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Neues aus den Vereinen  

Josef Langenwalter räumt den Chefsessel bei den Haushamer TT-Spielern

Der Spartenleiter legt nach einer beispielslosen Funktionärskarriere sein Amt nieder.

Josef Langenwalter (Mitte) nimmt nach 47 Jahren als Spartenleiter seinen Hut. Seine Frau Angelika stellte bei den Neuwahlen ihren Posten als Schriftführerin zur Verfügung. Geehrt wurde auch Hermann Kugel, der über viele Jahre die Talente als Trainer formte.

Haushamm - Dass die Haushamer Tischtennisspieler seit Jahrzehnten das Aushängeschild des Oberlandes sind, hängt mit mehreren Faktoren zusammen. Einer davon ist die optimale Besetzung des Hauptverantwortlichen, des Spartenleiters. Nun aber ist der Zeitpunkt gekommen, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Josef Langenwalter, der die Führung im Jahr 1973 von Konrad Keßlinger übernommen hat, nahm seinen Hut. Eine beispiellose Funktionärs-Karriere über 47 Jahre.

Hans Balk, Keßlinger und Langenwalter. Weitere Spartenleiter hat die 1947 gegründete SG-Sparte nicht aufzuweisen. Als 1972 das 25-jährige Bestehen der Abteilung mit einem von 320 Aktiven besuchten Jubiläumsturnier im Gewerkschaftshaus gefeiert wurde, war Langenwalter noch im Planungsstab. Ein Jahr später übernahm der selbständige Radio- und Fernsehtechniker die alleinige Verantwortung. Es folgten in der Region nie erreichte Höhepunkte. So 1978 der Aufstieg in die Süddeutsche Oberliga, die spätere 2. Bundesliga, 1983 das Stelldichein der chinesischen Nationalmannschaft vor mehr als 1000 Fans in der Landkreissporthalle und 1987 die Gründung des Internationalen Neujahrsturnier, das noch heute Jahr für Jahr mehr als 500 Spieler an die Schlierach lockt und ein Jahr darauf die Ausrichtung des Bundesranglistenturnier TOP 16. Eine Mammutaufgabe, bei der unter anderem 800 m² Glasflächen abzudecken und 800 m² fernsehgerechter Spezialboden zu verlegen waren. „Ich war immer nur Teil eines funktionierenden Teams“, erklärt Langenwalter „und das Schöne ist, dass es immer Spaß gemacht hat, etwas auf die Beine zu stellen“.

Nun also ist für den gebürtigen Miesbacher, dessen Großvater in der Kreisstadt eine Metzgerei betrieb, der Zeitpunkt gekommen, die frisch hinzugewonnene freie Zeit zu nutzen. „Die Familie ist oft zu kurz gekommen. Da wollen wir jetzt einiges nachholen“, sagt Langenwalter „und außerdem werde ich komplettes Neuland betreten“. Er lüftet damit das Geheimnis, dass er Opa wird. Tochter Simone erwartet ihr erstes Baby. 

 

 

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