespielte Fünfsatz-Erfolg von Alex Flemming über TuS-Spitzenmann Michal Obeslo eine nervenaufreibende Angelegenheit. Geklärt ist damit auch die Abstiegsfrage: Keinem Team droht jetzt noch die Gefahr hinter den TuS, der sich so oder so freiwillig in die Bayernliga zurückzieht, auf den vorletzten Tabellenplatz abzurutschen und in eine Relegationsrunde mit den Drittliga-Vizemeistern zu müssen. So bleibt der TTC Ruhrstadt Herne definitiv der einzige Absteiger. Nichtsdestotrotz wehrte sich der NRW-Klub am Samstag bei den gehobenen Mittelfeldlern  vom TTC Fortuna Passau achtbar, nur knapp mit 6:4 konnten die Niederbayern ihr letztes Saisonheimspiel gewinnen. 

1. Damen-Bundesliga: Schwabhausen wert sich wacker, Kolbermoor hat`s allzu leicht

Großes Lob für wackere Gegenwehr bei Liga-Dominator ttc berlin eastside verdienten sich auch die Erstliga-Damen des TSV Schwabhausen. Nur der verdiente Ehrenpunkt blieb den Oberbayerinnen, die sich zur kommenden Saison in Liga zwei zurückziehen werden, versagt. Zwei Gelegenheiten dazu ergaben sich: Chantal Mantz/Christina Feierabend vergaben im Doppel vis-à-vis Georgia Pota/Irina Palina eine stark herausgespielte 2:0-Satzführung und Eva-Maria Maier scheiterte solo ebenfalls erst im fünften Durchgang an der Routine von Berlins defensiv spezialisierter Edel-Ersatzfrau und Trainerin Palina. Allzu leichtes Spiel hatte unterdessen der designierte Vizemeister SV-DJK Kolbermoor: Ihre Gäste vom TTV Hövelhof verzichteten zum einen auf den Einsatz ihrer etatmäßigen Nummer drei, Jing Tian-Zörner, und zum anderen musste die Nummer zwei, Wang Aimei, ihre Spiele kampflos abgeben. So dauerte es nicht lange bis Kolbermoor 6:1 gewann. Lediglich Wenling Tan-Monfardini, die sich in dieser Saison als Schatten ihrer selbst präsentiert, verlor gegen Linda van de Leur-Creemers. 

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