In der Verbandsliga trennten sich in einer Paarung um den Spitzenplatz die Herren des FC Adler Weidhausen (19:7 Punkte) und der SpVgg Erlangen (15:9) mit einem 5:5 Unentschieden. Die Tabellenführung hat vorerst wegen eines mehr ausgetragenen Spiels der TV 1848 Erlangen (20:8) übernommen. Der TTC Tiefenlauter behielt mit 6:4 beim SC 1904 Nürnberg die Oberhand und weist aktuell ein Punktekonto von 12:10 auf. Damit hat er zwar nur zwei Minuszähler weniger als der Throninhaber Erlangen, hat aber drei Partien weniger als dieser absolviert. Die Nürnberger (4:26) gastieren an diesem Samstag, 7. Märtz, ab 14 Uhr beim TSV Untersiemau (10:16), der diesmal spielfrei war. Eine Stunde später steigt um 15 Uhr das überaus interessante Derby des TTC Tiefenlauter gegen Weidhausen. Um 17.30 Uhr muss Untersiemau ein zweites Mal am Samstag ran, und zwar zu Hause gegen den Spitzenreiter TV Erlangen.
SC 1904 Nürnberg - TTC Tiefenlauter 4:6
Nach einer zweistündigen Spieldauer stand zwar ein knapper Gästesieg zu Buche, jedoch war dieser bereits nach dem 6:2-Vorsprung in trockene Tücher gebracht worden. Allerdings bekam Tiefenlauer in den Einzeln zwei Punkte kampflos zugesprochen. Die Hausherren hatten ihre verletzte etatmäßige Nummer drei, Michael Mlynkowiak, aufgestellt, damit der dahinter folgende Benjamin Kies nicht ins vordere Paarkreuz aufrücken musste. Dieser Schachzug ging zwar auf, indem Kies zunächst nach 1:2-Rückstand Martin Deffner im Entscheidungssatz noch mit 11:9 in die Knie zwang und später auch sein zweites Einzel gegen Forkel - ebenfalls im fünften Durchgang - für sich entschied. Doch diese zwei Siege waren zu wenig, da die beiden Ex-Oberfranken Lukas Hennemann und Marco Zirkel, nur je eine Paarung gewannen. Zudem war der Erfolg von Kies gegen Forkel unbedeutend geworden, da damit nur auf 3:6 verkürzt wurde. Der TTC war mit dem Gewinn der beiden Doppel in Führung gegangen und baute diesen Vorsprung auf 6:2 aus. Zu spät kamen für Nürnberg die Siege in den zwei letzten Tagespartien. Einen wichtigen Zähler hatte mit Abschluss der ersten Einzelrunde Jürgen Forkel gegen Zirkel eingefahren. Er war mit 1:2 zurückgelegen und riss mit einem knappen 12:10 und 11:9 das Ruder zum zwischenzeitlichen 4:2 herum.
Ergebnisse: Hennemann/Zirkel - Lengerov/Hofmann 1:3, Kies/Romankiewicz – Forkel/Deffner 0:3, Hennemann – Hofmann 3:0, Mlynkowiak - Lengerov kampflos 0:3, Kies – Deffner 3:2, Zirkel – Forkel 2:3, Hennemann - Lengerov 1:3, Mlynkowiak – Hofmann kampflos 0:3, Kies – Forkel 3:2, Zirkel – Deffner 3:0.
SpVgg Erlangen – FC Adler Weidhausen 5:5
Enttäuschung bei den Gästen mit Abschluss des letzten Tageseinzels. Nach der knappen 5:4-Gesamtführung lag Manuel Bojer gegen Adrian Späte nach zwei 11:7-Satzerfolgen nicht nur mit 2:0 vorne, sondern hatte nach dem 7:4 im dritten Durchgang die große Chance den Sack zuzumachen. Doch er verlor noch und musste dann auch noch mit 14:16 den Gleichstand registrieren. Im Entscheidungssatz war nach seinem erneuten Vorsprung (9:7) der sechste Siegpunkt doch noch möglich. Aber plötzlich meldete sich sein Kontrahent eindrucksvoll zurück, sodass Bojer noch mit 9:11 Federn lassen musste.
Mannschaftsführer Joel Fischer: „So kann Tischtennis sein. Da denkst du kurz vor dem Ziel der Sieg ist dein und dann legt der Gegner den Hebel noch um. Vor dem Treffen hätten wir ein 5:5 unterschrieben, doch jetzt noch über zwei Stunden Spielzeit müssen wir feststellen, dass mehr drin war.“ Joel Fischer selbst erwischte einen Glanztag, denn er zwang die beiden heimischen Spitzenspieler jeweils mit 3:1-Sätzen in die Knie und steuerte so zwei der fünf Zähler bei. Sein bislang wesentlich erfolgreicher jüngerer Bruder David Fischer hingegen, verlor nach der Führung (11:6) gegen Jonas Scheer noch mit 9:11, 10:12 und 8:11. Gegen die heimische Nummer eins, Alexander Burkard, musste David über die volle Distanz, ließ aber im Entscheidungssatz mit einem 11:6 nicht mehr viel anbrennen. Zum Auftakt hatte er mit Tom Hoger, der in den Einzeln nicht das Glück auf seiner Seite hatte, gemeinsam das Doppel gewonnen. Bojer musste auch in seinem ersten Einzel schon in den fünften Satz. Hier behielt er aber die Nerven und hatte mit einem 11:5 die zwischenzeitliche 3:2-Führung hergestellt. Im Hinblick auf die restlichen drei Saisonbegegnungen zeigt sich Joel Fischer zuversichtlich, wenngleich es gilt sehr hohe Hürden zu nehmen. „Wir lassen den Kopf nicht hängen. Wir schauen weiter nach vorne und greifen weiterhin an, um die Meisterschaft zu erreichen.“
Ergebnisse: Burkard/Scheer – J. Fischer/Bojer 3:2, Starke/Späte – D. Fischer/Hoger 1:3, Burkard – J. Fischer 1:3, Scheer – D. Fischer 3:1, Starke – Bojer 2:3, Späte – Hoger 3:2, Burkard – D. Fischer 2:3, Scheer – J. Fischer 1:3, Starke – Hoger 3:1, Späte – Bojer 3:2. hf / Hans Franz









