Vor kurzem sind Dominic Tran vom TTV Beratzhausen und Uli Eckert, Abteilungsleiter vom TV Hilpoltstein, als Teamer beim DTTB-Schnuppermobil eingestiegen. Im Interview äußern sie sich über die Motivation, künftig durch ganz Deutschland zu touren.
Wieso habt Ihr Euch als Teamer für das Schnuppermobil beworben?
Dominic: Es hat sich ergeben, dass Teamer gesucht wurden. Da ich diese Aufgabe bereits ein paar Mal übernommen habe, dachte ich mir: Warum denn nicht?
Uli: Ich hatte bereits im Januar 2022 ein Angebot als Teamer im Rahmen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ vorliegen. Aus vertrags- und steuerlichen Gründen habe ich das damals aber nicht angenommen.
Wie groß war die Freude, dass die Wahl auf Euch fiel?
Dominic: Ich habe mich sehr gefreut, dass ich dafür berücksichtigt und auch ausgewählt wurde. Insbesondere, weil ich dadurch die Möglichkeit habe, für den DTTB arbeiten zu können.
Uli: Ich war im Gespräch mit Matthias Vatheuer, Generalsekretär des Deutschen Tischtennisbundes, da ich außer den Tischtennis spezifischen Fachkenntnissen auch viel mit Organisation und Koordinierung von Veranstaltungen zu tun hatte und habe.
Werdet Ihr gemeinsam unterwegs sein oder immer einer von beiden?
Dominic: Wir werden größtenteils alleine unterwegs sein und nur nach Absprache gemeinsam agieren, was jedoch eher selten der Fall sein wird.
Uli: Über mich laufen die Anmeldungen des Schnuppermobil und ich koordiniere den Einsatzplan. Bei den vielen Terminen bin ich froh, wenn wir das zu zweit überhaupt bewältigen können, alle Termine einzeln abzudecken. Dominic hat den Schwerpunkt in den Semesterferien.
Dominic, du bist vergangenes Jahr mal in Bayern als Krankheitsvertretung spontan eingesprungen. Welche Erfahrungen hast du da gesammelt?
Dominic: Es hat mir großen Spaß gemacht zu sehen, wie das Angebot außerhalb meines Heimatbezirks Oberpfalz-Süd angenommen wurde. Bereits zuvor hatte ich das Schnuppermobil begleitet und die Resonanz als sehr positiv wahrgenommen.
Wer sich noch nie mit dem DTTB-Schnuppermobil beschäftigt hat: Was ist darunter genau zu verstehen?
Dominic: Das Schnuppermobil ist ein mit Tischtennisausrüstung vollgepackter Transporter, der durch die gesamte Bundesrepublik fährt. Ziel ist es, vielen Menschen, insbesondere Kindern und Jugendlichen, unsere schöne Sportart Tischtennis näherzubringen. Man kann sich ganz unkompliziert und unverbindlich mit dem Sport vertraut machen. Wenn es Spaß macht, kann man sich anschließend intensiver damit auseinandersetzen und bei einem Verein ein Schnuppertraining machen.
Was kostet das DTTB-Schnuppermobil?
Dominic: Die Kosten für das Schnuppermobil variieren je nach Dauer und Art der Nutzung. Weitere Informationen dazu findet man auf der Webseite des DTTB. Dort gibt es einen Antrag mit einer Übersicht, der alle relevanten Details enthält.
Uli: Generell wird unterschieden zwischen Normalpreisen für Firmen, Agenturen etc. und den Sonderpreisen für Mitglieder des DTTB/BTTV, Schulen Jugendeinrichtungen usw. Vereine, Schulen, Einrichtungen der Jugendhilfe zahlen pro Tag 350 Euro.
Gibt es Fördergelder?
Dominic: Ja, für alle aus Bayern: Für das Schnuppermobil können Fördergelder beantragt werden. Bei weiteren Fragen ist es empfehlenswert, Kontakt mit der Referentin für Vereinsservice, Lisa Saur, aufzunehmen. Sie hat weiterführende Informationen für Euch (Anmerkung: siehe auch hier).
Das bedeutet nun, dass Ihr quer durch Deutschland touren werdet. Was macht Ihr sonst noch?
Dominic: Ich studiere Betriebswirtschaft an der OTH Regensburg und arbeite neben dem Studium. Ansonsten dreht sich in meinem Leben vieles um Tischtennis – sei es beim Spielen, Betreuen, Zuschauen oder bei der Informationsbeschaffung rund um den Sport.
Uli: Ich bin im Vorruhestand und war davor Jahrzehnte im internationalen Bankgeschäft viel unterwegs. Ich leite eine Tischtennis-AG in der Grundschule Hilpoltstein und bin in der Abteilungsleitung beim TV Hilpoltstein täglich mit Tischtennis-Themen beschäftigt. Sport ist generell meine Leidenschaft und Hobby.
Tausende von Kilometern herunterspulen, im Hotel übernachten und vermutlich teilweise Mahlzeiten an Autobahnraststätten einnehmen: Warum ist es für Euch trotzdem reizvoll, diesem Job zu machen?
Dominic: In erster Linie möchte ich mit meiner Tätigkeit vielen Kindern und Jugendlichen unseren Sport näherbringen und greifbarer machen. Zudem freue ich mich darauf, viele Menschen aus der ganzen Bundesrepublik kennenzulernen und zu erfahren, wie es in den Hallen außerhalb Bayerns aussieht. Bisher habe ich Kinder- und Jugendarbeit hauptsächlich in Bayern erlebt.
Uli: Ich war beruflich sehr viel im In- und Ausland unterwegs. In Deutschland habe ich schon viele Ecken kennengelernt. „On the Road“ zu sein war schon immer mein Ding und ich lerne jetzt nochmal neue Städte/Regionen in unserem schönen Land kennen.
Wie viele „Aufträge“ habt Ihr in den nächsten Wochen?
Dominic: Ohne zu viel zu verraten: Da in Bayern momentan Sommerferien sind und in den nördlichen Bundesländern schon wieder Schule ist, werden wir in den nächsten Wochen vorwiegend in Norddeutschland unterwegs sein.
Uli: Wir haben Anfang August losgelegt und bis zum Jahresende sind wir gut 50 Tage unterwegs. Für 2025 gibt es auch schon Einsätze. Es werden pro Jahr deutlich über 100 Tage sein. Deswegen müssen wir schauen, was wir sinnvoll bewältigen können.
Das DTTB-Schnuppermobil dient vor allem der Mitgliedergenerierung. Wie wollt Ihr die Leute für Tischtennis begeistern und motivieren?
Dominic: Ich möchte, wie gesagt, den Sport greifbar machen und den Menschen, wenn möglich, über die Vereine einen Ansprechpartner bieten. Bei den Olympischen Spielen in Tokio hat Deutschland zwei Medaillen gewonnen, was auch hierzulande das Interesse am Tischtennis geweckt hat. Eine Medaille in Paris wäre erneut zusätzliche Werbung für unseren Sport gewesen.
Uli: Ich will sichtbar machen, dass man Tischtennis von der Grundschule bis ins hohe Alter (siehe das BTTV-Video zum Senioren- und Breitensportsport beim TV Hilpoltstein hier) spielen kann und es dabei auch einen Gesundheitsaspekt hat. Es ist nie zu spät mit dem Tischtennis spielen zu beginnen.
Vergangenes Jahr war das Schnuppermobil in einem Einkaufszentrum in Schwandorf. Welche besonderen Orte könnt Ihr Euch vorstellen?
Dominic: Ich war bei der Aktion im Einkaufszentrum Schwandorf selbst vor Ort und muss sagen, dass der Mut zu Außergewöhnlichem eine großartige Gelegenheit bietet, unseren schönen und zugänglichen Sport zu präsentieren. Für die Zukunft kann ich mir ähnliche Veranstaltungen vorstellen, vielleicht sogar in einem Schwimmbad oder einem anderen ungewöhnlichen Ort. Ich halte alle Möglichkeiten offen und lasse mich überraschen.
Uli: Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt und wir sind da auch sehr flexibel. Schon jetzt gibt es ganz unterschiedliche Einsatzorte.
Uli und Dominic, danke für das Interview. Wir wünschen Euch viel Spaß und Erfolg!

















