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Personal/Hintergrund  

Hohe Auszeichnung für Klaus Leidel

Ein Leben für den Tischtennissport

Klaus Leidel. Foto: Gerhard Fiedler

Als Anfang der 50er-Jahre einige sportbegeisterte Männer in Berg im Landkreis Hof in Oberfranken eine neue Sportart für sich entdeckten und in der Sägemühle eines ansässigen Bauunternehmens auf einer von einem örtlichen Schreiner geleimten Holzplatte, die von den Aktiven grün angestrichen wurde, erste Trainingsstunden abgehalten wurden, war Klaus Leidel als Jugendlicher schon dabei. Und auch heute steht der rüstige Senior immer noch aktiv an der Platte. Bereits 1953 spielte er als 17-Jähriger in der Herrenmannschaft seines Vereins und wurde mit ihr auf Anhieb Vizemeister, gleich ein großer Erfolg in seiner jungen Laufbahn.

Ab dieser Zeit spielte Leidel 37 Jahre in der ersten, acht Jahre in der zweiten, vier Jahre in der dritten und 15 Jahre in der vierten Mannschaft seines Vereins. In den vergangenen sechs Jahren wurde er in der fünften und sechsten Mannschaft eingesetzt und spielt aktuell immer noch mit großer Begeisterung in der Achten. Kurz: 70 Jahre aktiver Tischtennissport, eine außergewöhnliche Leistung.

Wie sehr ihm der Tischtennissport am Herzen lag, zeigt auch, dass er sich für viele Funktionen zur Verfügung stellte. Von 1970 bis 1999 leitete er 29 Jahre die Tischtennisabteilung und war in den 70er-Jahren zudem als Jugendleiter im Einsatz. Er ließ sich zum Schiedsrichter ausbilden und war viele Jahre als solcher für seinen Verein unterwegs, wofür er bereits vor mehreren Jahren eine hohe Auszeichnung des BTTV für diese Tätigkeit erhielt. Er übte bis zur Auflösung des Kreises Frankenwald 2003 das Amt des Kreisschiedsrichterobmannes aus und war auch viele Jahre als Kreissportwart in diesem Kreis tätig. Nun wurde er für diese außergewöhnlichen Leistungen vom Bayerischen Tischtennisverband mit dem Ehrenschild in Bronze ausgezeichnet.

Klaus Leidel gehört zu den Pionieren des Berger Tischtennissportes und dass die Tischtennisabteilung des SV Berg mit derzeit zwölf Teams (acht Herren-, eine Damen- und drei Jugendmannschaften) am Spielbetrieb teilnehmen kann, daran hat er großen Anteil. Seine Begeisterung für den Sport mit dem kleinen Plastikball hat sich durch all die Jahre bis heute erhalten, was sich auch dadurch zeigt, dass er regelmäßig viele Kilometer zurücklegt und als Zuschauer Spiele von Bundesligavereinen besucht. Ans Aufhören denkt der 87-Jährige nicht, auch in der kommenden Saison wird er sich als Spieler für seinen Verein zur Verfügung stellen.      

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