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Mannschaftssport Erwachsene  

Viel lief nicht zusammen

Kolbermoors Erstliga-Tischtennisdamen mussten Heimreise mit einer 2:6 Auswärtsniederlage antreten

Kolbermoors Trainer und Abteilungsleiter Michael Fuchs erlebte am Sonntag einen schlimmen Nachmittag. Foto: Gerhard Erlich

Langstadt – Dass Kolbermoors Erstliga-Tischtennisdamen Verfolger Nummer eins des ttc berlin werden, dieser Gedanke dürfte in nächster Zeit wohl in weite Ferne rücken.
Nach der 2:6 Auswärtsniederlage beim TSV Langstadt im vorletzten Spiel dieser Vorrunde nehmen sie derzeit nur Rang vier ein.

Schon nach den beiden Eingangsdoppeln, die beide verloren wurden, stand das heimische Quartett mehr oder weniger unter Druck.
Dabei schien sich anfangs sogar eine Überraschung anzubahnen, als nämlich das Duo Ganina/Pranjkovic gegen die haushohen Favoriten Solja/Mantz den ersten Satz noch mit 11:8 gewannen und auch im dritten Durchgang die Oberhand behielten. Doch nach dem Ausgleich zum 2:2 schien bei Kolbermoors Akteurinnen eine ganze Ladung Sand im Getriebe zu sein. Beim Stand von 1:4 nahm man zwar ein Timeout, verlor aber einen weiteren Zähler und wechselte bei 1:5 die Seiten. In der Folge lief eigentlich gar nichts mehr zusammen, was die 2:11 Niederlage auch beweisen sollte. Auch bei Kristin Lang und Yuan Wan lief es nicht nach Wunsch. Bei der 1:3 Satzniederlage gegen das Doppel Krämer/Schreiner lag der Knackpunkt im zweiten Satz, als man drei Satzbälle vergab. Zwar keimte anschließend nochmals Hoffnung auf, als man Durchgang Nummer drei mit 11:9 gewann, aber schon im vierten Satz lief man eigentlich von Anfang an einem Zwei-Punkte-Rückstand nach. Die Gelegenheit, die 9:8 Führung möglicherweise auszubauen, konnte man nicht nutzen und musste den Konkurrentinnen nach der 9:11 Niederlage schließlich zum Sieg gratulieren.
Auch in den Einzeln stotterte der Motor in vielerlei Hinsicht. So beispielsweise auch bei Yuan Wan, die gegen Petrissa Solja in allen drei Sätzen, die absolviert wurden, in der Anfangsphase führte – davon im ersten Satz mit 4:0 – und am Ende immer den Kürzeren zog. Dabei konnte sie einen Satzball im ersten Durchgang beim Stand von 11:10 nicht nutzen und musste nach der 3:1 Führung im zweiten Satz plötzlich einem 3:6 Rückstand nachlaufen.
Zumindest kurzfristig verbesserte Kristin Lang Kolbermoors bedrohliche Lage, als sie Chantal Mantz in fünf Sätzen niederringen konnte. Dabei verlor sie aber zunächst die ersten beiden Durchgänge und vergab im dritten Satz beim Stand von 10:7 zunächst auch noch zwei Satzbälle, ehe sie mit 11:9 das glücklichere Ende für sich hatte. In Durchgang Nummer vier lag sie mit 7:8 zurück, nahm dann ein Timeout durfte sich letztendlich wieder über einen knappen 11:9 Sieg freuen. Interessant verlief der Entscheidungssatz, in dem Lang aus einem 3:3 über ein 5:3 beim Seitenwechsel eine 9:3 Führung machte. In der Schlussphase nutzte sie zwar einen ihrer vier Matchbälle zunächst nicht, gewann dann aber mit 11:7.
Die Punkteteilung im hinteren Paarkreuz hätte durchaus zwei Zähler einbringen können. Aber Naomi Pranjkovic traf hier auf eine sehr selbstbewusste und routinierte Tanja Krämer, gegen die sie nur im ersten Satz mit 11:7 die Oberhand behielt. Erfreulich hingegen der Punktgewinn durch Svetlana Ganina, die sich aber das Leben im zweiten Satz besonders schwer machte. Nach der 6:0 Führung sah sie eigentlich schon wie die sichere Siegerin aus, produzierte dann aber den einen oder anderen Fehler und baute ihre Gegnerin Franziska Schreiner von Punkt zu Punkt auf. Im dritten Satz nahm sie aber beim Stand von 7:4 ein Timeout und brachte den Satz letztendlich mit 11:4 über die Runden. Eine Schrecksekunde erlebte sie aber im vierten Satz, als sie eine 7:4-Führung kurzfristig aus der Hand gab und dann mit 11:9 knapp das bessere Ende für sich hatte.
Wer jetzt gedacht hatte, Kolbermoors Damen hätten nach dem 2:4 nochmals Aufwind bekommen, der wurde im zweiten Einzeldurchgang eines Besseren belehrt. Kristin Lang musste sich Petrissa Solja, nachdem sie den Satzausgleich zum 1:1 schaffte, in vier Sätzen geschlagen geben. Und auch Yuan Wan hatte der Stärke von Chantal Mantz nichts entgegenzusetzen. Bei der 0:3 Niederlage konnte sie eine 3:1 Führung im ersten Satz nicht weiter ausbauen, verlor mit 7:11. Auch nach dem 3:11 im zweiten Durchgang durfte sie in Durchgang Nummer drei nur die Bilanz ziehen, zumindest hier auf Augenhöhe gewesen zu sein.
Kolbermoors Abteilungsleiter Michael Fuchs meinte nach Spielende: „Ich habe ja im Vorfeld schon gesagt, dass von einem 1:6 bis zu einem 6:1 alles passieren kann.
Die Doppelaufstellung hätte ich eigentlich so getroffen, wie ich es beabsichtigt habe. Aber wenn du 0:2 aus den Doppeln rausgehst, wird es schwierig. Unser vorderes Paarkreuz hat heute nicht seinen besten Tag erwischt und Langstadt hat das Spiel recht ordentlich zu Ende gespielt“. 

Bericht und Foto: Gerhard Erlich

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