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"Alle waren heiß zu spielen"

Bezirk Mittelfranken-Nord geht mit seinen Nachwuchs-Sommerrace-Turnieren neue Wege

Die Teilnehmer des 1. Sommerrace-Turniers in Lauf (Foto: Bezirk MFR-Nord)

In Hessen und Niedersachsen gibt es bereits ähnliche Projekte, der Bezirk Mittelfranken-Nord hat unlängst in Lauf (Ergebnisse und Bericht hier) ein Sommer-Race-Turnier für den Nachwuchs im Schweizer System ausgetragen. Zwei weitere Turniere folgen noch. Die Resonanz auf die Premiere war sehr positiv. Wir haben beim Bezirksvorsitzenden von Mittelfranken-Nord, Christoph Schmidt, nachgefragt.

Hinweis: DTTB und Landesverbände arbeiten derzeit an einer bundesweiten Online-Lösung für ein derartiges System.

Wie kam die Idee, ein Sommerrace für den Nachwuchs zu veranstalten, überhaupt zustande? 
Christoph Schmidt: 
Generell habe ich mich im letzten Jahr stärker mit dem Thema Race-Turniere beschäftigt, habe im Oktober auch mal eines ausgerichtet im Verein. Das System etc. hat mich überzeugt. Im Vorstand, vor allem mit Bezirksjugendwart Bernd Wohlhöfer und meinem Stellvertreter Jürgen Sperber, haben wir uns dann ausgetauscht, dass wir doch sowas mal für die Jugend, die unter der Pandemie besonders leiden musste, durchführen können.

Wie seid ihr es dann angegangen? 
Schmidt:
 Tatsächlich war das dann relativ kurzfristig, die Einladung an die Vereine/Spieler ging etwa zwei Wochen vorher raus. Wir wussten auch nicht, in welchem Umfang das Turnier stattfindet, wollten aber vermeiden, dass am Ende nur sechs Kinder dastehen, die dann vielleicht gar keine Lust haben. Wir haben unsere Vereine angeschrieben und unsere Kontakte genutzt. Am Ende waren wir total positiv überrascht von der Meldezahl von 27 Kindern. Überrascht hat uns vor allem, dass Vereine gemeldet haben, die vorher bei Jugendturnieren nie in Erscheinung getreten waren. 

Welche organisatorischen Vorüberlegungen gab es?
Schmidt:
 Generell konnte jeder teilnehmen. Wir wollen aber einigermaßen ähnliche Voraussetzungen, was die Spielstärken angeht, schaffen und haben zwei Leistungsklassen, bis 1000 TTR und zwischen 1000 und 1500 TTR, gebildet. Wir hatten das Glück, dass es  sich ganz gut ausging mit 13 bzw. 14 Teilnehmern in den Leistungs-Gruppen. Wir haben für die 1.-3. Pokale gestiftet, für die ersten 8 Medaillen und jeder Teilnehmer hat eine Urkunde erhalten. Vor allem aber hat man gemerkt, dass alle heiß darauf waren, mal wieder einen Wettkampf zu spielen. Neben den 27 Kindern waren noch ca. 20 Eltern/Betreuer mit dabei. Das Feedback war sehr positiv, alle waren begeistert. 

Wie ist das Schweizer System angenommen worden? 
Schmidt:
 Das System war nur zwei Teilnehmern, die schon mal ein Race mitgespielt hatten, bekannt. Es gab aber überhaupt keine Probleme. Wir hatten insgesamt mit 12 Tischen einen Tisch zu wenig, aber das hat zeitlich kaum etwas ausgemacht, weil wir das eine fehlende Spiel der Runde nach Beendigung einer "schnellen" Partie ansetzen konnten. Am Ende waren wir von der Begrüßung bis zur Siegerehrung in vier Stunden durch. Die reine Turnierzeit betrug etwa dreieinhalb Stunden. 

Wie hat es mit den Corona-Schutzmaßnahmen funktioniert?
Schmidt:
 Bei der Begrüßung haben wir noch mal ausdrücklich auf die gültigen "Corona-Regeln" (Abstand, Mund-Nase-Schutzpflicht auf allen Wegen in der Halle) hingewiesen. An die Spieler, Trainer und Betreuer wurde appelliert, aus Rücksicht gegenüber den anderen und als Vorsichtsmaßnahme generell in der Halle den Mund-Nase-Schutz aufzubehalten. Erfreulicherweise haben sich ausnahmslos alle Anwesenden an diese Regelungen gehalten. 

Wie geht es mit dem Sommerrace bei euch im Bezirk weiter?
Schmidt:
 Nach dem ersten Turnier in Lauf wird am kommenden Sonntag noch ein zweites Vorturnier in Eggolsheim stattfinden, wo es jetzt auch schon eine erfreuliche Zahl an Meldungen gibt. Am 25. Juli findet dann das Endturnier in Eggolsheim statt, wo dann die Besten der beiden Vorturniere starten werden. Wie viele das dann letztlich sein werden, wissen wir aktuell noch nicht. Feststeht für uns aber, dass es im nächsten Jahr wieder ein Sommerrace in größerer Form geben soll. Ich hatte auch schon die eine oder andere Anfrage von anderen Bezirken, ob sie nicht Teilnehmer zu uns schicken können.

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