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Mannschaftssport Erwachsene  

Kolbermoors Erstliga-Tischtennisdamen beschließen Vorrunde nur als Tabellenvierter

3:6 Auswärtsniederlage im Bayernderby gegen Schwabhausen

Laura Tiefenbrunner ging im letzten Vorrundenspiel sowohl im Doppel wie auch später im Einzel leer aus. Foto: Gerhard Erlich

Schwabhausen – Für Kolbermoors Erstliga-Tischtennisdamen endete die Vorrunde mit einem nicht erfreulichen Ergebnis.
Am Ende kehrten sie mit einer 3:6 Auswärtsniederlage vom TSV Schwabhausen zurück. Dies bedeutet zugleich, dass sie nur als Tabellenvierter in die Rückrunde gehen werden.

Es war ein Bayernderby, in dem aus Kolbermoorer Sicht mehr drin gewesen wäre. Einerseits war es ganz in Ordnung eines der beiden Eingangsdoppel gewonnen zu haben.
Dabei gelang es Kristin Lang und Yuan Wan, ihren Gegnerinnen Sabine Winter sowie Orsolya Feher beim 3:1 Sieg die erste Saisonniederlage beizubringen. Bei genauerer Betrachtung aber hatte auch das Duo Ganina/Tiefenbrunner durchaus Chancen, die Begegnung gegen Mateja Jeger und Yangzi Liu für sich zu entscheiden. Im fünften Satz, der notwendig wurde, lief man jedoch nach dem Seitenwechsel einem 3:5 Rückstand bis zum Schluss nach und musste sich letztendlich mit 8:11 geschlagen geben.
Im ersten Einzeldurchgang sahen die lediglich 55 Zuschauer eine erneute Punkteteilung sowohl im vorderen wie auch im hinteren Paarkreuz.
Für eine Überraschung sorgte dabei Yuan Wan, die gegen Schwabhausens Yangzi Liu in fünf Sätzen erfolgreich blieb und diese Begegnung auch schneller zu ihren Gunsten hätte entscheiden können. Im dritten Satz vergab sie beim Stand von 10:8 zwei Satzbälle und unterlag noch mit 10:12. Nachdem sie den Ausgleich kassierte, lag sie im Entscheidungssatz beim Seitenwechsel mit 5:4 in Führung. Ihre Gegnerin versuchte sie nach dem 8:5 durch ein Timeout nochmals aus dem Konzept zu bringen, was dieser aber nicht gelang. Im Gegenteil: Wan baute die Führung auf 10:6 aus und verwandelte gleich den ersten Matchball zum 11:6.
Die Freude währte allerdings nicht lange, musste doch Kristin Lang gegen ihre Freundin Sabine Winter erneut eine 0:3 Niederlage hinnehmen.
Dass Kolbermoors Kurve hier noch nicht nach unten zeigte, verdankte man Svetlana Ganina. Nach der 0:3 Niederlage von Laura Tiefenbrunner gegen Mateja Jeger war es die Russin, die das heimische Quartett auf Kurs hielt. Beim 3:1 Sieg gegen Mercedesz Nagyvaradi lag sie schnell mit 2:0 Sätzen in Front und schien dann die berühmte Angst vor dem Gewinnen zu haben beziehungsweise stellte sich ihre Gegnerin besser auf sie ein. Dies musste Ganina feststellen, als sie in Durchgang Nummer vier schnell mit 1:7 im Hintertreffen lag und diesen Rückstand nicht mehr aufholen konnte. Eng wurde es für sie im vierten Satz, in dem sie zunächst immer mit zwei Punkten Vorsprung führte. Als Nagyvaradi auf 8:7 herankam, nahm die 43-Jährige dann doch noch ein Timeout, erzielte danach wieder mit dem 10:8 eine Zwei-Punkte-Führung und nutzte den ersten Matchball bei eigenem Aufschlag zum 11:8. Nach dem 3:3 nahm das Unheil für Kolbermoors Quartett allerdings seinen Lauf, denn Kristin Lang musste sich Yangzi Liu beugen. In dem Duell, das eine 1:3 Niederlage der Kolbermoorerin sah, aber auf Augenhöhe geführt wurde, verpasste es die Physiotherapeutin im zweiten Satz für den Ausgleich zu sorgen. Nach der 10:8 Führung vergab sie bei eigenem Aufschlag zwei Satzbälle konnte auch nach der Führung zum 13:12 einen weiteren Satzball nicht nutzen. Die Folge war der Ausgleich zum 13:13 und letztlich zwei Minuspunkte zum 13:15. In Durchgang Nummer vier ließ sie – wieder beim 10:8 – zunächst die gebotene Chance aus, gewann dann aber doch noch mit 12:10. Die Möglichkeit zum Ausgleich wurde ihr im vierten Satz gegeben, als sie in der Verlängerung 12:11 führte und sogar wiederum eigenen Aufschlag hatte. Irgendwie aber hatte sie an diesem Tag keinen Pakt mit der Glücksgöttin Fortuna geschlossen, denn auch diesmal hatte sie am Ende mit 12:14 das Nachsehen. Am meisten dürfte sich aber Yuan Wan geärgert haben. Sie hatte nach dem Kolbermoorer 3:4 Rückstand die Möglichkeit, für den Ausgleich zu sorgen. Gegen Sabine Winter musste sie im Entscheidungssatz beim Stand von 4:1 durch ein Timeout ihrer Gegnerin zwar eine Zwangspause einlegen, schaffte aber danach das 5:1 zum Seitenwechsel und sogar noch das 6:1. Doch dann schmolz der Vorsprung plötzlich sukzessive zusammen. Die Folge war der Ausgleich zum 9:9 und nach dem 9:11 ein weiterer Minuspunkt, der zum 3:5 aus Kolbermoorer Sicht führte.
Das I-Tüpfelchen war die klare 0:3 Niederlage von Svetlana Ganina gegen Mateja Jeger. Kolbermoors Abteilungsleiter war natürlich nicht gerade erfreut und erklärte: „Heute war mehr drin. Wir hätten beide Doppel gewinnen können. Stark war allerdings der Sieg von Yuan Wan gegen Yangzi Liu. Mit der Niederlage wurde der Abstand zum Zweiten beziehungsweise Dritten jetzt noch größer“.
=> Vorrundentabelle

Für den SV DJK Kolbermoor punkteten:
Doppel: Lang/Wan (1); Einzel: Wan, Ganina (je 1).

Bericht und Foto: Gerhard Erlich

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