Für Spannung war am letzten Spieltag in der Bezirksoberliga gesorgt, denn noch stand nicht fest, war von einem Trio den Titelgewinn einfährt, wer dahinter den noch wichtigen Relegationsplatz belegt und wer sich mit dem undankbaren dritten Rang abfinden muss. Dabei waren neben dem Bamberger Vertreter FC Baunach noch die zweite und dritte Mannschaft des FC Adler Weidhausen im Rennen. Mit einem 10:0-Kantersieg gegen Don Bosco Bamberg hatte am Freitagabend Weidhausen III vorgelegt und die Tabellenführung übernommen (28:8 Punkte). Am Samstag folgte das „Endspiel“ zwischen Weidhausen II (26:8) und Baunach (23:9). Bis zum 4:4-Zwischenstand war noch alles offen, ehe die „Adler“ mit 6:4 als Sieger durchs Ziel gingen. Damit war die zweite Vertretung von Weidhausen mit ihrer „Dritten“ punktgleich, sodass über die Meisterschaft das Spielverhältnis entscheiden musste. Und hier hatte die zweite Garnitur mit 124:56 gegenüber 121:59 die Nase vorne. Der unterlegende FC Baunach wurde Drittplatzierter (23:11). Die Baunacher haben zwar noch eine Nachholpartie auszutragen, diese hat gegen den Absteiger Bamberg aber nur noch statistische Bedeutung.
Keine Schützenhilfe konnte der TSV Scherneck dem TTC Rödental II leisten. Das Team aus dem Gemeindeteil von Untersiemau unterlag mit 3:7 beim TTC Burgkunstadt II, sodass die „Schuhstädter“ den Abstiegs-Relegationsplatz verlassen konnten (15:21) und im gleichen Atemzug Rödental (14:22) wegen eines Punktes weniger auf diesen „Schleudersitz“ zurückfiel. Das nun dubiose trifft in der Relegationsrunde ein, denn die „Zweite“ des TTC trifft auf die eigene dritte Mannschaft, die in der Bezirksliga Coburg/Neustadt den zweiten Platz belegte. Der dritte Relegationsteilnehmer ist die SpVgg Trunstadt aus dem Kreis Bamberg.
FC Adler Weidhausen II – FC Baunach 6:4
Lange Zeit befanden sich in diesem zweieinhalbstündigen Match beide Teams auf Augenhöhe. Dies begann schon mit den beiden Doppeln, wo auf jeder Seite eines gewonnen wurde. Auch die Treffen im vorderen Paarkreuz verliefen ausgeglichen, wobei für die Hausherren Christian Leffer punktete. Nach diesem zwischenzeitlichen 2:2 verschafften sich die Einheimischen den ersten Vorteil, denn im zweiten Paarkreuz gingen nach jeweils vier Durchgängen Yannick Rauscher und Simon Grönert als Sieger hervor. Die Partie von Rauscher gegen Michael Waßmann wäre zwar nicht extra erwähnenswert, hätte sie nicht einen völlig ungewöhnlichen Verlauf genommen. Rauscher verlor den Satz (10:12), glich aber mit einem 11:6 zum 1:1 aus. Im dritten Durchgang wuchs Rauscher über sich hinaus und fertigte seinen Konkurrenten mit 11:0 ab. Doch damit nicht genug: Im vierten Satz legte er eine 9:0-Führung hin, sodass er zu 20 Punkten in Folge gekommen war. Letztlich endete das Treffen mit 11:2. Nicht so gut lief es bei den „Adlern“ im ersten Paarkreuz, sodass die Gäste zum 4:4 ausglichen. Erster größerer Jubel als Rauscher mit der 5:4-Führung den Teilerfolg einsackte und damit zumindest der zweite Platz in trockene Tücher war. Doch da schien wohl vor dem letzten Tageseinzel Simon Grönert aus den Zuschauern die Bemerkung von Andre Fischer „Das war die Pflicht, jetzt folgt die Kür“ gehört zu haben. Jedenfalls ging Grönert äußerst engagiert und aggressiv ans Werk und markierte so den sechsten Sieg- und zugleich Meisterpunkt.
Ergebnisse: Leffer/Rauscher – J. Waßmann/Endres 2:3, Busch/Grönert – Will/M. Waßmann 3:0, Christian Leffer – Will 3:1, Alexander Busch – J. Waßmann 0:3, Yannick Rauscher – M. Waßmann 3:1, Simon – Grönert – Endres 3:1, Leffer – J. Waßmann 0:3, Busch – Will 2:3, Rauscher – Endres 3:0, Grönert – M. Waßmann 3:0.
FC Adler Weidhausen III – Don Bosco Bamberg 10:0
Die Hausherren ließen von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, wer Herr im Hause ist. Der Tabellenvorletzte musste gegen das entfesselt aufspielende Heimteam sogar mit der Höchststrafe die Heimfahrt in die Domstadt antreten. Die einzige Möglichkeit den Gästen den Ehrenpunkt zu gönnen hatte Andre Fischer, doch dazu hatte er wahrscheinlich keine Lust, denn im Entscheidungssatz ließ er mit einem 11:5 nichts anbrennen.
Ergebnisse: Töpfer/T. Fischer – Karnoll/Ni. Uebel 3:0, A. Fischer/Leffer – No. Uebel/Ruß 3:0, Tania Fischer – Ni. Uebel 3:0, A. Fischer – Karnoll 3:2, Noah Leffer – Ruß 3:0, Töpfer – No. Uebel 3:0, T. Fischer – Karnoll 3:1, A. Fischer – Ni. Uebel 3:1, Leffer – No. Uebel 3:0, Töpfer – Ruß 3:0.
TTC Burgkunstadt II – TSV Scherneck 7:3
Die Einheimischen hatten mit dem ungefährdeten Gewinn der beiden Doppel und des ersten Tageseinzels den gewünschten Auftakt. Doch nach dieser 3:0-Führung bahnte sich der Ausgleich an, da in den folgenden drei Paarungen die Gäste stets mit 2:1-Sätzen vorne lagen. Doch in allen drei Partien zogen sie noch mit 2:3 den Kürzeren, sodass Burgkunststadt mit der damit einhergehenden 6:0-Führung nicht nur den Heimerfolg vorzeitig in der Tasche hatte, sondern auch auf den Nichtabstiegsplatz vorrückten.
Ergebnisse: Kern/Kern – Ehrlich/Hammerschmidt 3:0, Eideloth/Lutter – Klein/Zapf 3:2, S. Kern – Holger Ehrlich 3:1, L. Kern – Klein 3:2, Eideloth – Sebastian Hammerschmidt 3:2, Lutter – Daniel Zapf 3:2, S. Kern – Klein 3:0, L. Kern – Ehrlich 0:3, Eideloth – Zapf 0:3, Lutter – Hammerschmidt 2:3. hf / Hans Franz












