Vor acht Jahren noch in der Bezirksklasse, schlägt der TSV 1860 Bad Rodach ein neues Kapitel in seiner Vereinsgeschichte auf: Nach drei erfolgreichen Jahren in der Regionalliga startet die Damenmannschaft erstmals in der 3. Bundesliga Süd. Der Aufstieg ist das Ergebnis harter Arbeitund einer starken Gemeinschaft – auf und neben der Platte.
Saisonauftakt gegen Bundesliga-Reserve
Zum Saisonstart am Sonntag, 28. September 2025, empfangen die Rodacherinnen die zweite Mannschaft des TTC 1946 Weinheim – die Reserve des amtierenden Deutschen Meisters. Ein Duell, das die neue sportliche Dimension der Liga eindrucksvoll unterstreicht. „Die 3. Bundesliga ist noch mal eine ganz andere Hausnummer als die Regionalliga“, sagt Carsten Schirm, Jugendwart der Tischtennisabteilung und Teamchef der Damen. „Wir wissen, dass hier eine neue Herausforderung auf uns wartet, aber wir haben uns in den letzten Jahren Stück für Stück darauf vorbereitet.“
Mit dem Aufstieg in die 3. Bundesliga greift auch ein neues Spielsystem: Anders als bisher müssen nicht mehr alle zehn Einzel und Doppel ausgespielt werden. Stattdessen endet die Partie, sobald eine Mannschaft sechs Punkte erreicht hat. Ein weiteres Novum: Nach dem vierten Spiel gibt es eine kurze Pause. Diese Unterbrechung bietet den Spielerinnen Gelegenheit zur Regeneration und den Zuschauern Zeit für Austausch und Erfrischung. „Die Pause finde ich wichtig – sowohl strategisch als auch atmosphärisch“, so Norbert Thumser (Medien - und Pressewart TSV) . „Sie schafft Raum für neue Impulse und steigert die Spannung.“
Eingespielter Kader mit Neuzugang
Der Kader bleibt weitgehend unverändert – ein klares Zeichen für Kontinuität und Vertrauen. Neben den Bad Rodacher Spielerinnen Sophie Schirm, Svenja Schirm und Manuela Bienek bilden die Ukrainerinnen Valerija Mühlbach, Polina Pashchenko und Anastasiia Solodenko das bewährte Gerüst.
Neu im Team ist die 35-jährige Veronika Andriushchenko, die über das persönliche Netzwerk von Valerija Mühlbach zum TSV fand. Die erfahrene Ukrainerin bringt nicht nur spielerische Qualität, sondern auch nationale Erfolge mit: Mit ihrer Mannschaft erreichte sie zuletzt den dritten Platz in der ukrainischen Super League, nachdem sie zuvor bereits zweimal Vizemeisterin wurde. Gemeinsam mit ihrem Team gewann sie den ukrainischen Pokal und sicherte sich zudem den Vizemeistertitel im Einzelwettbewerb – ein beeindruckender Leistungsausweis. „Valerija hat den Kontakt hergestellt und uns überzeugt, dass Veronika perfekt zu unserem Team passt“, berichtet Carsten Schirm. „Sie bringt nicht nur Erfahrung, sondern auch neue Impulse für unser Mannschaftsgefüge.“ „Unsere Mannschaft ist gut aufeinander abgestimmt, und wir sind fest entschlossen, den Klassenerhalt zu schaffen“, erklärt Thumser. „Das ist unser klares Ziel – denn in den letzten Jahren ist der Aufsteiger oft direkt wieder abgestiegen. Wir wissen, dass wir gegen Teams antreten, die teilweise mit Profistrukturen arbeiten – aber wir setzen auf Teamgeist, Taktik und die Unterstützung unserer Fans.“
Heimspiele als Gemeinschaftserlebnis – Eintritt bleibt frei
Trotz deutlich gestiegener Ausgaben für Organisation und Reisetätigkeit bleibt der Eintritt zu den Heimspielen des TSV Bad Rodach weiterhin kostenfrei. Der Verein setzt damit ein bewusstes Zeichen: Tischtennis soll für alle zugänglich und erlebbar bleiben – unabhängig vom Geldbeutel. Die Gerold-Strobel-Halle wird so zum lebendigen Treffpunkt für Sportbegeisterte, Familien und Unterstützer aus der gesamten Region. Ein zusätzlicher finanzieller Kraftakt erwartet den Verein durch neue Vorgaben in der 3. Bundesliga: Statt wie bisher einem, sind nun drei offizielle Schiedsrichter pro Spieltag vorgeschrieben. Diese Maßnahme soll Fairness und Professionalität im Spielbetrieb stärken – bringt jedoch auch einen erheblichen organisatorischen und finanziellen Mehraufwand mit sich.
Nachwuchsarbeit als Fundament
Neben den Bundesliga-Ambitionen bleibt die Förderung des Breitensports ein zentrales Anliegen des TSV. Besonders die Nachwuchsarbeit genießt hohe Priorität. Kinder und Jugendliche werden frühzeitig für den Tischtennissport begeistert – mit qualifizierten Trainerinnen, modernen Trainingsmethoden und einem familiären Umfeld.
Sponsoren als Rückgrat des Erfolgs
Der Sprung in die Bundesliga wäre ohne die langjährige Unterstützung der Sponsoren nicht möglich gewesen. Ihr Engagement sorgt für professionelle Rahmenbedingungen und die nötige Infrastruktur – von Trikots über Reisekosten bis hin zur Organisation der Spieltage.
Die neue Saison verspricht hochklassige Duelle, emotionale Momente und Tischtennis auf einem Niveau, das Bad Rodach bislang nicht erlebt hat. Die Spielerinnen hoffen auf eine elektrisierende Atmosphäre in der Gerold-Strobel-Halle – getragen von den Fans, die den Verein seit Jahren begleiten.
Der TSV Bad Rodach lädt alle Sportbegeisterten herzlich ein, Teil dieses besonderen Kapitels zu werden. Gemeinsam für den Klassenerhalt. Gemeinsam für den Mädchen- und Damensport in Bayern. Gemeinsam für Bad Rodach.
Saisonstart: Sonntag, 28. September 2025
Gegner: TTC 1946 Weinheim II
Spielbeginn: 13:00 Uhr
Ort: Gerold-Strobel-Halle, Bad Rodach
Eintritt: frei
Heimspieltage des TSV 1860 Bad Rodach
So 28.09.2025 13:00 (1) 1 TSV 1860 Bad Rodach TTC 1946 Weinheim II
Sa04.10.2025 14:00 (1) 2 TSV 1860 Bad Rodach LTTV Leutzscher Füchse 1
So26.10.2025 13:00 (1) 5 TSV 1860 Bad Rodach BSC Rapid Chemnitz
So 09.11.2025 15:00 (1) 6 TSV 1860 Bad Rodach TSV Dachau 65 II
So 30.11.2025 13:00 (1) 9 TSV 1860 Bad Rodach TuS Fürstenfeldbruck II
Sat 28.02.2026 13:00 (1) 11 TSV 1860 Bad Rodach SSV Schönmünzach
Sun 01.03.2026 13:00 (1) 12 TSV 1860 Bad Rodach TTF Rastatt
Sat 21.03.2026 14:00 (1) 15 TSV 1860 Bad Rodach TSV Korntal
Sat 18.04.2026 16:00 (1) 18 TSV 1860 Bad Rodach SU Neckarsulm









