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Bayerische Bundesligisten

Ansbach vor Kellerduell, Absetzung des Liga-Gipfels sorgt für Ausnahmezustand in Kolbermoor

Ansbachs Spitzenspieler Torben Wosik steht mit einer aktuellen 8:1-Bilanz glänzend da, doch außer dem Ex-Nationalspieler konnte in dieser Saison noch kein Akteur für den mittelfränkischen Drittliga-Neuling punkten. Foto: TSV Ansbach

Auf Grund des Top 24-Bundesranglistenturnier der Jugend und Schüler in Wiesbaden (eigener Bericht folgt), geht es in den TT-Bundesligen an diesem Wochenende recht ruhig zu. Nur zwei bayerische Vereine sind im Einsatz und das auswärts: Der TSV Ansbach, punktloses Schlusslicht der 3. Herren-Bundesliga, gastiert im Kellerduell beim thüringischen Vorletzten Post SV Mühlhausen II (Samstag 16:30 Uhr) und die Erstliga-Damen des SV DJK Kolbermoor treten am Sonntag um 14 Uhr beim TuS Bad Driburg in NRW an. Gedanklich ist man in Kolbermoor derzeit aber vorrangig beim in unbestimmter Zukunft anstehenden Gipfeltreffen gegen den ebenfalls noch makellosen Branchenprimus ttc berlin eastside. Der Liga-Kracher sollte eigentlich am 11. Dezember in Kolbermoor steigen, wurde wegen der Teilnahme der Berlinerinnen Shan Xiaona und Petrissa Solja an den Grand Finals in Doha nun aber kurzfristig abgesetzt. Einen neuen Termin zu finden, gestaltet sich extrem schwierig. Die Verärgerung der Oberbayern ist gewaltig, woraus SV DJK-Vorstandsmitglied Frank Berger im Vorfeld des Duells in Bad Driburg gegenüber tischtennis.de keinen Hehl macht: 

Die besten Doppel der Liga begegnen sich 

Der SV DJK Kolbermoor hat keine Kosten und Mühen gescheut das voraussichtliche Spiel um die Herbstmeisterschaft, vielleicht sogar schon um die Deutsche Meisterschaft gegen den ttc berlin eastside zu dem Event der gesamten Saison 2016/17 werden zu lassen. Die Spielabsetzung (11. Dezember) hat im Verein den Ausnahmezustand ausgelöst. Die Frage nach den Chancen in Bad Driburg beantwortet DJK-Vorstandsmitglied Frank Berger mit den Worten: „Wir befinden uns nach dieser kurzfristigen Absage in der Schockstarre. Wir können uns überhaupt nicht auf die Partie in Bad Driburg konzentrieren. Der Termin der Grand Finals stand schon vor der gesamten Spielplanterminierung fest.“ Die maßlose Enttäuschung bei Berger wurde überdeutlich. Das Kind ist tief in den Brunnen gefallen, abzuwarten bleibt, wie sich alle Beteiligten aus dieser Zwickmühle befreien wollen.

Bei 7:5 Punkten herrscht dafür beim Tabellenvierten TuS Bad Driburg Zufriedenheit, und auch die Aufgabe am Freitag in der Champions-League gegen UCAM Cartagena wird mit Gelassenheit angegangen. „Elena Waggermayer kommt mit der ganzen Familie, deshalb wird sie auch gegen Kolbermoor antreten. Katharina Michajlova kann sich noch schonen“, berichtet TuS-Manager Franz-Josef Lingens. Spitzenspielerin Nina Mittelham zeigte zuletzt wieder viel Spielwitz beim 3:1 gegen Qianhong Gotsch (SV Böblingen). „Trotzdem wird es sehr schwer für uns oben zu punkten. Nina spielt einfach besser gegen Abwehr. Gegen offensive Systeme findet sie hoffentlich bald Stabilität. Sabine Winter und Kristin Silbereisen bedeuten eine hohe Hausnummer. Wenn wir allerdings etwas beschicken wollen, dürfen wir oben nicht 0:4 spielen“, sagt Lingens. 

Die Doppel werden eine wichtige Auftaktphase bilden, denn je nachdem kann es zwischen Mittelham/Shi Qi und den Europameisterinnen Winter/Silbereisen zum Vergleich der stärksten Duos der Liga kommen. Beide Paarungen besitzen noch eine weiße Weste. „Ob das wünschenswert ist, weiß ich allerdings nicht. Ein 2:0 wäre dann möglich. Das Risiko, das ein 0:2 daraus wird, wäre für uns wohl größer. Und ein 1:1 wäre schon die Bedingung für einen engeren Verlauf“, ergänzt Lingens. Im hinteren Paarkreuz wird sich zeigen, ob Sarah DeNutte die Chance bekommt, sich gegen Bernadett Balint zu rehabilitieren. Ihre Form ist blendend, wie die 9:2-Bilanz beweist.  

BTTV/Martina Emmert 

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