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Einzelsport Jugend  

Abi-Prüfung statt Titel-Feier

Naomi Pranjkovic im Interview: "Werde mich erstmal voll und ganz auf den Sport konzentrieren"

Die Königin der diesjährigen Jugend-DM: Naomi Pranjkovic vom SV DJK Kolbermoor. Foto: Daniel Gerhards/WTTV

Mit ihren Titelgwinnen im Mädchen-Einzel und Doppel mit Mia Griesel (Niedersachsen) sowie Silber im Mixed mit Tom Schweiger (FC Bayern München) war Naomi Pranjkovic (17 Jahre, SV DJK Kolbermoor) vergangenes Wochenende die erfolgreichste  Teilnehmerin bei den Deutschen Meisterschaften der Jugend 19 in Chemnitz. Im Interview mit bttv.de spricht sie u.a. über ihre Zukunftspläne, den Umgang mit Niederlagen und ihre zwei wichtigsten Supporter.

Nach den Finals von Chemnitz ging es am Sonntag schnurstracks zurück nach Hause, in deinem Fall nach Kolbermoor. Hattest Du inzwischen schon Gelegenheit deinen Triumph „ordentlich“ zu feiern?
Naomi Pranjkovic: Ich hatte seit Sonntag leider noch kaum wirklich Zeit, den Sieg richtig zu feiern, da ich am Mittwoch direkt meine erste Abiturprüfung hatte, auf welche ich mich vorbereiten musste. Trotzdem bin ich natürlich immer noch überglücklich über meine Ergebnisse und freue mich sehr, eine so gute Leistung erbracht zu haben.

Du hast gerade Deine Abiturprüfungen angesprochen. Danach beginnt für dich ein neuer Lebensabschnitt. Wie sehen deine Pläne für die Zeit nach dem Abi aus?

Naomi Pranjkovic: Also nach meinem Abitur werde ich mich erstmal voll und ganz auf den Sport konzentrieren und auf jeden Fall das „Profi-Sein“ anstreben. Direkt nächste Saison werde ich noch zu Hause bleiben und mal hier daheim in Kolbermoor, mal in München, mal in Düsseldorf trainieren. Ab der darauffolgenden Saison würde ich schon gerne auch das „volle Profileben“, also mit Wohnen in Düsseldorf, etc. anstreben, soweit ich gut genug dafür bin.

Unmittelbar vor den "Deutschen" warst du mit deinem Verein, dem SV DJK Kolbermoor in den Playoffs um die Deutsche Mannschafts-Meisterschaft der Damen  im Einsatz. In den Viertelfinal- und Halbfinals gegen Schwabhausen und Langstadt warst du so ein bisschen die „tragische Figur“: Trotz starker Leistungen hast du ein ums andere Einzel hauchdünn verloren und das mitunter nach hohen Führungen. Wie hast du die Playoffs erlebt und im Hinblick auf die Deutsche mental „wegstecken“ können?

Naomi Pranjkovic: Natürlich, waren die Spiele sehr bitter und es wäre wirklich ein Traum gewesen zumindest eines davon zu gewinnen, jedoch bin ich trotzdem sehr zufrieden mit meiner Leistung. Oft bin ich auch in die Spiele mit einem Rückstand reingestartet, den ich dann in eine Führung verwandeln konnte, wodurch sich das fast wieder ausgleicht. Mich freut es einfach zu sehen, dass nicht viel gefehlt hat und versuche das für mich mitzunehmen und mithilfe von mentalem Training kann ich mit fast ausschließlich positiven Gefühlen aus solchen Spielen herausgehen.

Um im (Nachwuchs)-Leistungssport erfolgreich zu sein, muss Talent, Fleiß und Ehrgeiz auf die „passende“ Unterstützung und Förderung treffen. Das ist bei dir ganz offenbar der Fall und so gibt es bestimmt einige Leute, denen Du für ihren fachlichen und menschlichen „Support“ gerne `mal öffentlich Danke sagen möchtest.  Hier ist die Gelegenheit dazu … : 

Naomi Pranjkovic: Ich könnte mich jetzt bei vielen Personen bedanken: den Verbandstrainern, meinem Verein, meinen Trainingspartnern, etc., denn sie alle helfen mir, mich stets zu verbessern und letztendlich meine Ziele im Sport zu erreichen. Aber für zwei Personen bin ich besonders dankbar: Meine Mama und meinen Papa. Sie helfen mir nicht nur meine beste Leistung im Sport abzurufen, sondern auch die schwierigsten Phasen, egal ob Schulstress, Drucksituationen oder Ähnliches, zu meistern. Sie geben immer ihr Bestes, mich so gut wie nur möglich zu unterstützen und auch wenn es mal nicht so läuft wie erhofft, kann ich stets auf sie zählen.

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