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Mannschaftssport Erwachsene  

TSV Unterlauter künftig Landesligist

Unerwartete Meisterschaft in der Bezirksoberliga als Neuling

Das Bezirksoberliga-Meisterteam des TSV Unterlauter mit (von links) Lukas Stang, Anton Kleiner, Clemens Haake und Sebastian Probst. Foto: Verein

Unterlauter – Den bisher größten Erfolg für eine Herrenmannschaft in der Tischtennisabteilung des TSV Unterlauer gab es zum Abschluss der Saison 2023/24. Von den insgesamt acht im Einsatz gewesenen Herrenteams ging die „Erste“ als Meister in der Bezirksoberliga durchs Ziel und schlägt damit in der kommenden Punkteserie in der Landesliga auf. Damit ist dem TSV zugleich als Neuling der Durchmarsch als Meister in der Bezirksligasaison 2022/23 gelungen. 

Beim Kampf um den Titelgewinn gab es vor allem in der Schlussphase ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das am Ende das TSV-Team (23:12 Punkte) vor dem nur mit einem Zähler Rückstand folgenden TTC Burgkunstadt II (31:13) für sich entschied. Zu spät war die Aufholjagd des TTC Tiefenlauter II, der besten Rückrundenmannschaft, gekommen (30:14). Mit Abschluss der Vorrunde lagen auch noch die TSG Bamberg II, der TV Schwürbitz und der FC Adler Weidhausen II verhältnismäßig gut im Rennen.

Etwas ungewöhnlich ist es eigentlich schon, dass zwölf Minuszähler zum Titelgewinn reichten. 15 Siegen standen bei Unterlauter nämlich fünf Niederlagen und zwei Unentschieden gegenüber. Doch zeigt dies andererseits deutlich die Ausgeglichenheit der Bezirksoberliga auf. So kam es, dass auch die Konkurrenten nicht ungeschoren davonkamen. Besonders spannend war es drei Spieltage vor Serienschluss geworden, als Unterlauter und Burgkunstadt II mit jeweils 26:12 Punkten gleichauf lagen. Während die Lautertaler die folgenden drei Paarungen mit etwas Glück aber auch starken Leistungen gewannen, büßten die Schuhstädter mit dem 5:5 beim TV Schwürbitz einen Zähler ein.

Als ein „Märchen“ bezeichnet Spitzenspieler Sebastian Probst die jetzige Meisterschaft, denn als Aufsteiger rechnete man in dem erfahrenen Zwölfer-Teilnehmerfeld sowie vier direkten Absteigern mit einem Kampf um den Ligaverbleib. Hinzu sei gekommen, dass Mannschaftführer Clemens Haake und er, Probst, aus beruflichen beziehungsweise familiären Gründen kaum bis gar nicht trainieren konnten. Aus dieser Situation heraus sei man ohne größere Erwartungen gestartet.

Doch mit fünf Siegen am Stück zum Auftakt wurden die Vermutungen ad acta gelegt. Mit Ende der Vorrunde gab es zwar – ersatzgeschwächt - zwei Niederlagen, doch trotzdem ging es mit zwei Punkten Vorsprung als Herbstmeister in die Weihnachtspause. Im neuen Jahr war es ein auf und ab, sodass man am 19. von 22 Spieltagen mit Burgkunstadt – wie erwähnt – gleichauf lag. Eine besondere Konstellation traf noch am letzten Spieltag beim TTC Rödental II ein: Mit einem Sieg wäre die Meisterschaft perfekt gewesen, bei einer Niederlage hätte sich der TSV mit dem dritten Tabellenplatz zufriedengeben müssen. Doch so weit kam es dann doch vor den Augen zahlreicher Unterlauterer Schlachtenbummler nicht (8:2-Sieg).

Wie Sebastian Probst zum Erfolg weiter ausführt, sei dem TSV die Umstellung von Sechser- auf Vierermannschaften sehr entgegengekommen. Damit konnten vier gleichwertige Spieler aufgeboten werden, wobei sich zudem Anton Kleiner und Lukas Stang massiv steigern konnten. Verlassen konnte sich der Meister stets auf die wichtige Unterstützung durch die treuen Zuschauer.

Die Einzelbilanzen der eingesetzten Spieler: Sebastian Probst (22 Spiele) 24:18 Einzelpunkte, Anton Kleiner (22) 33:9, Lukas Stang (20) 27:11, Clemens Haake (15) 14:14, Jonas Jacobi (7) 5:9, Dittmar Denninger (1) 0:2, Philip Meyer (1) 1:1. Doppel: Probst/Stang (20) 12:7, Kleiner/Haake (14) 6:7, Kleiner/Jacobi (6) 2:4.

Mit Blick auf die kommende Landesligasaison gilt das Augenmerk natürlich den Klassenerhalt. Doch nun kommt aber auch gleich eine Hammermeldung: Das Eigengewächs Max Keller, das zuletzt in Diensten des Regionalligisten TSV Bad Königshofen stand, kehrt zu seinem Heimverein als künftige Nummer eins zurück. Probst hierzu: „Max hat in den vergangenen Jahren eigentlich unseren TSV nie aus den Augen verloren. Wir freuen uns riesig über sein Kommen, was uns durchaus ein Stück Extramotivation für die neue, schwere Landesligasaison gibt.“ Der Startschuss für den Aufsteiger fällt am Freitag, dem 13. September, in heimischer Halle mit dem Coburger Duell gegen den TTC Rödental.

Auszug aus der Bestenliste der Bezirksoberliga:

Erstes Paarkreuz: 1. Stefan Kern (TTC Burgkunstadt II) 35:7, 2. Kai Müller (TTC Tiefenlauter II) 30:8, 3. Tania Fischer (FC Adler Weidhausen II) 31:13, 4. Manuel Bojer (TTC Lettenreuth) 28:10, 5. Jürgen Freiberger (TSG Bamberg II) 26:10, 6. Martin Deffner (Tiefenlauter II) 24:12, 7. Markus Gundel (TSV Bad Rodach) 23:13, 8. Dominik Klein (TSV Scherneck) 25:19, 9. Sebastian Probst (TSV Unterlauter) 24:18, 10.  Anton Kleiner (Unterlauter) 14:8.

Zweites Paarkreuz: 1. Andre Fischer (Weidhausen II) 32:10, 2. Lukas Stang (Unterlauter) 26:6, 3. Anton Kleiner (Unterlauter) 19:1, 4. Niklas Braun (Tiefenlauter II) 28:14, 5. Frank Lungkwitz (Untersiemau II) 26:12, 6. Stefan Imhof (Schwürbitz) 24:16, 7. Holger Ehrlich (Scherneck) 23:15, 8. Christian Haselmann (Schwübritz) 16:8, 9. Christian Kreuz (Rödental II) 19:13, 10. Alexander Buhr (Tiefenlauter II) 17:11.

Landesliga-Vorschau

Wenn die Landesliga Nordnordost zur Punkterunde Anfang September an den Start geht, denn wird der Kreis Coburg mit vier Teams das größte Kontingent stellen. Obwohl der bisherige Landesligist FC Adler Weidhausen über die Relegation in die höhere Verbandsliga aufgestiegen ist, stellt Coburg in der Saison 2024/25 eine Mannschaft mehr. Dies nämlich deshalb, weil neben dem Aufsteiger TTC Unterlauter auch der TTC Tiefenlauter neu mit vertreten ist. Tiefenlauter tritt von der Verbandsliga freiwillig den Rückzug in die Landesliga an. Dies unter anderem wegen des Abgangs der Stammspieler Reiner Kürschner (zum FC Nordhalben) und Wolfgang Buckreus (zum TTC Creussen). Vervollständigt wird das Coburger Quartett mit dem vorjährigen Rangdritten TSV Untersiemau und dem Tabellensiebten TTC Rödental. Die weiteren Mannschaften kommen aus dem Kreis Bayreuth (FC Bayreuth II, SV Mistelgau), Bamberg (TSG 2005 Bamberg), Hof (TTC 1990 Hof). Lichtenfels (TTC Burgkunstadt) und Kronach (TSV Windheim).  

Die gemeldeten Stammquartetts der Coburger Teams (nach Ranglistenfolge): Tiefenlauter – Trifon Lengerov, Jürgen Forkel, Kai Müller, Martin Deffner. Untersiemau – Michal Bozek, Fabian Markert, Markus Gundel (Rückkehrer vom TSV Bad Rodach), Frank Zeller (Neuzugang vom TTV 45 Altenkunstadt). Rödental – Benjamin Jahn, Tobias Liebergesell, Hannes Drotleff, Jan Schwadtke. Unterlauter – Max Keller, Anton Kleiner, Sebastian Probst, Lukas Stang. hf / Hans Franz

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