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Mannschaftssport Erwachsene  

6:4-Erfolg gegen Versbach II - zweiter „Haim“sieg in der Oberliga Bayern …

… und Spitzenspieler Stockmann durchbricht die TTR 2100-Schallmauer

SV Haiming, anstelle von Alex Lindner spielte gegen Versbach II Julian Thase Foto: SV Haiming

Vor 35 Zuschauern gelang dem SV Haiming der zweite Sieg in der Oberliga Bayern.
Die Haiminger mussten leider den Ausfall von Alexander Lindner kompensieren, dafür ersetzte ihn der wieselflinke Julian Thase, der gerade zu Saisonbeginn mit starken Leistungen glänzte.

In den Eröffnungsdoppeln gelang Thase/Erifiu mit einem 3:2-Erfolg ein fulminanter Einstieg gegen Weinhold/Brandenburg, während Stockmann/Erber beim 0:3 gegen Theissmann/Haase vergebens versuchten, das starke links/rechts Doppel der Versbacher zu knacken.

In den Einzeln knüpfte Stockmann nahtlos an seinen vergangenen Ergebnissen an und bezwang Weinhold klar mit 3:0. Im nächsten Spiel ließ Erber dem angeschlagenen Theissmann, welcher zuvor gegen Altdorf bereits beide Einzel aufgab, nur wenig Möglichkeiten um, an einen potentiellen Satzgewinn zu gelangen (3:0).

Das Spiel begann sich nach den ersten Einzeln immer mehr in Richtung des SVH‘s zu entwickeln, gerade nachdem Erifiu gegen Brandenburg eine taktisch starke Leistung bot, konsequent sein Spiel durchzog, und die Haiminger mit 4:1 in Führung brachte.

Im Anschluss spielte Haase gegen Thase. An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Mannschaftsführer der Haiminger ein sehr großer Fan des Jungen Nachwuchs-Asses vom Sportbund Versbach ist. Konrad Haase zeichnet sich durch ein sehr modernes, tischorientiertes und beidseitig höchst aggressives Spiel aus, in dem gerade seine RH-Pressbälle in die weite Vorhand des Rechtshänders schwierig zu umspielen sind. Diese Erfahrung musste Thase leider ebenso hinnehmen und biss sich vor allem die ersten zwei Sätze vehement die Zähne aus, bis er im dritten Satz (11:13) in die Nähe eines Satzgewinnes kommen konnte.

Da Theissmann bereits im Einzel gegen Erber gehandicapt war und ihn seine Rückenschmerzen über den gesamten Koppelspieltag plagten, gab er Stockmann bereits vor dem Spiel die Hand, so dass Haiming mit 5:2 in Führung ging.
An dieser Stelle wünschen wir Theissmann gute Besserung.

Damit schien das Spiel vorzeitig entschieden zu sein, doch dagegen wusste aber Weinhold etwas zu unternehmen.
Er brachte erneut Spannung in die Partie, nachdem er die zu passive Spielweise von Michi Erber eiskalt ausnutzte und nach immer wieder kehrenden starken Bällen das Spiel mit 3:1 für sich entschied.

Damit konnte Versbach auf 5:3 verkürzen. Es lag somit nun an dem hinteren Paarkreuz, den Spielabend zu entscheiden.

Es folgte umgehend das atemberaubendste Spiel des Abends.

Der Nachwuchsstar Haase schien nach deutlich gewonnenem ersten und hoher Führung im zweiten Satz, das Spiel mehr oder weniger bereits in der Tasche zu haben. Zu vernichtend waren die höchst ansehnlichen aggressiven Schläge Haases. Fast wie durch ein kleines Wunder stibitzte sich Erifiu den zweiten Satz und spielte dabei all seine Erfahrung in den so wichtigen, engen Situationen aus.
Haase verlor daraufhin etwas den Fokus, machte zu viele Eigenfehler und lies Erifiu in sein vernichtendes vorhand-orientiertes Spiel kommen, weshalb der 3. Satz mit 11:6 endete. Erifiu bot nun eine seiner besten Vorstellungen, aber auch Haase fand zurück in sein druckvolles Spiel. Das Resultat daraus waren phänomenale und mitreißende Ballwechsel, mit dem besseren Ende für Erifiu – 11:9 im 4. Satz.

Dies war gleichbedeutend mit den nächsten zwei Punkten für den SV Haiming, der durch den Erfolg nun auf Tabellenposition 7 Platz klettert und sich somit zum ersten Mal in dieser Saison von sämtlichen Abstiegs- und Relegationsplätzen verabschiedet.

Die Partie von Thase gegen Brandenburg ging in der Euphorie-Welle leider etwas unter und verlief dementsprechend mit 0:3 wenig glücklich für Thase.
Die Einzelniederlage konnte man aufgrund des 6:4 Gesamtsieges und der Beteiligung aller Spieler an den geholten Punkten aber sicher verschmerzen.

Neben der aussichtsreichen Position in der Tabelle gab es an dem Tag noch eine Besonderheit zu bejubeln:
So durchbrach Stefan Stockmann erstmalig die TTR 2100-Schallmauer und kletterte mit 2102 Punkten in Bayern auf Rang 38, in Deutschland auf Rang 279, sowie in der Jahrgang 96er Deutschlandrangliste auf Rang 15.
Eine solche enorme Entwicklung als Spätstarter dürfte im ganzen Land vermutlich wenig Nachahmer finden.
Zur Erinnerung: im Alter von 16 Jahren spielte der Besitzer des www.TTKlassenzimmer.de noch in der 2. Kreisliga beim SV Niederbergkirchen, bevor er nach 10 Jahren 2014 zum SV Haiming wechselte und mit Haiming den Aufstieg von der 1. Bezirksliga bis in die Regionalliga (2019) schaffte.

Mittlerweile rangiert er mit seiner 8:2 Bilanz und einem Bilanzwert von 8.088 auf Platz 3 der Spielerrangliste in der laufenden Oberliga Saison, vor ihm stehen nur noch der australische Nationalspieler Xavier Dixon mit (9:1), sowie der ehemalige 2-fache Europameister Evgueni Chtchetinine (14:0).

Für Haiming punkteten:
Doppel: Erifiu/Thase
Einzel: Stockmann (2), Erber (1), Erifiu (2)

Bericht: Werner Brennenstuhl, Fotos: SV Haiming, Stockmann

Stefan Stockmann "knackte" die Schallmauer TTR 2100 Foto: Stockmann

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