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Drei Kronacher Teams scheitern am Aufstieg

Kreis Kronach – Drei Tischtennis-Mannschaften aus dem Kreis Kronach hatten die Punktesaison mit dem zweiten Tabellenplatz in ihrer jeweiligen Liga abgeschlossen und so noch die Möglichkeit erhalten, über die Relegation den Sprung in die nächst höhere Klasse zu schaffen. Doch weder die TS Kronach konnte die Chance zum Aufstieg in die zweithöchste bayerische Liga erreichen, noch der SV Rothenkirchen die Landesliga und der TSV Steinberg die westoberfränkische Bezirksliga. Als kleiner Relegations-Trost darf bewertet werden, dass der TSV Stockheim über die Relegationsrunde noch den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga schaffte.

TS Kronach

Hinter dem souveränen Tabellenführer TV Ebern (18:0 Punke) hatte die TS Kronach die Landesligasaison als Vizemeister (16:2) abgeschlossen. In der Aufstiegsrelegationsrunde hatten es die Cranachstädter mit dem gastgebenden TTC Hof und TuS Dachelhofen zu tun. Die Saalestädter hatten in der Verbandsliga Nordost (elf Teams) nur wegen des geringfügig etwas schlechteren Satzverhältnisses gegenüber dem TuS Schnaittenbach den achten Rang, und damit den Abstiegsrelegationsplatz belegt. Dass ihnen diese knappe Entscheidung ganz schön wurmte, dies bekamen die Kronacher deutlich zu spüren.

TTC Hof – TS Kronach 9:4

Etwas eingeschränkt gingen die Kronacher in diese erste Tagespartie, da sie auf ihre Nummer drei, Christoph Teille verzichten mussten. Ob sein Mitwirken und die Verhinderung von zwei verlorenen Entscheidungssätzen aber doch zu einem erfolgreichen Abschneiden geführt hätten, dies sie dahingestellt. Jedenfalls sah es zu Beginn des über drei Stunden dauernden Matches noch nicht schlecht aus (2:2). Eigentlich hatten die Gäste die 3:2-Führung erwartet, denn Ivan Proano Quimis hatte gegen Manuel Scholz den ersten Satz gewonnen. Doch der TSK-Spitzenspieler geriet gegen die Nummer zwei der Hofer mehr und mehr auf die Verliererstraße, sodass die Einheimischen mit 3:2 vorne lagen. Es kam nun aber gewaltig für Kronach, denn auch die weiteren vier Einzel gingen den Bach hinunter. Ärgerlich war in diesem Abschnitt, dass Andreas Eichner im fünften Satz an Ratnarajah mit 8:11 scheiterte. Zwar konnten mit Beginn der zweiten Einzelrunde Proano Quimis und David Kostadinov auf 4:7 verkürzen, doch zu mehr reichte es nicht.

Ergebnisse: Scholze/Küspert – Proano Quimis/Eichner 3:2, Cirpaci/Schindler – Kostadinov/Rauscher 1:3, Rill/Ratnarajah – Bittruf/Heppt 3:0, Cirpaci – Kostadinov 1:3, Scholze – Proano Quimis 3:1, Küspert – Bittruf 3:0, Schindler – Rauscher 3:1, Rill – Heppt 3:0, Ratnarajah – Eichner 3:2, Cirpaci – Proano Quimis 0:3, Scholz – Kostadinov 1:3, Küspert – Rauscher 3:0, Schindler – Bittruf 3:0.

Nach dieser Auftaktpleite war schon eine gewisse Vorentscheidung gefallen, sodass die zweite Partie der Kronacher gegen die TuS Dachelhofen (Zweiter der Landesliga Ostnordost) nur noch statische Bedeutung hatte. Die Oberpfälzer verloren gegen Kronach mit 4:9 und mit 3:9 gegen Hof. Beim Kronacher Sieg punkteten  Proano Quimis (2,5), Kostadinov (2,5), Andre Rauscher (1,5), Andras Eichner (1,5) und Michael Bittruf (1). Für Ersatzspieler Felix Heppt (Bezirksklasse B) gab es erwartungsgemäß in beiden Begegnungen nichts zu erben. Nach diesem Scheitern der TSK kann es in der nächsten Saison in der Verbandsliga nicht zum Kronacher Derby mit dem TSV Windheim (Absteiger aus der Verbandsoberliga) kommen. Dafür steht in der Landesliga das Derby der Kronacher gegen den TSV Teuschnitz (Aufsteiger der Bezirksoberliga) auf dem Programm.

SV Rothenkirchen

In der Bezirksoberliga musste der SV Rothenkirchen aufgrund des etwas schlechteren Spielverhältnisses dem punktgleichen TSV Teuschnitz als Meister den Vortritt lassen. Die Chancen trotzdem zum Noch-Aufstieg in die Landesliga lagen nun in der Relegationsrunde. Doch sowohl gegen den TSV Zell (7:9) als auch  gegen den TTC Rödental (6:9) musste der Kürzere gezogen werden.

TSV Zell – SV Rothenkirchen 9:7

In einem Match auf des Messers Schneide stand es in der Schlussphase 7:7, sodass für beide Teams noch alles offen war. Den längeren Atem hatten nach knapp vier Stunden die gastgebenden Fichtelgebirgler, die somit als Rangachter der vergangenen Landesligasaison nicht absteigen müssen.

Ergebnisse: A. Heinold/Späthling – Scherbel/Gehring 3:0, Fischbach/Rotsching – Girke/Hammerschmidt 0:3, K. Heinold/Göhring – Eber/Reinhardt 3:0, A. Heinold – Scherbel 1:3, Späthling – Girke 2:3, Fischbach – Hammerschmidt 3:0, K. Heinold Eber 1:3, Rotsching – Gehring 3:0 Göhring – Reinhardt 2:3, A. Heinold – Grike 3:2, Späthling – Scherbel 3:2, Fischbach – Eber 3:0, K. Heinold – Hammerschmidt 1:3, Rotsching – Reinhardt 0:3, Göhring – Gehring 3:0. A. Heinold/Späthing – Girke/Hammerschmidt 3:1.

Nach dieser unglücklichen Niederlage war bei Rothenkirchen die Luft gegen den TTC Rödental (Zweiter der westoberfränkischen Bezirksoberliga) raus, sodass die 6:9-Niederlage nach 4:1-Führung nicht mehr von Bedeutung war. Die sechs Zähler gegen Rödental verbuchten: Philipp Girke (2,5), David Scherbel (1), Marius Eber (0,5), Jens Hammerschmidt (1,5) und Oliver Reinhardt (0,5).

TSV Steinberg

Mit vier Punkten Rückstand zum TTC Brauersdorf und mit zwei Zählern mehr als der SV Rothenkirchen hatte der TSV Steinberg in der Bezirksklasse A den zweiten Tabellenplatz belegt. In der Relegationsrunde zum Aufstieg in die Bezirksliga gab es für den TSV allerdings zwei Pleiten. So mussten in Stockheim gegen den TTC Hof IV mit 1:9 und gegen den TTC Stammbach mit 2:9 die Segel gestrichen werden. Steinberg wird deshalb in der nächsten Saison einen erneuten Versuch zum Sprung in die Bezirksliga starten. hf / Hans Franz

TSV Stockheim bleibt in der Bezirksoberliga

TSV Stockheim

Wegen zwei fehlender Zähler musste der TSV Stockheim in der ostoberfränkischen Bezirksoberliga um den Klassenerhalt bangen. Doch die Saison nahm noch ein gutes Ende, denn in der Relegationsrunde ließen die „Bergleute“ in heimischer Halle nichts anbrennen.

TSV Stockheim – TSC Pottenstein 9:6

Lange Zeit befanden sich beide Teams auf Augenhöhe, wobei die Gäste aus der Fränkischen Schweiz (Zweiter der Bezirksliga Ost) zwischenzeitlich mit 6:5 vorne lagen. Doch von da an setzten die Hausherren zu einer grandiosen Aufholjagd an und eilten mit vier Siegen am Stück zum wichtigen Erfolg. Unbezwungen blieben beim TSV Werner Buckreus, Harald Wich und Hans Martin (je 2,5).

Ergebnisse: Heinlein/Wich – Traßl/Landmann 3:0, Dietrich/Hilbert – Seibold/L. Hümmer 2:3, Buckreus/Martin – A. Hümmer/Domme 3:1, Dietrich – L. Hümmer 1:3, Heinlein – Seibold 1:3, Buckreus – Landmann 3:1, Wich – Traßl 3:1, Hilbert – Domme 1:3, Martin – A. Hümmer 3:0, Dietrich – Seibold 2:3, Heinlein – L. Hümmer 1:3, Buckreus – Traßl 3:1, Wich – Landmann 3:0, Hilbert – A. Hümmer 3:1, Martin – Domme 3:1.

TSV Stockheim – ATSV Oberkotzau 9:1

Keine Chance ließen die Stockheimer dem Vizemeister der Bezirksliga West, der zuvor dem TSC Pottenstein mit 9:7 in die Knie gezwungen hatte und somit noch die Chance zum Aufstieg hatte. Doch da machten die „Bergleute“ einen kräftigen Strich durch die ATSV-Rechnung.

Ergebnisse: Heinlein/Wich – Wietzel/Hennemann 3:0, Dietrich/Hilbert – Geymeier/Peckelhoff 3:1, Buckreus/Martin – Blechschmidt/Schenk 3.2, Dietrich – Peckelhoff 3:0, Heinlein – Geymeier 3:0, Buckreus – Blechschmidt 3:1, Wich – Wietzel 3:1, Hilbert – Kulke 2:3, Martin – Schenk 3:2, Dietrich – Geymeier 3:0.

hf / Hans Franz

Der FC Stockheim muss aus der Bezirksoberliga nicht absteigen. Bei den beiden Siegen in der Relegationsrunde blieb Hans Martin sowohl in seinen drei absolvierten Einzeln als auch in den zwei Doppeln mit Werner Buckreus ungeschlagen.