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Einzelsport Erwachsene  

13.06.-16.06.2024
Johanna Fischer dt. Meisterin Damen B

Bei den TT-Finals konnte Spielerin vom SV Esting in der Damenklasse B den Meistertitel erringen

Die TT-Finals fanden als kombinierte Veranstaltung von 13.06.-16.06. in Erfurt statt.

Dabei konnte sich der Bezirk Oberbayern-Süd sehr gut präsentieren.

Johanna Fischer vom SV Esting wurde deutsche Meisterin bei den Damen B.

Samuel Kuhl vom TSV Starnberg wurde dt. Vizemeister bei den Jungen 15.

 

 

Jürgen Renner hat noch die erfolgreiche Meisterin kurz interviewt:

Zu den TT-Finals allgemein:
Ich fand es mega schön, sich auch einmal ein bisschen wie ein Profi fühlen zu können und das mitzuerleben. Allerdings hat man sich dadurch natürlich auch noch mehr Druck gemacht.
Mein Ziel war es von daher, erst einmal ein Spiel zu gewinnen und mit Glück die Vorrunde zu überstehen. Dass ich am Ende gewinnen würde, hatte ich überhaupt nicht erwartet. (Deshalb hatten wir uns für Halle 1 auch Karten in den vorderen Reihen gekauft, die wir am Ende nur gut eine halbe Stunde nutzen konnten). Alle meine Gegnerinnen hatten ein komplett anderes Spielsystem, meine erste Gegnerin war zum Beispiel schon etwas älter, hat aber mega sicher und routiniert gespielt. Im zweiten Spiel wurde ich dann erstmal komplett überrollt, weil meine Gegnerin nur lange, sehr schnelle Überschnitt-Angaben gemacht hat und mich mit ihrem geraden Schlussspiel sehr in Bedrängnis gebracht hat. Alles in allem habe ich dann aber immer zusammen mit meinem Dad eine gute Taktik ausgearbeitet und konnte so meine Gegnerinnen besiegen.

Halbfinale:
Ich hatte schon zuvor von ein paar anderen Spielerinnen gehört, dass meine Gegnerin sehr viele Fans hinter sich hat, die laut und unangenehm klatschen würden. Ich dachte nicht, dass es mich großartig stören würde, aber wenn während dem Satz gut 20 Leute bei jedem Fehler von einem los klatschen, verliert man dann doch einmal kurz den Fokus, weshalb ich den ersten Satz leider wegen vielen leichtsinnigen Fehlern verloren habe. Ab da wusste ich, ich muss mich selber mehr pushen und hab auch an meine Trainer, Freunde und Familie denken müssen, die das Spiel live hinter der Kamera verfolgt und mich angefeuert haben. Danke an euch alle! Seit diesem Zeitpunkt lief es dann auch richtig gut für mich. Ich habe weniger einfache Fehler gemacht und meine Gegnerin hat sich so sehr aufgeregt, dass sie sogar eine gelbe Karte bekommen hat. Was dann allerdings nicht so schön war, als sie mich beschimpft hat, aber dadurch wollte ich nur noch mehr gewinnen und war dann glücklich und erleichtert, als das Spiel zu Ende war.

Finale:
Ich bin zunächst ohne große Erwartungen ins Finale gegangen, da Vivien die K.o-Spiele um einiges dominanter als ich gewonnen und auch mehr TTR-Punkte als ich hatte. Ich wusste aber auch, dass ich sie schlagen könnte, da sie in der Vorrunde schon ein Spiel verloren hatte. Den ersten Satz hab ich dann ja auch klar mit 11:5 gewonnen und war guter Dinge. Das war ein großer Fehler: Denn im zweiten Satz fehlte mir dann dieses eine Prozent Körperspannung und in den langen, schnellen Ballwechseln zog ich immer den Kürzeren, weshalb ich den Satz 1:11 verloren habe. Ich wusste zunächst nicht mehr was ich tun soll, da mir in diesem Satz jeder Ball irgendwann hinten rausgegangen ist.
Ich habe mit meinem Dad dann aber in der Satzpause besprochen, dass ich mehr auf die Mitte platziere und wenn ich angreife, erst den Ball nehme, wo ich weiß, er kommt nahezu perfekt, sodass sie mich mit ihrem Block nicht gleich ausspielen kann. Von da an hatte ich wieder mehr Körperspannung und konnte die letzten beiden Sätze halbwegs deutlich gewinnen.
Als der letzte Ball gespielt war, musste ich mich erstmal hinsetzen und realisieren, was gerade passiert war. Ich glaube ich hab eine Viertelstunde einfach nur geweint und konnte mein Glück nicht fassen. Denn nach den Deutschen Meisterschaften der Damen C vergangenen Jahres, musste ich aus gesundheitlichen Gründen ersteinmal zwei Monate Pause machen und hätte mir nicht Mal vorstellen können, irgendwann wieder an der Platte zu stehen, geschweige denn einen solchen Titel zu holen. Das alles wäre ohne meine Trainer, Familie und Freunde, die mich immer unterstützt und angefeuert haben, niemals möglich gewesen, ganz arg danke dafür. Der größte Dank geht allerdings an meinen Dad, der mich auch wie bei so vielen anderen Turnieren (Deutsche Meisterschaft Damen C, Bayerische Meisterschaft Damen B, BTTV Top 10) sehr erfolgreich und taktisch intelligent gecoacht hat.
 

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