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Seniorensport  

Josef Merk hadert wegen leichtfertig verpasster Medaille

Sylvia Messer hat Bronze bereits sicher, nachdem sie im Einzel-Viertelfinale fünf Matchbälle ihrer Gegnerin abwehrt

Bronze bereits sicher: Sylvia Messer spielt am Samstag um 8 Uhr (deutsche Zeit) um den Finaleinzug, auch im Doppel steht sie im Halbfinale. Foto: privat

Die Senioren-EM ist derzeit in vollem Gange. Nach einem Ruhetag am Mittwoch und trennte sich gestern und heute die Spreu vom Weizen, ehe am morgigen Samstag die Medaillen vergeben werden.

Im Sechszehntelfinale bekam es Josef Merk (SpVgg Westheim) mit dem Letten Gunars Jekabsons zu tun, er gewann noch 3:2 nach 1:2-Rückstand. Ebenfalls fünf Sätze brauchte der 80-Jährige gegen Dennis Bromage (Wales), ehe es im Viertelfinale gegen Gernot Pakossnick (SV Kubschütz/ Erzgebirge) ging. Nach hartem Kampf musste er sich 2:3 geschlagen geben, wobei der letzte Satz 11:13 nach 11:10-Führung noch verloren ging. „Es überwiegt meine Enttäuschung nach der knappen Niederlage gegen einen schwächer eingeschätzten Gegner. Insofern habe ich eine Medaillenchance unnötig verspielt“, meinte Merk nach seinem Ausscheiden. „ Ich war gegen Pakossnick ungewöhnlich unsicher, nervös und vielleicht auch von meinen vorherigen beiden schweren Spielen stark in Anspruch genommen. Der Lette war ganz schwer zu bespielen und der Waliser war in der Hauptrunde als Nr. 1 gesetzt.“ durchsetzen. Im Doppel mit dem „Österreicher“ Derler (TSV Haar), der es im Einzel bis ins Viertelfinale schaffte, war für Merk ebenfalls im Viertelfinale gegen Roy Norton (England)/Bromage (1:3) die Medaillenhoffnung geplatzt.

0:2-Satzrückstand noch umgebogen

Für Sylvia Messer (ESV München-Freimann) war im Achtelfinale gegen Badamtsoo Otgonbaatar (Mongolei) kein echter Prüfstein (3:0), hingegen im Natalyza Ovasapova (Usbekistan) eine harte Nuss. Ihre Gegnerin lag nach Sätzen schon 2:0 in Front, ehe die 51-Jährige die Partie noch umbog. 11:7, 11:9 und 12:10 endeten die Sätze drei bis fünf. Damit hat Messer vor dem Halbfinale am Samstag um 8 Uhr deutscher Zeit gegen die Inderin Shilpa Joshi bereits Bronze sicher. „Das war ein richtiger Krimi. Ich lag im fünften Satz schon 5:10 hinten und habe fünf Matchbälle abgewehrt“, berichtet die 51-Jährige, die noch ein weiteres Eisen im Feuer hat. Im Doppel mit Ina Jozepsone wurden Norie Hamajima/Mari Kami (Japan) im Viertelfinale mit 3:0 aus dem Weg geräumt, womit ebenfalls das Halbfinale erreicht ist und die Medaille mindestens Bronze glänzt. Im Halbfinale am Samstag 6.45 Uhr deutscher Zeit sind die Tschechinnen Jana Dusilova/Jirina Klempirova die Gegnerinnen.

Außer Spesen (fast) nichts gewesen

Karin Rauscher (FC Bayern München) hatte im Achtelfinale die Japanerin Ikuko Nagasawa als Gegnerin, wobei sie ihr nicht das Wasser reichen konnte und deutlich mit 0:3 verlor. Auch im Doppel mit der Estin Eva Hanni gab es für die 79-jährige Münchnerin im Achtelfinale gegen Shige Kawamura/Emiko Sagiska (Japan) nichts zu erben – 0:3. Im erstmals bei einer WM ausgetragenen Mixed-Wettbewerb (Merks Anmeldung dazu wurde übrigens „trotz wiederholter Nachfrage nicht berücksichigt“) stand mit Derler im Viertelfinale gegen Karl-Josef Assenmacher/Karin Flemke eine 2:3-Niederlage zu Buche, vor allem der dritte Satz (14:16) war sehr umkämpft.

Peter Klaiber (TSV Schwabmünchen) musste im Sechszehntelfinale gegen Jan Sondergaard (Norwegen) die Segel streichen (1:3). Im Doppel mit Reinhold Braun behielt gegen die Nepalesen Sanjay Aryal/Prakash Bahadur Dhakhwa die Oberhand (3:0), im Achtelfinale gegen die Inder Avinash Kothari und Sanjay Vinodrai wurde mit dem gleichen Ergebnis der Viertelfinaleinzug perfekt gemacht, wo es im deutsch-deutschen Duell gegen Detlef Gässler/Norbert Kaping eine 0:3-Niederlage zu beklagen gab.

Hauffe erreicht im Mixed das Finale

Auch für Robert Luger war im Sechszehntelfinale gegen Takayoshi Koyama (Japan) Endstation, er war relativ chancenlos (0:3). Im Doppel mit Jürgen Gottinger, der im Einzel früh ausschied, hielt er sich gegen die Inder Rajen D Kothari/Shivanand Ramesh Kunddaje schadlos (3:0), im Achtelfinale gegen Vladimir Shapiro (USA)/Takayoshi Koyama (Japan) führten die beiden Bayern schon 2:0 nach Sätzen, ließen sich aber noch die Butter vom Brot nehmen – 2:3

Der Bayreuther Harald Hauffe traf bei den letzten 32 auf den Türken Omer Halos Bozdogan 3:2, nach dem 0:3 gegen Nurdin Saparbaev (Bulgarien) war das Aus besiegelt. Im Mixed mit Marita Oscheja (SV Chemie Mieste) wurde im Achtelfinale Yuzo Morikawa/Mari Kami (3:0) übersprungen, weshalb es gleich im Anschluss gegen Karin Kruse und Ole Rytter (Dänemark) ging. 3:2 gewannen die Deutschen nach 0:2-Satzrückstand, gegen Siegfried Lemke/Heidrun Kissmann (Präsidentin „Der Club – Deutsche Tischtennis-Senioren“) sprang ein 3:1 heraus, womit das Finale erreicht war. Gegen Vinay Chopra/Mantur Murmu aus Indien ging es für den 61-Jährigen und seine Mixed-Partnerin um Silber oder Gold. Zwar wurde der erste Satz gewonnen (11:7), aber die restlichen drei gingen an das indische Duo. Hauffe hatte damit am heutigen Freitag insgesamt sieben Spiele in den Knochen stecken.

Winfried Kinner schied sowohl im Einzel als auch im Doppel mit Michael Stadtmüller im Sechszehntelfinale aus. Außerdem waren vier Spieler der SSG Augsburg dabei. Für Andreas Thoma, Peter Kuster, Jens Peche und Wolfgang Wiedemeyer war spätestens im Sechszehntelfinale der Traum von einer Medaille beendet.

Medaille im Einzel knapp verpasst: Josef Merk vergab einen Matchball. Foto: Jürgen Renner
Peter Klaiber konnte sowohl im Einzel als auch im Doppel kein Wörtchen um die Medaillen mitreden. Foto: privat
Karin Rauscher: in allen drei Wettbewerben gab es für sie nichts zu holen. Foto: Jürgen Renner

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