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Mannschaftssport Erwachsene  

FC Adler Weidhausen trumpft auf - Gleich drei Mannschaften steigen auf

Relegation zur Verbandsoberliga

Der FC Adler Weidhausen I steigt in die Verbandsoberliga auf. Unser Bild zeigt das erfolgreiche Team mit (von links) Joel Fischer, David Fischer, Manuel Bojer und Tom Hoger

Weidhausen – Es klingt wie ein Märchen – nur mit dem Unterschied, dass es wahr ist. Die Herren des FC Adler Weidhausen haben das wohl Einmalige geschafft, dass ihre 1., 2. und 3. Mannschaft mit Abschluss der Saison 2025/26 in die nächsthöhere Liga aufsteigen. Den Anfang der Erfolge hatte kürzlich die zweite Adler-Vertretung mit dem Gewinn der Meisterschaft in der westoberfränkischen Bezirksoberliga gemacht. Da in der gleichen Klasse die dritte Garnitur den zweiten Platz belegte, hatte sie die Teilnahme zur Aufstiegs-Relegationsrunde erreicht. Dieser Wettbewerb fand am Sonntag in Bamberg statt. Hierbei blieb Weidhausen III zunächst gegen den gastgebenden TSV Eintracht mit 7:3 siegreich und drei Stunden später wurde der TV Konradsreuth mit 9:1 deklassiert. Als Sieger dieses Turniers durfte das Adler-Team in der „Verlängerung“ ebenso wie die „Zweite“ den Aufstieg in die Landesliga Nordnordost feiern. Doch der Höhepunkt war noch nicht erreicht. Die erste Mannschaft war mit einem Punkt Rückstand zum Meister TTC Creußen in der Verbandsliga Vizemeister geworden. Und auch diese Platzierung bedeutete die Relegation zur nächsthöheren Klasse, der Verbandsoberliga. Das entscheidende Match wurde am Sonntagnachmittag in Unterfranken gegen den TV Ebern mit 6:4 gewonnen. Damit war das Erreichen der höchsten Liga des Bayerischen Tischtennisverbandes erreicht. Damit bekommt zugleich der TTC Wohlbach in der kommenden Saison Konkurrenz aus dem eigenen Landkreis Coburg. Zu diesen stolzen Erfolgen der „Vater“ der Tischtennissportler des FC Adler, Andre Fischer: „Mit diesen drei Aufstiegen haben wir unser Saisonziel nicht nur erreicht, sondern über-erreicht. Mehr ging im Endeffekt nicht.“

TV Ebern – FC Adler Weidhausen 4:6

Die Partie gegen den Tabellenachten der Verbandsoberliga begann mit einem Bilderbuchstart für die Gäste. Sie gewannen nämlich nicht nur die so wichtigen zwei Eröffnungsdoppel, sondern auch die beiden Einzel im vorderen Paarkreuz. Allerdings bleibt dabei zu berücksichtigen, dass die Formation D. Fischer/Hoger und im Einzel Joel Fischer über die volle Distanz mussten. Währen das Doppel nach 0:2-Satzrückstand mit einem 11:8, 11:9 und 11:6 das Ruder noch herumriss, zwang Joel Fischer mit einer beeindruckenden Leistung in einem Match auf des Messers Schneide den Tschechen Martin Bouska im fünften Durchgang mit 11:8 in die Knie. Nach dieser aussichtsreichen 4:0-Führung meldeten sich die Einheimischen zurück, wobei aber Manuel Bojer und Tom Hoger sich erst im Entscheidungssatz beugen mussten. Es kam nun noch besser für Ebern, denn David Fischer fand nicht das richtige Mittel, um gegen den routinierten Bouska die Oberhand zu behalten. Er unterlag nach vier Sätzen und somit stand es nur noch 4:3 für Weidhausen. Doch der an diesem Tag über sich hinauswachsende Joel Fischer gewann nach dem 1:1-Satzgleichstand auch sein zweites Einzel und brachte sein Team mit 5:3 in Front. Es wurde nochmals spannend, da Hoger gegen den aus Bamberg stammenden Christian Fredrich chancenlos blieb. Doch im letzten Tageseinzel behielt Manuel Bojer gegen den heimischen Ersatzspieler Stefan Müller, er ersetzte den krankheitsbedingt den fehlenden Lukas Sojka, die Nerven und ohne Satzverlust die Oberhand zum vielumjubelten sechsen Siegpunkt. Allerdings war die Entscheidung schon gefallen, als Bojer den ersten Satz mit 11:6 gewonnen hatte. Denn selbst wenn er auf die Verliererstraße geraten wäre, hätte es 5:5 gestanden und da hätte das Satzverhältnis den Ausschlag zu Gunsten von Weidhausen gegeben. Ein in der Schlussphase mit fiebernder Mannschaftsführer Joel Fischer: „Dies war heute einer meiner schönsten Momente im Tischtennissport. Ich bin megastolz auf meine Truppe. Wir passen einfach menschlich und spielerisch klasse zusammen. Nicht vergessen darf ich Yannick Rauscher. Er gehörte in der Vorrunde zum Stammquartett und hat mit zum Erfolg beigetragen.“ Der Eberner Coach Bernd Süppel war verständlicherweise enttäuscht, blickte aber auch schon wieder etwas positiv voraus. „Zum heutigen Treffen bleibt zu sagen, dass nach dem 0:4 so gut wie die Entscheidung gefallen war. Ärgerlich war, dass Lukas Sojka kurzfristig krankheitsbedingt ausfiel. Wir gratulieren den Gästen. Nächste Saison greifen wir jedenfalls in veränderter Besetzung wieder an.“  hf / Hans Franz                                                                          

Ergebnisse: Fredrich/Müller – D. Fischer/Hoger 2:3, Bouska/Schwarzer – J. Fischer/Bojer 0:3, Bouska – J. Fischer 2:3, Schwarzer – D. Fischer 0:3, Fredrich – Bojer 3:2, Müller – Hoger 3:2, Bouska – D. Fischer 3:1, Schwarzer – J. Fischer 1:3, Fredrich – Hoger 3:0, Müller – Bojer 0:3. hf / Hans Franz

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