Zum Inhalt springen

Personal/Hintergrund  

Es muss nicht nur einen geben

Michael-Esterl-Gedächtnispreis findet in den "Kümmerern" vom SV Buxheim einen zweiten würdigen Träger

Redlich verdient und freudig in Empfang genommen: Die vierköpfige Delegation des SV Buxheim bei der Übergabe des Michael-Esterl-Gedächtnispreises umrahmt von BTTV-Präsident Konrad Grillmeyer und seinem Stellvertreter Gunther Czepera. Fotos: Florian Leidheiser

Es kann nur einen geben? Nein, muss nicht sein. Der Michael-Esterl-Gedächtnispreis des BTTV - verliehen im Rahmen der Eröffnungsfeier seines Verbandstages in Reichertshofen - fand in diesen Jahr jedenfalls gleich zwei würdige Träger. Neben Horst-Günter Ziegler (s. eigener Bericht) wurde diese hohe Auszeichnung auch jenem Verein zuteil, bei dem sich Bayerns beste Tischtennisspieler und -spielerinnen jüngst über vier Jahre hinweg pudelwohl fühlten: Dem SV Buxheim um Abteilungsleiter Alfons Speth,  Gastgeber der Bayerischen Meisterschaften der A-Klasse Damen und Herren in den Jahren 2015, 2016, 2017 und 2018. 

Die Laudatio auf die Oberbayern - gehalten von Gunther Czepera (BTTV-Vizepräsident Sport) - nachstehend im Wortlaut: 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Ehrengäste, 

zur Erinnerung an herausragende Führungspersönlichkeiten im BTTV verleiht der Bayerische Tischtennis-Verband anlässlich seiner Jahrestagungen oder Jubiläumsveranstaltungen Gedächtnispreise an besonders engagierte Mitarbeiter, Gliederungen oder Vereine. 

Einer dieser Gedächtnispreise ist der Michael-Esterl-Gedächtnispreis, der zu Ehren des ehemaligen Vizepräsidenten Michael Esterl an Mitarbeiter oder Vereine des BTTV verliehen wird, die sich in außergewöhnlichem Maße um das Ansehen des bayerischen Tischtennissports, um seine organisatorische und sportliche Entwicklung oder um die Bereicherung des Gemeinschaftslebens des BTTV und seiner Vereine verdient gemacht haben. Kriterien für die Auswahl der Preisträger sind nicht vorwiegend eine bedeutende Ausstrahlung in der Öffentlichkeit, sondern vor allem Neuartigkeit, Einfallsreichtum und Kreativität in Idee und Ausführung der auszuzeichnenden Maßnahme. 

Der Ehrenpreis, der nicht zwingend in einem festgelegten Rhythmus vergeben wird, wurde bisher 29 Mal verliehen und in diesem Jahr findet sich wieder ein würdiger Nachfolger. Das vom Präsidenten eingesetzte Kuratorium entschied sich für den oberbayerischen Verein SV Buxheim als diesjährigen Preisträger. 

Der SV Buxheim mit seinem Abteilungsleiter Alfons Speth hat sechs Mannschaften am Spielbetrieb 18/19 gemeldet. Der Hauptverein SV Buxheim hat neben Tischtennis noch sechs Sportarten im Programm. Am höherklassigsten spielt der Verein mit seiner 1. Damenmannschaft in der Bezirksoberliga. Seit Jahren ist der Edeka-Cup neben dem Mannschaftsspielbetrieb fester Bestandteil im Kalender des SV Buxheim. Immer wieder schafft es der Verein, dass hier zahlreiche Teilnehmer begrüßt werden können. 

Mit Ausrichtung eben dieses Turniers wurden natürlich auch wir vom BTTV neugierig, was denn dieser Verein so anstellt, dass immer wieder zahlreiche Aktive zum SV Buxheim pilgern. Dabei war schnell klar und um es auf einen einfachen Nenner zu bringen, dass sich die Mannschaft um Macher Speth um die Spieler beim Turnier kümmert. Das heißt, sie bieten zusammen mit ihrem Partner Edeka eine professionell gestaltete Homepage, die alles zum Turnier enthält, was man wissen muss. Die Halle bietet beim Turniertag einen abgestimmten Anblick, der zum Spielen einlädt. Beste Bedingungen für die Spieler während und dann auch nach dem Turnier. Ergebnishefte auf höchstem Niveau in gedruckter und Onlineversion. All das macht einen guten Ausrichter aus und so lag es nah, dass der BTTV mal anfragte, ob sich der SV Buxheim nicht vorstellen könne, die Bayerischen der A-Klasse, unser höchstes Turnier, über mehrere Jahre auszurichten. 

Die Antwort von Alfons Speth, der dies auch als Herausforderung ansah, dauerte nicht allzu lange. So entstand erstmalig ein Vertrag zwischen einem Verein und dem BTTV, der die Ausrichtung eines Turniers über mehrere Jahre beinhaltet. Dabei hatten wir volles Vertrauen in die Fähigkeiten des Vereins, dass er diese Meisterschaft zur Zufriedenheit aller Beteiligten ausrichten würde. Seit der Saison 2014/15 waren wir mit der A-Meisterschaft in Ingolstadt zu Hause und haben uns in diesen Jahren immer stets wohl gefühlt. 

Dem Verein SV Buxheim gilt unser großer dank für diese großartige Leistung. Ganz besonders danken wir dem Abteilungsleiter Alfons Speth, der mit seiner ruhigen Ausstrahlung immer seine Mannschaft im Griff hatte. Dabei hatten wir nie den Eindruck, dass Hektik entsteht, egal bei welchem Problem – falls es überhaupt welche gab. Alfons hatte immer schnell eine Lösung parat. 

Meine sehr verehrten Damen und Herren, das Kuratorium war der Meinung, dass dieses Engagement für den TT-Sport und für den BTTV gewürdigt werden muss. Ein Verein, der sich der Verantwortung stellte und unser höchstes Turnier über vier Jahre in hervorragender Weise durchführte und dabei neue Maßstäbe setzte, ist ein würdiger Preisträger. 

Herzlichen Glückwunsch dem SV Buxheim!  

 

 

BTTV-Vize Gunther Czepera (r.) und der "Boss" des SV Buxheim, Alfons Speth.

Aktuelle Beiträge