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Personal/Hintergrund  

Bezirkstag Schwaben-Süd vom 08.05.2026 in Mauerstetten

Neuwahlen im Bezirksvorstand: Roßner folgt auf Fischer. Eine Nachlese zum Bezirkstag, verfasst von Stefan Beckmann.

Der neugewählte Bezirksvorstand Schwaben-Süd und der vorangegangene, langjährige Bezirksvorsitzende, Johann Fischer (dritter v.l.), der dieses Jahr zur Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stand (Foto: Stefan Beckmann).

Roßner folgt auf Fischer

Der diesjährige Bezirkstag der südschwäbischen Tischtennisvereine in Mauerstetten stand ganz im Zeichen des personellen Wechsels an der Spitze. Der langjährige Vorsitzende Johann Fischer übergab den Stab an seine Nachfolgerin Kerstin Roßner. Der 73-jährige Untermeitinger führte den schwäbischen Tischtennissport 26 Jahre lang, seit 2018 den neu gebildeten Bezirk Schwaben-Süd. Mit Roßner wird erstmals in der Geschichte des Bayerischen Tischtennis-Verbandes eine Frau Bezirksvorsitzende. Die 52-jährige Wahl-Unterallgäuerin hatte sich im Vorstand zuletzt um die Finanzen gekümmert. Neben den bewährten Kräften Susanne Fackler (Sportwartin), Marc Pleyer (Jugend) und Maximilian Huber (Vereinsservice) gehört künftig Frank Schweizer (TV Irsee) als Fachwart für besondere Aufgaben dem fünfköpfigen Vorstand an.   

 

Ein paar Zahlen

  • 99 aktive Tischtennisvereine (unverändert zum Vorjahr), dazu kommen sieben passive (kein Spielbetrieb)
  • 21 Vereine haben nur eine Mannschaft im Spielbetrieb
  • 46 Vereine haben gar keine keine Nachwuchsmannschaft gemeldet
  • Zahl der Mannschaften: 437 (+20), positiv: Jugend 116 (+13)
  • Schiedsrichter: 15 (unverändert). Es werden dringend neue Unpateiische benötigt.
  • Zahl der Spielberechtigungen: 3098 (+96)

 

Schwerpunktthema Jugend

Jugendfachwart Marc Pleyer berichtete, dass sich das beschleunigte Schweizer System bei den Bezirksturnieren gut bewährt habe. Bei diesem Modus spielen in den ersten Runden zunächst etwa gleich starke Aktive gegeneinander, bevor es dann nach dem bekannten Modus weitergeht. Das Projekt Mädchenliga läuft weiterhin gut. In der Hinrunde traten neun Teams an, drei mehr als im Vorjahr. Auch die Zahl der Mannschaften in den Schülerligen (für Kinder, die noch keine Spielberechtigung haben), ist weiter gestiegen. Dagegen ist das Interesse an den Mannschaftsmeisterschaften sehr mäßig. Die Teilnehmerzahlen bei den Mini-Meisterschaften bewegen sich auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr: 272 Kinder bei den 19 Ortsentscheiden. Abschließend stellte Pleyer die neue Schulsportaktion „Plattenhelden“ für Dritt- und Viertklässler vor und schilderte erste Erfahrungen aus Buchenberg. 

Weitere Infos gibt es hier (Kurz-Link zur BTTV-Seite): https://t1p.de/q2n50

Lisa Saur, Referentin für den Vereinsservice in Bayern, stellt einige Möglichkeiten der Jugendförderung vor. Dabei gehe es darum, dass das Engagement in Verein und Bezirk zur Interessenvertretung der Jugend werde. Als Beispiel dafür nannte sie die Mitarbeit im Juniorteam im BTTV. Der BLSV biete als Einstieg für Jugendliche eine Ausbildung zum Clubassistenten an und für ehrenamtliche Jugendleiter eine Jugendleitercard („Juleica”). Saur nannte weitere Wege für Vereine, junge Menschen für die Mitarbeit im Verein zu gewinnen: im Rahmen eines freiwilligen soziales Jahres (FSJ) oder über den Bundesfreiwilligendienst (BFD).

 

Besondere Ehrungen

Robert Hänsel wurde für 45 Jahre ehrenamtliche Arbeit im Bezirk ausgezeichnet. Für besondere Verdienste um den Tischtennissport in Schwaben geehrt wurde Lothar Gohmert. Viele kennen ihn als langjährigen Kreisvorsitzenden im östlichen Unterallgäu. Daneben war er seit 1988 Spielleiter für verschiedene Ligen und Pokalwettbewerbe sowie Bezirksfachwart in verschiedenen Bereichen. Abschließend bestimmten die Vereinsvertreter Johann Fischer einstimmig zum Bezirksehrenvorsitzenden.

Alle Ehrungen finden sich in der Präsentation zum Bezirkstag ab Seite 35, verfügbar auf der Unterseite "Bezirkstag 2026": https://www.bttv.de/schwaben-sued/bezirkstag

 

Spielbetrieb

Hinsichtlich der Bildung von Spielgemeinschaften wurde bemängelt, dass nur maximal acht Aktive des aufgenommenen Vereins gemeldet werden können. Eine Änderung kann hier nur vom Verband beschlossen werden. 

Immer wieder gibt es Ärger um Spielverlegungen. Verlegungen von der Vorrunde in den Januar sind ab der Spielzeit 2026/27 nur noch in Ausnahmefällen und unter folgenden Bedingungen möglich:

  • Das Spiel wird auf einen festen Termin Anfang Januar verlegt, der nicht mehr geändert werden kann.
  • Das Spiel kann nur an diesem Tag stattfinden oder muss als kampflos gewertet werden.
  • Es ist bereits bei der Verlegung zu klären, wer das Spiel kampflos verliert, falls es nicht stattfindet.

 

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