Systematisches Training kennt man häufig nur aus dem Jugendbereich. Doch auch im Erwachsenenbereich nimmt das Systemtraining - zumindest sporadisch - eine zunehmend größer werdende Rolle ein. Bei der Turnerschaft Kronach ist angeleitetes und programmatisches Training eingeführt worden, und dies nicht nur auf bestimmte Leistungs- und Altersklassen bezogen.
Einmal pro Monat findet in Kronach Systemtraining statt, organisiert von Übungsleiterin Susanne Zimmermann, die auch Abteilungsleiterin ist. Die Gruppe besteht aus bis zu zwölf Spielerinnen und Spielern unterschiedlichen Niveaus im Alter von 14 bis 80 Jahren. "Wir beginnen meist mit einem „Warm-up" mit Musik, um Verletzungsgefahren vorzubeugen. Dabei werden die Muskeln durchblutet, Gelenke bewegt und Beine, Schultern, Arme, Hüften usw. in Schwung gebracht", erzählt Teilnehmerin Evi Beier.
Koordinationsübungen trainieren das Zusammenspiel von Gehirn, Augen und Muskeln. Bei kleinen Spielen wie “Hütchenklau”, “Teppichtreffen”, Rundlauf oder Ähnlichem geht es um Schnelligkeit, Konzentration und auch Frustrationstoleranz. Beinarbeitsübungen und die jeweiligen Schlagtechniken kommen im Training nicht zu kurz. Regelmäßige Partnerwechsel sorgen für Abwechslung. Beim Aufschlagtraining werden die verschiedensten Varianten erklärt und einstudiert. Den Abschluss der Einheit bilden meist Doppel- oder Einzel-Wettkämpfe.
Fokus auch auf der Geselligkeit und dem Austausch
Das Besondere in Kronach ist der Austausch untereinander. Nach dem Training schließt sich ein geselliges Beisammensein an mit Knabbereien und Diskussionen über Tischtennis und mehr. “Ziel ist es, dass das ganzheitliche Systemtraining mit festen Übungsabläufen die Technik, Beinarbeit und Taktik gezielt verbessert”, berichtet Evi Beier über die Intention. Durch die regelmäßigen Wiederholungen sollen sich Techniken festigen und letztlich zur Leistungssteigerung beitragen. “Wichtig ist aber vor allem der Spaß am Spiel, das Lernen von neuen Inhalten und die soziale Interaktion", so Beier.
In vielen Vereinen hat die Anzahl der Freizeit- und Hobbyspieler sowie Wiedereinsteiger zugenommen. Auch gerade für diese Zielgruppen könnte der Kronacher Ansatz durchaus Schule machen.











