Aufschlag, Teil 2
In unserem ersten Artikel zum Thema Aufschlag haben wir bereits über die Grundlagen des Aufschlagtrainings und über die Länge von Aufschlägen geschrieben. Neben der Aufschlaglänge spielt der Schnitt im Aufschlag eine wichtige Rolle und kann den Gegner zur Verzweiflung treiben. Schnitt wird erzeugt, wenn der Ball beim Aufschlag mit dem Belag möglichst dünn und schnell gestriffen wird. Der Einsatz des Handgelenks empfiehlt sich hierbei, um eine maximale Beschleunigung für die Aufschlagbewegung zu erzielen. Aufschläge lassen sich nachfolgend entsprechend des Schnitts bzw. der Rotation einteilen.- Unterschnitt
Beim Aufschlag erfolgt eine Streifbewegung unterhalb des Balles. Der Ball erhält somit Rückwärtsrotation. Unterschnitt eignet sich beispielsweise in Kombination mit kurzen Aufschlägen um sich vor aggressiven Rückschlägen des Gegners zu schützen. - Oberschnitt
Durch ein „Hochziehen“ am Ball wird der Aufschlag mit Topspin bzw. Oberschnitt versehen. Oberschnittaufschläge eignen sich gut als bewusste Variation zu Unterschnittaufschlägen. Für Gegner, die als Rückschlag sehr gerne schupfen, sind Oberschnittaufschläge ebenfalls sehr effektiv, um ggf. einen hohen Rückschlag zu provozieren, der sich per Schuss oder Topspin gewinnbringend „versenken“ lässt. - Leere Aufschläge
Dabei wird der Aufschlag schnittlos auf die andere Tischhälfte gespielt. Der leere Aufschlag klingt erst mal recht banal. Wichtig ist, dass er nicht als leerer Aufschlag erkannt wird. Wer z.B. einen Unterschnitt- und leeren Aufschlag aus einer sehr ähnlichen Bewegung spielen kann, wird sich bestimmt über den ein oder anderen „Turm“ beim gegnerischen Rückschlag erfreuen (Turm = zu hoher Rückschlag). - Seitschnitt
Beim Aufschlag mit Seitschnitt wird der Ball seitlich gestriffen und der Ball somit in seitliche Rotation versetzt. Seitschnitt eignet sich gut, um die Platzierung des gegnerischen Rückschlags zu steuern. Das Schaubild 1 verdeutlicht die Wirkung von Seitschnitt auf den Rückschlag. Streift Ihr den Ball beim Aufschlag von links nach rechts, so dreht sich der Ball gegen den Uhrzeigersinn. Dieser Drall wird bei einem Rechtshänder beim Rückhand- oder Reverse-Pendulum-Aufschlag erzeugt. Durch den Seitschnitt im Ball kommt der Ball tendenziell eher in Eure Vorhandseite zurück. Eine Platzierung in die Vorhand des Gegners unterstützt den Effekt noch, da die meisten Bälle diagonal gespielt werden. Schlagt Ihr jedoch mit einer Bewegung von rechts nach links auf (z.B. Vorhandaufschlag), so erhält der Aufschlag Seitschnitt im Uhrzeigersinn. Auf Grund des Dralls zieht der Rückschlag in Eure Rückhandseite. Nutzt also den Seitschnitt im Aufschlag aus, um den Rückschlag des Gegners zu lenken und beispielsweise schon mit einer „vorgespannten“ Vorhand bereitzustehen.
1. Aufschlag (Teil 1)
Über das Projekt "3T Table Tennis Training"Werner Sigmund startete das Social-Media-Projekt „3T Table Tennis Training“ im Jahr 2015. Auf Youtube, Facebook und Instagram zeigt Sigmund meist Videoausschnitte vom Vereinstraining. Die Videos sollen nicht die perfekte Schlagtechnik dokumentieren, sondern Ideen fürs eigene Training und einen Beitrag zur Verbreitung von Tischtennis auf den neuen Medien liefern. Für das Projekt wurde Sigmund 2016 als "Butterfly Basistrainer 2016" ausgezeichnet. "Da ich recht spät mit dem Tischtennis gestartet habe und mir vieles selbst erarbeiten musste, macht es mir Spaß, das erlernte Wissen weiterzugeben", sagt Sigmund. Erst Ende 2008 fing der 34-Jährige im Alter von fast 25 Jahren mit dem Tischtennisspielen an. Im Jahr 2009 erwarb er die C-Trainerlizenz beim BTTV, vor drei Jahren die B-Lizenz. Unterstützt wird Sigmund bei 3T Table Tennis Training von seiner Lebensgefährtin Ági Kókai, die selbst als Spielerin in der 1., 2, und 3. Bundesliga in Deutschland aktiv war und als Trainierin ebenfalls die B-Lizenz besitzt. Hier findet ihr die Trainingsvideos von 3T Table Tennis Training:Youtube: https://www.youtube.com/c/3TTableTennisTrainingFacebook: https://www.facebook.com/3TtabletennistrainingInstagram: https://www.instagram.com/3t_tabletennistraining











