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Mannschaftssport Erwachsene  

Kolbermoors Damen verlieren Endspiel knapp mit 2:3

TT-Bundesligist muss sich nach 3:2 Halbfinalsieg Abonnementmeister Berlin knapp geschlagen geben

Kristin Lang sorgte im Halbfinale dafür, dass Kolbermoors Damen am Ende das Finale erreichten Foto: Erlich

Berlin – Kolbermoors Bundesliga-Tischtennisdamen haben beim Final-Four-Endrundenturnier zwar das Finale und damit die Neuauflage der letztjährigen Begegnung gegen den ttc berlin eastside erreicht.
Das Spiel des Tages lieferten sie aber im Halbfinale gegen den TSV Schwabhausen ab.

Wer gedacht hatte, Kolbermoors Damen würden mit der Aufstellung Yu Fu, Yuan Wan und Kristin Lang im Halbfinale gegen den TSV Schwabhausen leichtes Spiel haben, der musste sich beim 3:2 Erfolg schnell eines Besseren belehren lassen.
Das Team aus Oberbayern stand in dieser Begegnung eigentlich schon vor dem Aus. Die auf Madeira lebende Fu Yu lieferte sich mit Mateja Jeger schon im ersten Satz einen interessanten Schlagabtausch und führte sogar mit 10:7. Allerdings brachte sie den Vorsprung nicht über die Bühne und unterlag noch mit 10:12. Auch im zweiten Durchgang lag sie recht deutlich mit 8:2 in Front, gewann aber hier mit 11:4. In der Folge kam jedoch Sand ins Getriebe, was zur Folge hatte, dass ihre Gegnerin Durchgang Nummer drei und anschließend auch den vierten Satz gewann.
Durch die überraschende 1:3 Niederlage stand man bereits im zweiten Einzel unter Druck. Das zweite Einzel wurde dann tatsächlich auch verloren, wobei es Yuan Wan gegen Sabine Winter im ersten Satz noch gelang, diesen mit 11:4 zu gewinnen.
Die Ex-Kolbermoorerin stellte sich aber spätestens im zweiten Satz auf Wan ein und setzte sich letztlich auch mit 11:8 durch. Im dritten Satz führte Wan mit 5:1 und hatte beste Voraussetzungen erfolgreich zu sein. Die Führung schmolz aber mit Fortdauer dahin, sodass Yuan Wan beim Stand von 10:9 ein Timeout nahm. Aber es sollte nicht sein, denn nach dem 11:12 lief sie erstmals einem Rückstand nach. Sie schaffte zwar noch den 12:12 Ausgleich, musste sich aber in der Verlängerung doch mit 12:14 geschlagen geben. Auch der vierte Satz verlief nicht nach dem Geschmack von Yuan Wan obwohl sie anfangs mit 5:0 führte. Der sicher scheinende Vorsprung schmolz erneut dahin und verwandelte sich in einen 7:10 Rückstand.
Die Kolbermoorerin schaffte zwar noch das 8:10, am Ende aber hieß es 8:11 und zugleich auch 0:2 aus Kolbermoorer Sicht.
Für die Wende sollte letztendlich Kristin Lang verantwortlich zeichnen, die gegen Alina Nikitschanka beim 3:0 Sieg keinerlei Schwierigkeiten hatte und auf 1:2 verkürzte. Das Spiel des Tages lieferte Fu Yu ab, die gegen Sabine Winter eigentlich schon vor dem Aus stand. Nach den beiden ersten Durchgängen stand es 1:1. Im dritten Satz lag Fu Yu mit 5:1 voran, wobei sie viel von den Fehlern ihrer Konkurrentin profitierte. Als Winter jedoch auf 7:6 herankam, nahm die Portugiesin ein Timeout, das ihr durch taktische Anweisungen ihres Trainers Michael Fuchs am Ende einen 11:8 Sieg bescheren sollte. Im vierten Satz schaffte Winter den 2:2 Ausgleich und sorgte dafür, dass die Entscheidung im fünften Satz fallen musste. In diesem sah Fu Yu als sichere Verliererin aus. Beim Stand von 2:5 wechselte man die Seiten und fortan ging Punkt um Punkt verloren. Zwischenzeitlich hatte sich der Rückstand auf 4:10 aus Sicht von Fu Yu aufgebaut, sodass es eigentlich nur eine Frage der Zeit war, wann Sabine Winter den noch fehlenden Punkt machen und für das Aus des SV DJK Kolbermoor sorgen würde. Doch Fu Yu gelang es tatsächlich, ihrerseits Punkt um Punkt gut zu machen. Nach dem sensationellen  10:10 Ausgleich ging Fu Yu sogar mit 11:10 in Führung und legte sogar den fehlenden Zähler zum 12:10 Sieg nach.
Während Sabine Winter auf dem Boden zusammengesunken war, durfte sich die Portugiesin freuen, hielt sie den SV DJK Kolbermoor doch im Spiel. Im abschließenden Doppel hatte das Duo Lang/Wan beim 3:1 Sieg nur wenige Schwierigkeiten gegen Jeger/Nagyvaradi, gewann mit 3:1 Sätzen und bescherte dem SV DJK Kolbermoor mit dem knappen 3:2 Erfolg doch noch den Sprung in das Endspiel gegen den ttc berlin eastside.

In der Neuauflage des letztjährigen Endspiels gegen den Abonnementmeister, der das Halbfinale ohne große Mühe mit 3:0 gegen den ESV Weil für sich entschied, wollte man den Pott unbedingt holen. Im Auftaktmatch kam Kristin Lang gegen Britt Eerland aber gar nicht so recht in Schwung. Ging der erste Satz noch knapp mit 8:11 verloren, so musste sich die Physiotherapeutin in Durchgang Nummer zwei deutlich mit 1:11 geschlagen geben. Der gewonnene dritte Satz mit 11:5 sollte eigentlich den Aufschwung bringen. Tatsächlich sah es bis zum Ende des Satzes bei einer 9:6 Führung recht gut aus. Lang verspielte diesen Drei-Punkte-Vorsprung aber, kassierte den 10:10 Ausgleich und musste fortan bei einer 11:10 Führung hoffen. Der leichte Vorsprung verwandelte sich in einen 11:12 Rückstand, der kurzzeitig nochmals ausgeglichen werden konnte. Nach dem 12:12 verlor Lang mit 12:14 und sorgte dafür, dass die Gastgeberinnen mit 1:0 in Führung gehen konnten. Ein Duell auf Augenhöhe lieferten sich Yu Fu und Xiaona Shan im zweiten Einzel, wobei der erste Durchgang an frühere Zeiten erinnerte. Aus einer sicher scheinenden 6:1 Führung wurde ein 9:10. Fu konnte diesen Satzball abwehren, glich aus und mit der Zeit mit 12:11 in Führung. In der Folge vergab sie aber drei Satzbälle und musste zwischenzeitlich das 16:16 hinnehmen. Das Glück blieb ihr hold, sodass sie mit den beiden nächsten Schlägen auch zwei Punkte auf ihrem Konto verbuchen konnte und mit 18:16 das bessere Ende für sich hatte. Nachdem sie die beiden nächsten Durchgänge verlor, stand sie im vierten Satz unter Druck. Dem hielt sie allerdings sensationell stand und gewann nach einer 10:1 Führung mit 11:2. Im Entscheidungssatz wechselte man beim Stand von 4:5 aus Kolbermoorer Sicht die Seiten. Yu Fu spielte in der Folge aber recht sicher, was sich auch durch eine 8:6 Führung bemerkbar machte. Allerdings gab Shan keinen Ball verloren und blieb der Kolbermoorerin auf den Fersen. Nach dem 9:9 gelang der Portugiesin der erste Satzball zum 10:9 und später zum 11:9. Das heimische Team um Trainer und Abteilungsleiter Michael Fuchs geriet nach dem Duell zwischen Yuan Wan und Nina Mittelham mit 1:2 in Rückstand. Dass man weiter im Spiel blieb, dafür sorgte einmal mehr Fu Yu. Den ersten Satz gewann sie im vierten Einzel gegen Britt Eerland mit 11:6. Im zweiten Satz gelang ihr immer wieder eine leichte Führung, die Eerland aber ausgleichen konnte. Als dann Fu Yu mit 8:7 führte, nahm die Schwedin ein Timeout. Die brachte zunächst Vorteile für Fu Yu, die jedoch den Satzball beim Stand von 10:9 nicht ausnutzen konnte. Im Gegenteil: Sie musste in der Folge drei Satzbälle abwehren. Nachdem sie zum 13:13 ausgleichen konnte, gelangen ihr zusätzlich noch zwei weitere Punkte zum 15:13 Sieg. Im dritten Satz, der recht ausgeglichen verlief, lag sie mit 8:10 im Rückstand. Wie auch schon in den vorangegangenen Sätzen gelang es ihr, zum 11:11 auszugleichen und als Draufgabe zwei weiter Zähler zum 13:11 Sieg draufzulegen.
Der 3:0 Sieg brachte den 2:2 Ausgleich und zeichnete dafür verantwortlich, dass das Doppel über den Pokalsieg entscheiden musste. Wie nicht anders zu erwarten war, verlief dieses Duell zwischen Kristin Lang, die wiederum mit Yuan Wan an der Platte stand und dem Duo Shan/Mittelham auf Augenhöhe. Die ersten Vorteile erarbeiteten sich aber Kolbermoors Damen, die nach der 2:0 Führung bis in die Mitte des Satzes leicht führten. Ein kleiner Bruch kam allerdings nach der 8:7 Führung, der sich in einen 8:9 Rückstand verwandelte. Dem 8:10 folgte auch noch das 8:11. Auch der zweite Satz sah eine Kolbermoorer 2:0 Führung. Nach dem 4:4 lieferten sich beide Teams zwei spektakuläre Ballwechsel, die aber für Kolbermoors Damen zwei Minuspunkte einbrachten. Trotzdem durfte man sich noch Hoffnungen machen, konnte man doch mit 8:7 in Führung gehen. Doch der eine Punkt, den man Vorsprung hatte, ging bald verloren. Nach dem 8:8 geriet das heimische Duo mit 8:10 in Rückstand, konnte zwar noch zum 9:10 verkürzen, verlor dann aber mit 9:11. Durchgang Nummer drei brachte erneut eine heimische 2:0 Führung. Nachdem etwas später aus dem 7:5 ein 7:7 wurde, nahm Kolbermoors Trainer Michael Fuchs ein Timeout. Die Folge war eine 9:7 Führung und kurz darauf ein 9:9 sowie ein 9:10 Rückstand. Nach Abwehr des Satzballs gelang es Kolbermoors Damen, mit 14:12 zu gewinnen, wobei der letzte Ball die Netzkante berührte. Im vierten Satz verlief die Anfangsphase noch recht gut und brachte eine 3:1 Führung ein. Nach dem 5:5 riss aber der Faden, wobei sich der Rückstand immer weiter vergrößerte. Nachdem Kristin Lang und Yuan Wan noch zum 6:10 verkürzen konnte, machte auf der Gegenseite Nina Mittelham mit einer „Vorhandbombe“ den Sack zu. Auch wenn Kolbermoors Damen das Duell der Dauerrivalen erneut verlor, dürfen sie mit den gezeigten Leistungen doch mehr als zufrieden sein. Michael Fuchs meinte nach der Begegnung, dass man ein Finale nicht unbedingt gerne verliere. Mit den gezeigten Leistungen des Doppels war er allerdings dennoch zufrieden.

Im Spiel gegen den TSV Schwabhausen punkteten:
Einzel: Lang, Yu (je 1); Doppel: Lang/Wan (1).

Im Spiel gegen den ttc berlin eastside punkteten:
Einzel: Yu (2).   

 Bericht und Foto: Gerhard Erlich

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