Was sich in der Landesliga in Sachen Meisterschaft angedeutet hat, ist nun auch eingetreten: Der lange an der Spitze gestandene TSV Untersiemau ließ sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und sicherte sich vorzeitig bei nun noch zwei zu absolvierenden Heimbegegnungen den Titelgewinn und den damit verbundenen Aufstieg in die Verbandsliga. Möglich geworden ist dies durch die am Samstag innerhalb von knapp sechs Stunden eingefahrenen zwei Siege. So wurde zunächst beim Tabellendritten TTC Tiefenlauter mit 6:4 die Oberhand behalten und anschließend in der heimischen Schulturnhalle unter leidenschaftlicher Unterstützung der Anhänger gegen den direkten Verfolger TTC Burgkunstadt mit 7:3 die erste Geige gespielt. Während nunmehr der TSV 29:3 Punkte aufweist, stehen bei den „Schuhstädtern“ 20:8 und bei Tiefenlauter 20:10 Zähler zu Buche. Trotz der Niederlagen von Burgkunstadt und Tiefenlauter werden diese beiden Teams die Vizemeisterschaft, die mit der Teilnahme an der Aufstiegsrelegation verbunden ist, unter sich ausmachen. Nach drei unglücklichen 4:6-Niederlagen in Folge war der TSV Unterlauter wieder erfolgreich. Er ließ den designierten Absteiger SV Mistelgau beim 8:2-Heimsieg nicht westlich zur Entfaltung kommen. Einen Tag zum Vergessen erlebte der TTC Rödental bei seiner 1:9-Pleite beim TSV Windheim.
TTC Tiefenlauter – TSV Untersiemau 4:6
Dass der TTC auch ohne seinen noch unbezwungenen Spitzenspieler Trifon Lengerov nicht zu unterschätzen ist, zeigte diese Partie. So gewannen die Hausherren ein Doppel, Kai Müller unterlag Fabian Markert erst mit 9:11 im Entscheidungssatz und Martin Deffner zwang Gabriel Funk nach 1:2-Satzrückstand noch mit 13:11 und 11:9 in die Knie. Nachdem in diesem Abschnitt Michal Bozek für die Gäste siegreich war, stand eine knappe 3:2-Führung zu Buche. Da Markus Gundel und Bozek in seinem zweiten Einzel nichts anbrennen ließen, hatte Untersiemau auf 5:2 erhöht. Als Tiefenlauter durch Forkel auf 3:5 verkürzte, keimte nochmals Hoffnung auf das Remis auf. Niklas Braun konnte zwar den vierten TTC-Punkt markieren, doch parallel dazu verlor Gundel gegen Martin Deffner nur den ersten Satz und machte mit einem 13:11, 11:5 und 11:8 den sechsten Siegpunkt für den TSV perfekt.
Ergebnisse: Forkel/Deffner – Markert/Zeller 3:0, Müller/Braun – Bozek/Gundel 0:3, Müller – Markert 2:3, Forkel – Bozek 1:3, Deffner – Funk 3:2, Braun – Gundel 0:3, Müller – Bozek 0:3, Forkel – Markert 3:0, Deffner – Gundel 1:3, Braun – Funk 3:0.
TSV Untersiemau – TTC Burgkunstadt 7:3
Der TSV hatte mit dem Gewinn der beiden Doppel zwar einen Auftakt nach Maß, jedoch waren beide Paarungen hart umkämpft. Bei Michal Bozek, dem besten Ligaspieler standen erst zwei Niederlagen zu Buche (26:2), wobei er eine davon in der Vorrunde gegen Manuel Eideloth registrieren musste. Und auch diesmal hatte der Burgkunstädter die Nase vorne und verkürzte auf 2:1. Doch von nun an nahmen die Einheimischen richtig Fahrt auf. Während Frank Zeller, Gabriel Funk und Bozek ohne Satzverlust blieben, gab Markus Gundel nur einen unbedeutenden Durchgang ab. Mit diesen vier Siegen am Stück hatten die Hausherren den Vorsprung auf 6:1 gestellt, womit nicht nur der Heimsieg vorzeitig eingetütet, sondern zugleich der Titelgewinn perfekt war. Die restlichen drei Paarungen hatten nur noch statistische Bedeutung, wobei Funk, der im Einzel für den am Oberarm verletzten Markert zum Einsatz kam, auch sein zweites Einzel gewann.
Ergebnisse: Markert/Zeller – Linz/Nidetzky 3:0, Bozek/Gundel – Pol/Eideloth 3:2, Bozek – Eideloth 1:3, Gundel – Pol 3:1, Zeller – Nidetzky 3:0, Funk – Linz 3:0, Bozek – Pol 3:0, Gundel – Eideloth 0:3, Zeller – Linz 1:3, Funk – Nidetzky 3:2.
TSV Unterlauter – SV Mistelgau 8:2
Für die Hausherren gestaltete sich trotz der beiden Doppelgewinne der Einstieg doch etwas holprig. So musste zum Beispiel das Duo Probst/Stang über die volle Distanz. In prächtiger Verfassung präsentierte sich das erste Paarkreuz mit Max Keller und Anton Kleiner, das ohne Satzverlust blieb und für die vielversprechende 4:0-Führung sorgte. Probleme hatte dagegen der gesundheitlich angeschlagene Sebastian Probst sowie Lukas Stang, die Federn lassen mussten. Doch nach diesem zwischenzeitlichen 4:2 machten Keller und Kleiner ihren Sahnetag perfekt, als sie auch in ihrem jeweils zweiten Einzel mit 3:0 die erste Geige spielten. Probst und Stang verloren zwar jeweils den dritten Durchgang, doch an ihrem 3:1-Satzerfolg gab es nichts zu deuteln. Mannschaftsführer Anton Kleiner nach dem erfolgreichen Auftritt: „Mit diesem Sieg haben wir nach zuletzt drei Niederlagen wieder Selbstvertrauen gedankt. Wir nehmen den Schwung von heute gerne mit, um die restlichen drei Partien zu Hause erfolgreich zu gestalten. Besonders am TSV Windheim möchten wir uns für die 3:7-Hinspielpleite revanchieren.“
Ergebnisse: Keller/Kleiner – Wendl/Voit 3:1, Probst/Stang – Szilagyi/Krug 3:2, Keller – Wendl 3:0, Kleiner – Szilagyi 3:0, Probst – Krug 1:3, Stang – Voit 0:3, Keller – Szilagyi 3:0, Kleiner – Wendl 3:0, Probst – Voit 3:1, Stang – Krug 3:1.
TSV Windheim – TTC Rödental 9:1
Es gibt Tage, da will einfach nichts laufen und dies obwohl beste Ansätze vorhanden. So einen Spieltag, und dies noch an einem Sonntag, erwischte Rödental im oberen Frankenwald. Obwohl sich die Auseinandersetzung über zweieinhalb Stunden erstreckte, stand unter dem Strich eine Packung. Dabei hätte es zum Auftakt 1:1 stehen können, denn das Doppel Jahn/Drotleff lag nach Sätzen mit 2:1 vorne und führte im vierten Durchgang mit 6:1. Doch die Hausherren, die kurz zuvor den TTC Hof mit 9:1 abgefertigt hatten, glichen zum 2:2 aus und behielten auch im Entscheidungssatz die Oberhand. Auf verlorenem Posten standen allerdings Tobias Liebergesell und Benjamin Jahn, sodass der TTC mit 0:4 bereits mit dem Rücken zur Wand stand. Gleich zweimal ging es zwischen Weidemüller und Grosch in die Verlängerung (18:20, 15:13, 6:11, 9:11). Hannes Drotleff befand sich gegen Trebes schon auf der Gewinnerstraße, doch er konnte seine 2:1-Satzführung nicht ins Ziel bringen. Jahn verlangte dem heimischen Spitzenspieler Schirmer alles ab, zog aber ebenfalls den Kürzeren (14:12, 6:11, 10:12, 10:12). So war es lediglich Liebergesell vorbehalten den Ehrenpunkt zu markieren. Obwohl sein Kontrahent Girke zuvor Jahn keine Chance gelassen hatte und im ersten Satz Liebergesell nicht den Hauch einer Chance ließ, drehte der Rödentaler den Spieß noch um.
Ergebnisse: Schirmer/Trebes – Liebergesell/Weidemüller 3:1, Girke/Grosch – Jahn/Drotleff 3:2, Schirmer – Liebergesell 3:0, Girke – Jahn 3:0, Grosch – Weidemüller 3:1, Trebes – Drotleff 3:2, Schirmer – Jahn 3:1, Girke – Liebergesell 1:3, Grosch – Drotleff 3:1, Trebes – Weidemüller 3:1. hf









