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Ochsenfurt - Bei den Bayerischen Einzelmeisterschaften der Tischtennis-Senioren im unterfränkischen Ochsenfurt gab es eine große Flut an Medaillen für die Teilnehmer aus den beiden oberfränkischen TT-Bezirken West und Ost. Gleich sechs Teilnehmer erkämpften sich Gold, und zwar im Einzel Juliane Dressel (ATS Kulmbach) und Reiner Kürschner (TSV Windheim) sowie im Doppel Evi Beier (TTV 45 Altenkunstadt), Rolf Eberhardt (TTC Tiefenlauter), Klaus Lindner (TV Ebersdorf) und Harald Todt (TSV Bad Rodach). Noch zweimal standen Dressel und Kürschner sowie noch einmal Beier, Eberhardt und Todt auf dem Podest. Neben den sechs ersten Plätzen belegten sechs Oberfranken den zweiten und zehn den dritten Platz.

Fünf Medaillen für zwei Teilnehmer aus dem Kreis Kronach Reiner Kürschner und Friedel Tomaschko glänzen

Der Nordhalbener Reiner Kürschner, der in Diensten des Verbandsligisten TSV Windheim steht, gehörte bei den diesjährigen „Bayerischen“ wieder einmal zu den Besten aller 205 teilnehmenden Senioren. Auf dem Weg von der Gruppenphase über das Hauptfeld ins Endspiel musste er nur im Halbfinale gegen Jürgen Braun (DJK Kleinwallstadt) auf der Hut sein. Hier befand er sich nämlich nach drei Sätzen mit 1:2 im Rückstand. Doch mit einem 11:9 und 11:7 riss er das Ruder noch herum. Im Endspiel ließ er gegen Uwe Endres von der TG Zell nichts anbrennen (11:6, 11:7, 11:6) und verteidigte seinen im Vorjahr errungenen Titel in der Altersklasse (AK) 60.

Im Doppel wirkte an der Seite von Kürschner sein früherer Mannschaftskamerad vom FC Nordhalben und TTC Tiefenlauter, Günter Fuhrmann. Beide waren vom Pfad zum Finale nicht abzudrängen. Im entscheidenden Match gegen das Duo Fietz/Volkert (Sparta Nürnberg/TSV Winkelhaid) brachten sich Kürschner und Fuhrmann mit einem 11:9 nach vorne. Doch dann war alles wie abgerissen und zu allem Übel ging der vierte Satz auch noch in der Verlängerung mit 13:15 verloren. Immerhin war dies noch die Silbermedaille.

Den dritten Podestplatz erreichte Kürschner im Mixed mit seiner mehrmaligen Partnerin bei derartigen Wettbewerben, Daniela Baumann (SB Versbach). Allerdings konnten sie ihren Titel nicht verteidigen. Beide schieden im Halbfinale aus und mussten sich diesmal mit „Bronze“ zufrieden geben.

Mit dem Ebersdorfer Friedel Tomaschko, der für den Bezirksoberligisten TSV Teuschnitz auf Punktejagd geht, wartete der zweite Teilnehmer aus dem Kreis Kronach mit ausgezeichneten Leistungen und Platzierungen auf. Auch wenn es auf das Podest bis nach oben nicht klappte, so sind der jeweils dritte Rang im Einzel und Doppel schon aller Ehren wert.

In seiner Gruppe hatte Tomaschko neben zwei Erfolgen einmal das Nachsehen, doch als Zweitplatzierter reichte dies noch für die Hauptrunde. Hier konnte er zunächst Christian Kern vom FC Langwied nach 1:2-Satzrückstand noch mit einem 11:8 und 11:7 auf die Verliererstraße schicken. Gegen Manfred Kinner (Weißblau-Allianz München) hatte er aufgrund einer schwachen Konzentrationsphase nur im dritten Durchgang das Nachsehen. Im Halbfinale traf er auf seinen früheren Mannschaftsmitspieler beim FC Nordhalben, Rolf Eberhardt (jetzt TTC Tiefenlauter). Der aus Weidenberg bei Bayreuth stammende Eberhardt setzte sich nach zwei knappen und einem klaren Satzgewinn durch (12:10, 11:9, 11:3). Damit verpasste Tomaschko zwar den Einzug ins Finale, doch bedeutete dies immerhin noch den dritten Platz unter 28 Teilnehmern in der AK 65.

Im Doppel konnte Tomaschko mit Georg Herold vom TTC Rugendorf eine oberfränkische Einheit bilden. Wie im Einzel, so kam auch hier für ihn im Halbfinale das Aus. Tomaschko und Herold stießen hier auf das souverän aufspielende Siegerpaar Eberhardt/Beisler (TTC Tiefenlauer/FC Hösbach) und mussten mit 0:3 die Segel streichen. Dennoch stand unter dem Strich wieder „Bronze“ und dies bei einer hochkarätig besetzten bayerischen Meisterschaft. Im Mixed waren Tomaschko und Herold nicht am Start.

Gold, Silber und Bronze für Juliane Dressel vom ATS Kulmbach

Aus dem Bereich Kulmbach war Juliane Dressel (Altersklasse 60) mit je einer Gold-, Silber- und Bronzemedaille die erfolgreichste Teilnehmerin.

Obwohl sie in ihrer Gruppe eine Niederlage hinnehmen musste, reichte es aufgrund des Satzverhältnisses noch zum ersten Platz und damit der Sprung in die Hauptrunde.

Hier marschierte sie bis ins Finale vor und traf erneut auf Karin Kahl (SC Biberbach), der sie sich in der Gruppe im Entscheidungssatz beugen musste. Auch diesmal schien die Schwäbin die erste Geige zu spielen, denn sie gewann den ersten Satz klar mit 11:5. Doch dann meldete sich die Kulmbacherin eindrucksvoll zurück. Mit einem 11:5, 11:4 und 11:6 ging Dressel noch als klare Siegerin und Bayerische Meisterin durchs Ziel. Zusammen mit ihrer Vereinskameradin Irene Fieber startete Dressel im Doppel und erreichte auch hier das Endspiel. Gegen eine unter-/mittelfränkische Formation schienen frühzeitig die Felle davonzuschwimmen (7:11, 6:11). Doch das ATS-Paar bäumte sich auf und glich mit einem 11:5, 11:7 zum 2:2 aus. Allerdings wurde diese Aufholjagd nicht belohnt, denn der fünfte Durchgang ging verloren. Im Mixed-Halbfinale scheiterte Dressel zusammen mit Klaus Hanke vom TuS Bad Aibling am späteren Gewinnerpaar Petra Rubin vom TTC Neunkirchen am Brand und Johann Wiesböck.

Zweimal auf dem Treppchen stand Evi Beier vom TTV 45 Altenkunstadt in der AK 65. Im Doppel-Finale zwang sie zusammen mit der Oberbayerin Annemarie Häusler die AK65-Einzel- und AK60-Mixedsiegerin Petra Rubin und deren Münchner Partnerin nach 0:2-Satzrückstand noch mit 11:9, 11:9 und 11:7 in die Knie. Auch im Mixed mit dem Mittelfranken Günter Hoffmann schaffte Beier das Endspiel, hatte hier aber nach vier Durchgängen gegen ein Münchner Duo das Nachsehen. Im Einzel schaffte Evi Beier zwar den Sprung unter die besten Acht, blieb hier jedoch gegen die Wombacherin Christa Geist chancenlos.

Ein dritter Platz im Doppel der AK 60 stand zwar für die zweite Teilnehmerin vom TTV 45 Altenkunstadt, Conny Gebert-Scholl, zu Buche. Jedoch waren hier nur noch drei weitere Paare mit von der Partie

Mehr Doppel (13) waren da schon bei den Herren der AK 65 am Start. Georg Herold vom TTC Rugendorf schaffte zusammen mit Friedel Tomaschko (TSV Teuschnitz) das Halbfinale. Hier stießen beide auf das spätere Siegerduo, was unter den Strich immerhin noch „Bronze“ bedeutete. Im Einzel schlossen die Gruppe Georg Herold (2:1 Spiele/7:4 Sätze) und sein Vereinskamerad Michael Zrenner (3:0/9:2) als Erstplatzierte ab. Während im Hauptfeld Herold gleich im ersten Treffen knapp mit 2:3 auf der Strecke blieb, warf Zrenner mit 3:0 seinen Kontrahenten aus Hörstein aus dem Wettbewerb. Allerdings kam für ihn im Viertelfinale gegen Gerald Ziegler (TSV Winkelhaid) nach dem 1:1-Satzgleichstand mit einem 9:11 und 7:11 das Aus.

Auszug aus der Ergebnisliste mit den oberfränkischen Teilnehmern bis zum zehnten Platz

AK 50: 9. Elias Krug (SV Mistelgau) - 9. Elias Krug/Mario Krug (SV Mistelgau//SC Markt Heiligenstadt), Dieter Brandl/Harald Hauffe (FC Bayreuth/SV Mistelgau) und Jürgen Friedmann/Jürgen Triep (SV Meilschnitz/TSV Gräfelfing) – 3. Harald Hauffe/Karin Kahl (SV Mistelgau/SC Biberbach).

AK 60: 1. Juliane Dressel (ATS Kulmbach) – 2. Juliane Dressel/Irene Fieber (ATS Kulmbach), 3. Conny Gebert-Scholl/Maria Schmidbauer (TTV 45 Altenkunstadt/TSV Bogen) - 1. Reiner Kürschner (TSV Windheim), 9. Günter Fuhrmann (TTC Tiefenlauter) und Wolfgang Werner (TSG Bamberg) – 2. Reiner Kürschner/Günter Fuhrmann (TSV Windheim/TTC Tiefenlauter), 5. Wolfgang Werner/Werner Quaschigroch (TSG Bamberg/TV Ebersdorf) – 3. Juliane Dressel/Klaus Hanke (ATS Kulmbach/TuS Bad Aibling) und Reiner Kürschner/Daniela Baumann (TSV Windheim/SB Versbach), 5. Irene Fieber/Werner Quaschigroch (ATS Kulmbach/TV Ebersdorf), 9. Conny Gebert-Scholl/Lothar Fischer (TTV 45 Altenkunstadt/TV Ebersdorf).

AK 65: 5. Evi Beier (TTV 45 Altenkunstadt) – 1. Evi Beier/Annemarie Häusler (TTV 45 Altenkunstadt/SV Warngau) - 2. Rolf Eberhardt (TTC Tiefenlauter), 3. Friedel Tomaschko (TSV Teuschnitz), 5. Michael Zrenner (TTC Rugendorf), 9. Günther Panzer (TV Gefrees) und Georg Herold (TTC Rugendorf) – 1. Rolf Eberhardt/Paul Beisler (TTC Tiefenlauter/FC Hösbach), 3. Friedel Tomaschko/Georg Herold (TSV Teuschnitz/TTC Rugendorf), 5. Günther Panzer/Günter Pirnke (TV Gefrees/ASV Fronberg) – 2. Evi Beier/Günter Hoffmann (TTV 45 Altenkunstadt/FC Eschenau). 

AK 70: 1. Klaus Lindner/Günther Alphei (TV Ebersdorf/TSV Aichach), 9. Manfred Merdan/Horst Zeipelt (SG Regnitzlosau/TB Nürnberg) – 5. Edeltraud Barth/Christl Rupprecht (VfL Neustadt/TSV Schondorf).

AK 75: 3. Edeltraud Barth (VfL Neustadt/Cbg.) - 3. Harald Todt (TSV Bad Rodach) – 1. Harald Todt/Reinhard Ritter (TSV Bad Rodach/TSV Schongau), 5. Hubert Schwengler/Alfred Niesta (TTC Unterzettlitz/TSV Neuried) – 3. Edeltraud Barth/Erich Goldau (VfL Neustadt/SpVgg Westheim),

AK 80: 5. Wolfgang Bruchner/Hermann Lautner (TV Wunsiedel/TSV Dachau) - 5. Wolfgang Bruchner/Erika Schätzler (TV Wunsiedel/SF Großgründlach).

Juliane Dressel vom ATS Kulmbach (links) stand bei den bayerischen Tischtennis-Seniorenmeisterschaften der Altersklasse 60 dreimal auf dem Podest. Während sie im Einzel nicht zu bezwingen war, wurde sie im Doppel mit Vereinskameradin Irene Fieber (rechts) Vizemeisterin. Foto: Horst Marr
Evi Beier vom TTV 45 Altenkunstadt (links) wurde in der AK 65 Siegerin im Doppel mit Annemarie Häusler vom SV Warngau. Foto: Horst Marr
Gold im Einzel, Silber im Doppel und Bronze Im Mixed. Der Nordhalbener Reiner Kürschner, der für den TSV Windheim im Einsatz ist, trumpfte bei der bayerischen Meisterschaft der Senioren wieder einmal auf. Foto: Horst Franz
Friedel Tomaschko vom TSV Teuschnitz: Jeweils Bronze im Einzel und Doppel. Foto: Hans Franz