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Bavarian TT-Race  

„Sechs Duelle in drei Stunden - genau mein Ding“

Vier Neulinge beim Bavarian-TT-Race-Finale/„Serie ist ein echter Gewinn fürs Tischtennis“

Niko Fischer hat sich über die TTR-Faktorrangliste für das Finale qualifiziert. Fotos: privat

Vier Spieler nehmen erstmals am Bavarian-TT-Race-Finale teil. Wir haben sie gefragt, mit welcher Erwartungshaltung sie nach Ruhpolding reisen und warum sie gerne Race-Turniere spielen.

Thomas Lösche hat nach über 40 Jahren Fußball im August vergangenen Jahres die Sportart gewechselt und ist nach eigenen Angaben seitdem ein begeisterter Tischtennisspieler. Im Oktober 2021 wurde er im Punktspiel in der dritten Mannschaft des TSV Siegsdorf erstmals eingesetzt. Im Januar folgte das erstes Race-Turnier. „Ein Mannschaftskollege hat mich mitgenommen und es hat sofort gepasst! Optimal, in knapp drei Stunden sechs Duelle - genau mein Ding“, erzählt der 49-Jährige. Seine Spielorte waren vor allem Fridolfing, Moosburg, Ebersberg und Starnberg. „Schon bald entwickelte ich den Ehrgeiz, das Race-Finale in Ruhpolding spielen zu wollen. Über die Faktorwertung räumte ich mir gute Chancen ein“, berichtet Lösche. „Da ich die Teilnahme geschafft habe, ist mein sportliches Ziel bereits erreicht. Alles, was jetzt noch kommt, ist Zugabe. Ich wünsche mir, dass es ein cooles Turnier wird und ich am Abend mit den Jungs noch ein paar gepflegte Kaltgetränke genießen kann.“ 

Zumindest einen Satz gewinnen

Obwohl er null Punkte hat (also nie unter den ersten sechs landete), ist Niko Fischer über die TTR-Faktorangliste dabei. Sein Vater Mark hat ihm das Bavarian TT Race schmackhaft gemacht. „Die Race-Turniere sind für mich ein aufgewertetes Training. Dort spielt man immer wieder gegen ganz unterschiedliche Spieler und Spielweisen. Vor allem gegen Noppen habe ich durch diese Turniere Fortschritte gemacht und die Teilnehmer waren sehr sympathisch“, erklärt Fischer, der unzählige Male gegen seinen Vater antrat und ihn sechsmal schlagen konnte. Darunter einmal im Februar in Schwabach. „Da habe ich gegen meinen Vater und noch einen anderen deutlich besseren Spieler gewonnen und richtig gut gespielt“, erinnert sich Fischer. Ein einziges Mal konnte er sogar drei seiner fünf beziehungsweise sechs Spiele gewinnen. „Ich freue mich auf Ruhpolding, bin aber auch ebenso aufgeregt, weil dort einige dabei sind, die ich noch nie gesehen habe, geschweige denn gegen sie gespielt habe“, sagt der 20-Jährige. „Ich möchte einfach so gut wie möglich spielen. Selbst wenn ich keine Partie für mich entscheiden kann, will ich wenigstens mit meiner Leistung zufrieden sein. Ich möchte zumindest einen Satz gewinnen“, so seine Erwartungshaltung.

Immer konzentriert spielen

Ein neues Gesicht ist auch Jerome Fisher. „Richtig aktiv in die Race-Szene bin ich erst dieses Jahr eingestiegen. Die Turniere waren eine tolle Möglichkeit, in der Coronazeit trotzdem weiterspielen zu können“, erklärt Fisher. Race-Turniere seien eine super Trainingsmöglichkeit in Wettkampfform. „Du musst jederzeit, egal gegen welchen Spieler und welche Stärke, immer konzentriert spielen“, beschreibt er seine Einstellung zur Serie. „Die Zeit ist besser als bei „normalen“ Turnieren kalkulierbar“, führt einen unschlagbaren Vorteil auf – und schiebt hinterher: „Es macht einfach Spaß.“

Zwei Turniere sind für ihn besonders gewesen. „Am Anfang der Race-Serie in Schwabach, als ich gegen Niklas Klein gewonnen habe und erst kürzlich in Aichach mit dem Sieg gegen Matthias Ulrich“, erinnert er sich an die Duelle gegen zwei weitere Finalteilnehmer, denen Fisher viel zutraut. „Ich denke, dass die beiden die großen Favoriten im Finale sind.“ In der Außenseiterrolle fühlt er sich pudelwohl: „Ich weiß, dass ich mithalten und, wenn es gut läuft, sie auch besiegen kann. Deshalb fahre ich ganz entspannt nach Ruhpolding und will ordentlich spielen. Platz drei bis fünf wäre super. Ich will einfach Spaß haben und die Race-Saison mit vielen neuen Tischtennisfreunden ausklingen lassen.“ Bleibt noch Fishers Schlusssatz: „Die Serie ist ein echter Gewinn fürs Tischtennis und wird hoffentlich fortgeführt.“ Hier können wir Fisher beruhigen: Natürlich wird die Serie 2023 fortgeführt.

Erfahrung sammeln und sich verbessern

Jürgen Mayrock hat in diesem Jahr richtig gefallen am Bavarian TT Race gefunden. „In den vergangenen Jahren habe ich nur ab und zu mal ein Turnier gespielt. Am Anfang war mir wichtig, ein wenig Erfahrung zu sammeln und gegen unbekannte Spieler antreten zu können. Als ich gesehen habe, dass ich in der Teilnahmenrangliste oben dabei bin, habe ich, wenn es die Zeit zuließ, öfters mitgespielt“, erzählt Mayrock. „Ich spiele gerne die Bavarian-TT-Race-Turniere, weil sie mir Spaß machen und ich viel Erfahrung sammeln kann. Durch die Turniere bin ich viel besser geworden.“

Das Turnier in München-Maxvorstadt war für ihn ein sehr gut organisiertes Turnier, weil die Boxen am größten waren. „In Ruhpolding will einfach gut spielen. Weil ich das erste Mal dabei bin, freue mich schon darauf. Egal, welchen Platz ich belege, die Siegerehrung am Abend wird bestimmt interessant, wenn man sich mit den anderen Teilnehmern unterhalten kann“, hofft Mayrock auf einen gemütlichen Ausklang des Finales.

Thomas Lösche
Jerome Fisher
Jürgen Mayrock

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