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Einzelsport Erwachsene  

China dominiert die Tischtennisszene

Sabine Winter beste heimische Spielerin in der vom Weltverband veröffentlichten neuen Weltrangliste

Die Kolbermoorerin Sabine Winter ist derzeit beste heimische Spielerin in der Weltrangliste. Foto: Erlich

Kolbermoor – Die nun vom Weltverband (ITTF) für den Monat April veröffentlichte Tischtennis-Weltrangliste bringt in jeder Hinsicht interessante Merkmale mit sich.

Nun sind es bereits vier Monate, die in der internationalen Tischtennisszene wertungsmäßig in diesem Jahr erfasst werden. Wie nicht anders zu erwarten war dominieren die asiatischen Länder die Konkurrenz. Bei den Herren beispielsweise stehen drei Chinesen an der Spitze. Der deutsche Spitzenspieler Timo Boll rangiert als bester europäischer Akteur auf Platz fünf. Noch bedrückender sieht die Situation bei den Damen aus. Derzeit führt ein chinesisches Quartett die Rangliste an. Danach folgen bis auf Platz 16 Spielerinnen aus Japan, Korea oder Singapur. Beste europäische Spitzenspielerin ist die Rumänin Bernadette Szocs auf Position 17. Ähnlich sieht es im Jugendbereich in den Altersklassen U 15 bis U 21 aus, in denen Spieler beziehungsweise Spielerinnen aus Japan und China den Ton angeben. In der Klasse U 21 bei den Mädchen liegen fünf Japanerinnen in Führung. Einzelne Nachwuchsakteure aus Schweden, den USA oder aus Österreich (U 21 Buben) sind hier auf den vorderen Plätzen die absolute Ausnahme. Wenn man bei den Damen das derzeitige Punktekonto der Chinesin Ning Ding mit 16515 mit dem der Kolbermoorerin Sabine Winter vergleicht, dann wirkt sich dies direkt ein wenig bescheiden aus. Aber: Die 26-Jährige, die mit Rang 58 einen Platz im Gegensatz zum März gut machen konnte und damit zu den 100 besten Spielerinnen der Welt zählt, darf mit ihrem bisherigen Ergebnis durchaus zufrieden sein. Mit 5910 Punkten steht sie als beste heimische Spielerin sehr gut da. Insbesondere die 340 Zähler beim Platinium Turnier, den Doha Open, sowie die 170 Punkte bei den Spanish Open haben viel dazu beigetragen. Kein Turnier bestritten hat dagegen Jia Liu. Die Österreicherin, die ebenfalls in Diensten des SV DJK Kolbermoor steht, kommt aber immerhin auf 5280 Punkte und hat sich mit Position 67 sogar um sechs Plätze verbessert. Fünf Plätze – Platz 97 auf 92 – nach vorne gerutscht ist auch Kristin Lang. Die junge Mutter hat heuer allerdings auch noch kein Turnier bestritten, darf sich aber über 4255 Punkte freuen. Im Jugendbereich muss Naomi Pranjkovic den Verlust von drei Plätzen in der Altersklasse U 15 hinnehmen und steht auf Position 35. Die Kolbermoorerin schaffte bei den Junior & Cadet Open in Lignano den Sprung in das Viertelfinale. Die 600 Punkte, die sie dort einheimste, bringen ihr derzeit 2247 Zähler ein. Ihre Mannschaftskollegin Laura Kaim machte hingegen einen Sprung auf Platz 96, was eine Verbesserung von nicht weniger als 45 Plätzen bedeutet. In Italien verbuchte sie immerhin 375 Punkte und kommt derzeit auf 897 Punkte. Noch keine Turniere gespielt haben der Ex-Rosenheimer Felix Wetzel, der allerdings derzeit verletzt ist und auch die ehemalige Kolbermoorerin Laura Tiefenbrunner. Auch Mike Hollo bestritt heuer noch kein Turnier. Allerdings liegt er in der Altersklasse U 15 auf dem sensationellen sechsten Platz – eine dieser Ausnahmeerscheinungen, die die Weltrangliste zu bieten hat.

Bericht und Foto: Gerhard Erlich

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