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Mannschaftssport Erwachsene  

Königshofen feiert trotz Niederlage ein TT-Fest

Neu-Ulm steht im Pokal-Final-Four/ Bayerische Unentschieden-Flut in den Damen-Bundesligen

Yukya Uda lieferte sich mit Timo Boll einen begeisternden Vollldistanz-Thriller. Foto: Rudi Dümpert

In der TTBL konnte der TSV Bad Königshofen aus dem personellen Engpass des "zu Null"-Leaders Borussia Düsseldorf (sowohl Kay Stumper als auch Dang Qiu mussten mit Rückenproblemen passen) keinen Profit ziehen, doch trotz 1:3-Heimniederlage feierten rund 1.000 Zuschauer in der ausverkauften Shakehands Arena ein Tischtennis-Fest. Absolutes Highlight: Das Spitzeneinzel zwischen dem 20-jährigen TSV-Japaner Yukiya Uda und Deutschlands 41-jährigem „GOAT“ Timo Boll, das sich peu à peu zu einem absoluten Weltklassespiel mit sensationellen Ballwechseln hochschaukelte. Nach zwei abgewehrten Matchbällen für Uda, verwandelte Boll im „Fünften“ seinen insgesamt fünften zum 15:13 und der vorentscheidenden 2:1-Führung seiner Borussia. Alle anderen Spiele nahmen dagegen einen recht einseitigen Dreisatz-Verlauf: TSV-Routinier Bastian Steger (41 Jahre) hatte Düsseldorfs Headcoach und absoluten Notfall-Ersatzmann Danny Heister (51) im Eröffnungseinzel ebenso klar im Griff wie Boll zum Abschluss ihn. Eine enttäuschende Vorstellung bot der sonst so oft begeisternde Filip Zeljko zwischenzeitlich gegen Anton Källberg. Weil neben dem an der Hüfte operierten Martin Allegro kurzfristig auch Kilian Ort verletzt ausfiel, hatte sich das TSV-Team quasi von selbst aufgestellt.

Neu-Ulm steht im Pokal-Final-Four, heute in der Liga gegen Fulda

Weiter geht es in der TTBL mit bayerischer Beteiligung bereits heute Abend: Zum Abschluss des 7. Spieltags gastiert der TTC Neu-Ulm beim TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell (Spielbeginn 19 Uhr, Livestream). Gestern hatten die Neu-Ulmer zunächst eine andere Mission zu erfüllen: In voller Montur mit Yun-ju Lin, Truls Moregardh und Dimitrij Ovtcharov setzte sich das Mazunov-Team im Viertelfinale des nationalen Pokalwettbewerb mit 3:1 gegen den Post SV Mühlhausen durch. Den Gegentreffer musste Lin im Eröffnungseinzel überraschend gegen Steffen Mengel hinnehmen. Damit steht Neu-Ulm im Liebherr Pokal-Finale „daheim“. Der Pokal-Showdown steigt am 8. Januar 2023 in der Ratiopharm Arena in Neu-Ulm. Zuvor hatten sich bereits Borussia Düsseldorf, Titelverteidiger 1. FC Saarbrücken-TT und die TTF Liebherr Ochsenhausen qualifiziert.

1. Damen-Bundesliga: Sabine Winter bezieht erste Saisonniederlage

In der 1. Damen-Bundesliga ergab sich für den TSV Schwabhausen beim hessischen TSV Langstadt das bereits dritte Unentschieden im fünften Saisonspiel. Mit zwei gewonnen Doppeln legten die Oberbayern einen perfekten Matchstart hin, doch in den Einzeln hatte Langstadt v.a. dank der Hongkong-Chinesin Minnie Soo und der Unterfränkin Franzi Schreiner ein Übergewicht. Schreiner gab gegen Schwabhausens Ungarinnen Orsolya Feher und Mercedesz Nagyvaradi keinen einzigen Satz ab: Soo besiegte nicht nur TSV-Aussie Liu Yangzi in einem umkämpften Match mit 3:1, sondern brachte im Duell der Spitzenspielerinnen auch noch Sabine Winter die erste Saisonniederlage bei.

3. Damen-Bundesliga: Unentschiedener geht`s kaum

Überhaupt war es bei den Damen ein Wochenende der 5:5-Remis. In der 3. Liga spielte der RV Viktoria Wombach gleich zweimal „extrem“ unentschieden: Am Samstag mit 384:387-Bällen und 20:20-Sätzen gegen die SU Neckarsulm, am Sonntag mit 413:411 Bällen und 21:21-Sätzen im Bayernderby gegen die „Zweite“ des TuS Fürstenfeldbruck. Beide BTTV-Klubs konnten sich durch den bzw. die Punktgewinn/e ein klein wenig Abstand zur Abstiegszone verschaffen.

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